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Donau trocknet aus: Rumänien versenkt Lastkähne für mehr Wassertiefe
Die Donau erreicht historische Tiefstände: Rumänien versenkt mit Steinen beladene Lastkähne, um 10 cm mehr Tiefe zu gewinnen und die Kühlung seines Atomkraftwerks zu retten.
Die Donau stirbt: Rumänien versenkt Lastkähne, um zehn Zentimeter zu gewinnen
Die Donau ist nicht mehr der Fluss, den die Goten einst zu Fuß durchquerten. Die Lage ist so kritisch, dass Rumänien eine verzweifelte Ingenieursoperation gestartet hat: Bagger laden Lastkähne mit Steinen und Erde, um sie im Flussbett zu versenken und genau zehn Zentimeter Wasserstand zu gewinnen. Ziel ist es, die Kühlung des einzigen Atomkraftwerks des Landes zu sichern. Doch das Problem reicht viel tiefer.
Warum jeder Zentimeter der Donau zählt
Der Fluss durchquert Mitteleuropa und den Balkan, und sein Wasserstand beeinflusst alles vom Gütertransport bis zu den Kreuzfahrten, die Bratislava mit Belgrad verbinden. Bei historischen Tiefständen laden die Lastkähne weniger, die Preise schießen in die Höhe und die Passagierschiffe kürzen ihre Routen.
In Rumänien ist das Wasser auch lebenswichtig, um die Wärme des Atomkraftwerks abzuführen: Ohne ausreichende Tiefe verlieren die Kühlungspumpen Druck. Und es ist kein Problem, das nur die Kernenergie betrifft, wie die Techniker anmerken: Jedes Wärmekraftwerk, das vom selben Fluss abhängt, steht vor demselben Dilemma.
Die Geschichte kennt das schon, aber nicht mit diesen Folgen
Die Dürre von 1540 ließ den Kontinent monatelang ohne Regen, und die Donau war auf weiten Strecken durchquerbar. Und im Sommer 376 nutzten die Goten eine extreme Dürre, um den Fluss zu überqueren und dem Römischen Reich die Stirn zu bieten. Wer das aktuelle Ereignis relativiert, verweist darauf, dass die Iberische Halbinsel seit Jahrhunderten mit Dürre lebt. Der Unterschied ist, dass die moderne Wirtschaft für alles vom Fluss abhängt, vom Handel bis zur Energie. Das Phänomen ist nicht beispiellos; wohl aber die angesammelte Verwundbarkeit.
Prophezeiungen und Zukunft: der Fluss als verschiebbare Grenze
Unter den Reaktionen fehlen nicht die Verweise auf die Prophezeiungen des bayerischen Sehers Alois Irlmaier, der behauptet hatte, die Flüsse würden so wenig Wasser führen, dass man sie leicht überqueren könne. Vorerst versuchen die Ingenieure, diese Vorhersage in Rumänien zu verhindern.
Die Frage ist, ob die Bagger dem Fluss weiter Zentimeter abtrotzen können, während das Klima zunehmend drückt. Die Krisenmanager wissen: Bringt der nächste Winter keine sintflutartigen Regenfälle, kehren die Schaufelbagger ins Flussbett zurück. Die Geschichte der Goten ist eine unbequeme Erinnerung: Ausgetrocknete Flüsse waren immer Brücken für Eindringlinge. Diesmal ist der Eindringling die Dürre.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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