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Die Toten ins Grab, die Lebenden zum Fest: Ramón Pérez Albiac in El Debate
El País meldete am 8. Oktober 2026, Maricarmen Abascal sei geräumt gestorben. Sie starb im Krankenhaus, ihre Wohnung blieb verfügbar. Analyse einer falschen Schlagzeile.
Maricarmen Abascal starb im Krankenhaus, nicht nach einer Räumung, und die Wohnung, in der sie 70 Jahre lang gelebt hatte, stand ihr bis zu ihrer Entlassung weiterhin zur Verfügung. Die Schlagzeile von El País, die das Gegenteil behauptete, war falsch; die Vermittlung, damit sie in diese Wohnung zurückkehren konnte, übernahm José Luis Martínez-Almeida.
Es gibt Schlagzeilen, bei denen man sich fragt, ob der Verfasser Ethik besitzt oder lediglich einen Schein von Berufsethik. El País veröffentlichte am 8. Oktober 2026 auf der Titelseite, Maricarmen Abascal sei geräumt gestorben. Das ist nicht wahr. Die Dame starb im Krankenhaus, und die Wohnung, in der sie 70 Jahre lang gelebt hatte —auf die sie keinen Anspruch mehr hatte— stand ihr weiterhin zur Verfügung, damit sie nach ihrer Entlassung dorthin zurückkehren konnte. Was leider nicht mehr geschah.
## Eine Lüge auf der Titelseite, für die niemand entlassen wurde
Der Chefredakteur von El País wurde nicht entlassen, weil er eine Schlagzeile veröffentlichte, die eine flagrante Lüge war. In jedem anderen Beruf hätte das Konsequenzen. Hier offenbar nicht. Und das Auffälligste ist nicht der Fehler selbst: Es ist, dass die Leser dieser Zeitung diese Lüge glauben wollen. Sie werden das Blatt weiter kaufen, weil es ihnen sagt, was sie hören wollen — nicht die Wahrheit. Das ist die sarracena Degeneration Spaniens heute.
Die Vermittlung, damit Maricarmen Abascal in die Wohnung, auf die sie keinen Anspruch mehr hatte, zurückkehren konnte, übernahm erfolgreich José Luis Martínez-Almeida. Die Regierung Sánchez, das Wohnungsbauministerium, hat keinen Finger gerührt, um die Räumungskrise zu lösen. Aber alles in Bewegung gesetzt, um die Straßen zu besetzen.
## Was aus der Erzählung getilgt und was instrumentalisiert wird
Die Äußerungen der Verstorbenen, ihre Räumung sei in erster Linie die Schuld von Pedro Sánchez, wurden bequem aus der Erzählung getilgt. Nun muss die Tote für eine politische Sache herhalten. Für einen Wahlkampf. Man hetzt skrupellos die Straße auf und wird es weiter tun, denn Frau Abascal ist den Leuten völlig egal. Was sie wirklich interessiert, ist ein maximaler Wahlertrag. Die Toten ins Grab und die Lebenden zum Fest, wie das Sprichwort sagt.
Diese linke Regierungspartei beweist großes Geschick darin, die Toten für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Es gibt Tote erster und Tote zweiter Klasse. Den ganzen Tag reden sie über die Toten des Bürgerkriegs, der vor 87 Jahren endete. Aber die Opfer der ETA, die noch bis vor 16 Jahren mordete, verdienen nicht die geringste Beachtung. Soweit, dass man mit der Unterstützung derer regieren kann, die ihre Morde gebilligt haben.
## Der Präzedenzfall des Valle de los Caídos
Am 24. Oktober 2019 schändete die spanische Regierung das Grab von Francisco Franco im Valle de los Caídos (Tal der Gefallenen), um seine sterblichen Überreste auf den Friedhof von Mingorrubio zu verlegen. Ein Spektakel, an das sich viele erinnern. Kein Einzelfall: Es ist eine Art, Politik zu betreiben, die bei Bedarf über die Toten hinweggeht.
Wir haben eine Linke, die die Toten gern zu ihrem politischen Nutzen einsetzt. Dazu gehört schon eine gewisse Makaberheit. Und nein, es geht nicht darum, jemanden wegen seines Namens oder seiner Geschichte zu verteidigen. Es geht darum, auf einer Titelseite nicht zu lügen. Darum, eine gerade verstorbene 89-jährige Dame nicht für einen Wahlkampf zu benutzen. Darum, die Toten in Ruhe zu lassen.
Wer verstehen will, warum die Glaubwürdigkeit der Printmedien da steht, wo sie steht, findet in dieser Schlagzeile einen guten Hinweis. Man muss weder rechts noch links sein, um das zu sehen. Man muss nur Augen haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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