Dugina-Mord: Foristen vermuten satanischen Ritualmord

Der Mord an Daria Dugina, Tochter des Ideologen Alexander Dugin, bleibt unaufgeklärt. Teile der Öffentlichkeit sprechen von einem rituellen Opfer.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Daria Dugina: Ein Verbrechen ohne Täter, das manche als Ritual deuten

Eine Bombe tötete Daria Dugina am Samstag, den 20. August 2022, im Umland von Moskau. Der Urheber des Anschlags ist bis heute nicht bestätigt, und ein Teil der Öffentlichkeit vertritt die abwegigste Erklärung: Ihr eigener Vater, der Geopolitiker Alexander Dugin, habe sie als Opfergabe in einem Ritual übergeben. Diese Erzählung entbehrt jeglicher Beweise. Sie kursiert jedoch, und es lohnt sich, ihre Ursachen zu verstehen.

Was über den Anschlag auf Dugins Tochter bekannt ist

Daria Dugina starb durch die Explosion eines Sprengsatzes, der laut den nach dem Vorfall verbreiteten Berichten in ihrem Fahrzeug platziert war. Ihr Vater, Alexander Dugin, gilt als einer der intellektuellen Vordenker des Kremls und Autor von „Grundlagen der Geopolitik“, einem Text, der oft als Inspiration für die eurasische Doktrin zitiert wird. Sein Einfluss wird mitunter mit dem Rasputins verglichen, obwohl sein tatsächliches Gewicht bei staatlichen Entscheidungen umstritten ist.

Die offizielle russische Version benannte Natalia Wolk als Verdächtige, mit Einreise nach Russland, Aufenthalt an der Wohnadresse des Opfers und anschließender Ausreise nach Estland. Eine selbsternannte Gruppe namens National Republican Army bekannte sich zur Tat. Keiner dieser beiden Wege – ukrainische Dienste oder eine Untergrundzelle – wurde bislang bestätigt.

Die zwei Wochen lang ausgeschaltete Kamera

Das Detail, das den Fokus verschob, war technischer Natur. Nach kursierenden Informationen waren die Kameras des Parkplatzes beim Festival, wo das Auto stand, seit zwei Wochen außer Betrieb. Für einige Forennutzer deutet diese Koinzidenz eher auf interne Angelegenheiten hin als auf ein ausländisches Kommando: Wer zwei Wochen vorab eine Kamera abschaltet, weiß, was geschehen wird.

Manche behaupten, dass ein Ziel dieses Profils mitten im Krieg ohne Eskorte unterwegs sei, nur aus internen Gründen erklärbar. Andere erwidern, dass die russischen Geheimdienste seit Jahren eine fragwürdige Effizienz an den Tag legen. Das Argument pendelt zwischen diesen beiden Polen und findet kein definitives Ende.

Satanismus als Erklärungsrahmen

Der Sprung ins Esoterische folgt einer eigenen inneren Logik. Dugin bewegte sich in Strömungen des Traditionalismus, die manche als Kampf zwischen Licht und Finsternis beschreiben, wobei das irdische Imperium das Licht verkörpere. Von dort zur Annahme, er glaube an die Macht der Magie, ist es nur ein Schritt, den einige gehen. Dugin selbst wird der Satz „Es ist gut, jung zu sterben“ zugeschrieben, und der unbewiesene Vorwurf kursiert, er habe rituelle Opfer befürwortet.

Laut deutschen Artikeln bezeichnete Dugin den Tod seiner Tochter als ein nationales Opfer. Manche lesen darin Trauer statt Liturgie; andere sehen eine Bestätigung. Die erwähnte historische Analogie verweist auf heidnische Opfer in Griechenland und Rom, die als Gaben dienten, um göttliche Gunst in materiellen Angelegenheiten zu erwirken.

Kirills Uhr und die Moskauer Elite

Der Fall entwickelte sich zu einer breiteren Abrechnung mit der russischen Machtelite. Genannt werden die Immobilien des Patriarchen Kyrill, jene Breguet-Uhr im Wert von über 19.000 Pfund, die aus einem offiziellen Foto entfernt wurde, sowie ein Privatflugzeug im Millionenwert. Für einige Forennutzer ist nichts davon nebensächlich: Die Moskauer Elite habe den Glauben zur Alibi-Funktion für die Macht gemacht.

Die unbequeme Frage bleibt bestehen. Wenn das Verbrechen weiterhin ungelöst ist, passt dann ein ferner, eindeutiger Schuldiger – Ukraine, NATO – besser, oder ein Vater, der laut manchen seine Tochter dem Feuer übergibt? Die zweite Version ist abscheulich, aber sie ordnet die Welt in zwei Lager ohne Nuancen.

Dass der Fall eines Tages mit Täter, Verurteilung und Motiv abgeschlossen wird, ist durchaus möglich. Ebenso möglich ist, dass er so bleibt, wie er ist: eine ausgeschaltete Kamera, eine Leiche und eine Geschichte, die jeder nach Belieben ausschmückt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (212 Antworten).

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