Die Simpsons gewinnt Abstimmung zur besten Serie aller Zeiten

In einem von Filmaffinity inspirierten Turnier besiegten Die Simpsons Twin Peaks mit 134 zu 76 Stimmen, während The Wire und Breaking Bad ausschieden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Simpsons besiegen Twin Peaks in der Abstimmung zur besten Serie

Miami Vice schaltete Das A-Team knapp mit 88 zu 87 Stimmen aus. Nur eine einzige Stimme entschied. In der Runde zuvor war Gangs of New York gegen Twin Peaks (The Return) mit 33 zu 32 ausgeschieden, ebenfalls ein Vorsprung von nur einer Stimme. Der Wettstreit um die beste Serie aller Zeiten wurde nicht in den großen Finals entschieden, sondern durch Differenzen, die kaum mehr als eine Handvoll Stimmen betragen – ein Detail, das besser als jede Schlagzeile erklärt, warum das Ergebnis weiterhin für Kontroversen sorgt.

Die Abstimmungen krönten Die Simpsons mit 134 Stimmen gegenüber den 76 von Twin Peaks. Die Zeichentrickserie setzte sich im Finale eines Turniers durch, das auf einer festen Liste basierte: die 32 am besten bewerteten Fiktionsserien auf Filmaffinity bis 2021, plus 16 Zeichentrickserien, zehn Klassiker und sechs spanische Produktionen.

Das Tableau: Von den 32 Erstrundenduellen bis zum Finale

Die ersten Paarungen ließen im oberen Bereich kaum Zweifel offen. The Wire fegte Stranger Things vom Platz (118-37), Twin Peaks besiegte Crystal (144-34) und Akte X eliminierte Los Serrano (104-11). Doch schon im Achtelfinale deuteten sich die späteren Überraschungen an: Pink Panther überrollte Cowboy Bebop (92-40), Willy Fog’s Reise um die Welt schaltete Death Note aus (55-40) und Curro Jiménez bezwang Columbo (86-81) in einem Duell der Klassiker, das mit fünf Stimmen Vorsprung endete. Das A-Team und Miami Vice lieferten das knappste Duell der Runde, entschieden durch eine einzige Stimme.

Im Achtelfinale übertraf Dragon Ball True Detective (60-58), Game of Thrones setzte sich gegen Star Trek durch (56-67) und Verano Azul eliminierte The Office (40-38). Das Viertelfinale bestätigte, dass das Tableau keine Hierarchien respektierte: Akte X besiegte Futurama mit 46-43. Im Halbfinale entging Twin Peaks knapp dem Ausscheiden gegen Dragon Ball (58-55), während The Wire gegen Akte X verlor (37-43), ein Ergebnis, das viele Zuschauer als die große Überraschung des Turniers werteten.

Duelle, die durch eine einzelne Stimme entschieden wurden

Das Turnier hinterließ eine Reihe minimaler Unterschiede, die die Idee eines klaren Favoriten widerlegen. Miami Vice (88) gegen Das A-Team (87). Twin Peaks (The Return), das Gangs of New York mit 33 zu 32 ausschaltete. Und das knappe Ergebnis von Dragon Ball gegen Twin Peaks im Viertelfinale, nur fünf Stimmen Abstand in einem Duell, das viele bereits als entschieden ansahen.

Zu diesen Paarungen gesellen sich jene, die Schwergewichte überraschend stürzten. True Detective fiel im Achtelfinale gegen Dragon Ball, ein Kampf, der zusammen mit dem späteren Ausscheiden von The Wire die meistzitierte These formte: Die Mehrheit honoriert Popularität und Wiedererkennungswert über Anspruchsvolles, und Kultserien zahlen letztlich den Preis für ihr eigenes Label.

Warum Die Simpsons gewannen und nicht The Wire oder Breaking Bad

Das Halbfinale löste die Ungewissheit hauchdünn: Die Simpsons eliminierten Breaking Bad mit 65 zu 63, während Twin Peaks Akte X mit 48-42 besiegte. Auf dem Papier hatte Breaking Bad einen besseren kumulierten Ruf (316 Stimmen gegenüber 304 der gelben Serie nach dem Viertelfinale), aber direkte Duelle akzeptieren keine Durchschnittswerte.

Die kursierenden Erklärungen sind widersprüchlich, und keine setzt sich durch. Die Serie, die über alle Runden hinweg die meisten Stimmen sammelte, war Twin Peaks mit 334 nach dem Viertelfinale.

Serien, die in der Liste fehlten

Kein Turnier mit fester Liste bleibt vor Kritik an den Auslassungen verschont. Über Monate hinweg wurde die Präsenz von Buffy the Vampire Slayer, Seinfeld, House, The Expanse, I Claudius, Hill Street Blues, Red Dwarf und Doctor Who gefordert. Auch neuere Titel wie The Knick, über ein New Yorker Krankenhaus im Jahr 1900, oder Severance wurden vorgeschlagen, letzteres jedoch ausgeschlossen, da die Serie noch nicht abgeschlossen war.

Auf der anderen Seite gab es auch Kritik an der Aufnahme verschiedener zeitgenössischer Kandidaten, die als aufgebläht durch Massenumfragen auf Plattformen angesehen wurden. Das Kriterium – eine Momentaufnahme der bestbewerteten Serien auf Filmaffinity bis 2021 – zog fast alle Kritik auf sich, und es gab ausdrückliche Forderungen, die Verteilung nach Genre oder Dekade in einer zukünftigen Ausgabe neu zu gestalten.

Das Gewicht des Anime und der Streit um Quoten

Die Blockverteilung sorgte vom ersten Tag an für Unmut: Zehn westliche Zeichentrickserien und sechs japanische Produktionen waren per Design enthalten. Es wurde eine Überrepräsentation des Anime kritisiert, zugeschrieben einem stark mobilisierten Publikum, woraufhin entgegnet wurde, dass Dragon Ball oder Evangelion Kulturphänomene erster Ordnung seien. Der Organisator selbst räumte ein, dass die Auswahl der japanischen Titel diskussionswürdig sei und nicht alle hätten berücksichtigt werden können.

Die Struktur nach Blöcken blieb bis zum Ende bestehen, doch das tatsächliche Stimmverhältnis sprengte diese Proportionen: In der letzten Runde konkurrierten zwei Animationsproduktionen, und eine von ihnen ging als Sieger hervor.

Die finale Enthaltung und die Abnutzung des Formats

Die entscheidende Phase zeigte ein ungewöhnliches Bild: Ein Teil des Publikums kündigte an, bei einem Finale zwischen Twin Peaks und Die Simpsons nicht abstimmen zu wollen, was von den Puristen als Farce empfunden wurde. Manche erklärten sich durch den Verlauf der Vorrunden betrogen, andere bedauerten, dass Knight Rider nicht weiter kam, und wieder andere forderten ein Spiel um Platz drei und vier, um den Wettbewerb zu verlängern.

Trotz des Lärms gab es Glückwünsche an die Organisation für die Idee und einen Vorschlag auf dem Tisch: Das Format nach Genres – Drama, Komödie, Pavor, Science-Fiction – zu wiederholen, um zu vermeiden, dass so breite Listen die Kriterien verwässern.

Es bleibt die unbequeme Tatsache. Twin Peaks war die Serie mit den meisten Stimmen im gesamten Turnier, 334, und verlor das Finale mit 58 Stimmen Abstand. Zwischen der Runde, die sie emporhob, und dem finalen Duell liegt eine Distanz, die keine Summe der Viertel erklären kann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (500 Antworten).

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