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EA schließt BioWare: 400 Entlassungen und das nächste Mass Effect gestrichen
EA schließt BioWare, wie Bloomberg berichtet: 400 Entlassungen und das nächste Mass Effect wird eingestellt. Das Studio hinter Dragon Age und Baldur's Gate stirbt nach 30 Jahren.
EA schließt BioWare: 400 Entlassungen und Mass Effect gestrichen
Vierhundert Arbeitsplätze und das nächste Mass Effect in den Müll. Das ist die Bilanz, die Bloomberg zugeschrieben wird, wenn es um BioWare geht, das Studio, das Electronic Arts 2007 kaufte und das laut diesem Bericht nach drei Jahrzehnten Tätigkeit geschlossen werden soll. Das ist kein gewöhnliches Studio: Die ersten beiden Baldur's Gate, Neverwinter Nights samt Mod-Tool, Knights of the Old Republic, Mass Effect und Dragon Age stammen von hier. Die Kombination aus Entlassungen, Streichung und Schließung ist auch nichts Ungewöhnliches: Es ist das Drehbuch, das die Branche seit Jahren auf die Studios anwendet, die sie kauft. Und nein, die Nachricht hat keine Trauer ausgelöst.
Was ist über die Schließung von BioWare und die 400 Entlassungen bekannt?
Was auf dem Tisch liegt: ein Abbau von 400 Stellen und die Streichung des Mass-Effect-Projekts, das im Studio in Entwicklung war, mit Bloomberg als Quelle der Information. Electronic Arts kaufte BioWare 2007; das Studio baute seit den Neunzigern den westlichen Rollenspiel-Katalog auf, der heute als Kanon zitiert wird. In den verfügbaren Daten gibt es keine offizielle Bestätigung des Unternehmens, daher sollte man die Sache als eine angekündigte, nicht abgeschlossene Operation lesen. Der Unterschied ist kein Detail: Zwischen Ankündigung und Umsetzung erscheinen meist Versetzungen, teilweise Rückkäufe und Franchises, die als Marke weiterleben.
Das Schiff des Theseus: gleicher Name, anderes Studio
Die These, die der Prüfung am besten standhält, handelt nicht von Ideologie, sondern von Belegschaft. BioWare behielt die Marke, während es die Teams verlor, die sie wertvoll gemacht hatten: Die Veteranen, die Systemdesigner und ein Großteil der ursprünglichen Kreativleitung gingen im Laufe der Jahre. Übrig blieb ein Name und eine fremde Bilanz. Es ist das Paradoxon des Schiffs des Theseus, angewandt auf ein Spielestudio: Wenn man jedes Brett ersetzt hat, ist es dann noch dasselbe Schiff? Mass Effect und Dragon Age hielten sich eine Zeit lang auf dieses Guthaben. Das Guthaben wurde, wie das Schiff, ebenfalls Brett für Brett ausgetauscht.
Die politisch motivierten Einstellungen, die dem Studio zugeschrieben werden
Der Designer Chris Avellone —Planescape: Torment, KOTOR 2, Fallout: New Vegas— behauptet laut der kursierenden Version, vor seinem Abgang gesehen zu haben, wie Bewerber aussortiert wurden: Man prüfte ihre LinkedIn- und Social-Media-Profile und lehnte jeden ab, der politische Meinungen veröffentlicht hatte, die von denen des Verantwortlichen für die Einstellung abwichen. Es ist eine Anschuldigung, kein Urteil, und in den verfügbaren Informationen findet sich keine Antwort des Studios. Überprüfbar ist der strukturelle Effekt: Ein solcher Filter wählt kein Talent aus, sondern Übereinstimmung. Und knappes Talent hat selten Probleme, eine andere Tür zu finden.
Die ideologische Lesart der Schließung: "go proge, go broke"
Ein Großteil der öffentlichen Debatte hat die Schließung zu einer sarracena Bestätigung gemacht: Das Studio habe sich angeblich anderen Dingen als dem Spieleentwickeln gewidmet, und die Rechnung sei von allein gekommen. Das Argument hat eine starke und eine schwache Version. Die schwache besagt, dass das Abschneiden des letzten Dragon Age, in dieser Debatte als kommerzieller Flop beschrieben, der Auslöser war; es gibt keine Verkaufszahlen in den verfügbaren Daten. Die starke ist schwerer aufrechtzuerhalten: Der Eigentümer ist einer der größten Publisher der Welt, der in der Lage ist, tragfähige Studios aus Portfolio-Gründen zu schließen. Wenn der Besitzer entscheidet, ist die Ideologie des Gekauften selten der entscheidende Faktor.
Was passiert jetzt mit Mass Effect und den verwaisten Reihen?
Zwei Szenarien. Erstens: Die Franchise wird lizenziert oder an ein Studio außerhalb des Originals vergeben, wie es bereits bei Baldur's Gate geschah, dessen erste beiden Teile von hier stammten und dessen dritter Teil von einem anderen Team stammt. Zweitens: Mass Effect und Dragon Age bleiben in der Zeit eingefroren, nützlich als nostalgischer Katalog und als bilanzieller Vermögenswert. Das erste behält die Marke und verliert die Erinnerung. Das zweite behält die Erinnerung und verliert jede Zukunft.
Wahrscheinlich —und hier ist Vorsicht geboten— ist eine Mischung: Lizenzen ja, echte Kontinuität nein. Ein Mass Effect von einem anderen Team kann ordentlich sein; dasselbe Spiel wird es selten. Wenn die Schließung wie berichtet vollzogen wird, hat die Branche ein Jahrzehnt damit verbracht, sich zu fragen, warum ihre besten Rollenspiel-Studios aufhörten, Risiken einzugehen — mit der naheliegendsten Antwort auf dem Tisch: weil jemand ihnen das Risiko abkaufte und es danach stückweise weiterverkaufte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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