Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Die Präsidentin und das 'nur zwei Kaffees': 244 E-Mails später
Vom Abstreiten, die Person zu kennen, zu 244 E-Mails und 117 Anrufen: Die Chronologie der Dementis der Präsidentin zerlegt die Geschichte vom 'nur zwei Kaffees'.
Diese Abfolge ist längst ein Klassiker der spanischen Politik: Zuerst bestreitet man, die Person zu kennen, dann taucht ein Foto auf, dann 23, dann gibt man einen Kaffee zu, dann mehrere, bis die Kommunikationsprotokolle alles widerlegen. Im Fall der Präsidentin ist die Eskalation auf 244 E-Mails und 117 Telefonate mit einem Gesprächspartner angewachsen, den sie nach ihrer ersten Version kaum kannte.
Von 'Ich weiß nicht, wer sie ist' zu 244 E-Mails
Die Chronologie der Erklärungen ist fast grotesk: Sie begann mit einem klaren "Ich weiß nicht, wer diese Frau ist", ging weiter über "ein Foto auf einer Kundgebung, das sie sich gewünscht hat", dann "23 Fotos, aber sie ist eben ein riesiger Fan", danach "ein paar Kaffees", später "47 Treffen, daran erinnerte ich mich nicht", und schließlich "244 E-Mails und 117 Anrufe, aber es ging um First Dates". Die Fernsehsendung als Schutzbehauptung wirkt genauso unglaubwürdig wie der Rest der Eskalation.
Das Muster der politischen Lüge
Entscheidend ist nicht die Dating-Show, sondern der Mechanismus: Wenn eine gerichtliche oder journalistische Untersuchung Zugang zu den Unterlagen einer der Parteien erhält, werden die Dementis unhaltbar. Wer Untersuchungsausschüsse erlebt hat, weiß: Die digitale Spur vergibt nichts. Die Frage, die im Raum steht, ist, warum man sich bei der Gewissheit, dass die Daten irgendwann auftauchen würden, für das systematische Abstreiten entscheidet.
Mit diesen Zahlen auf dem Tisch ist die Glaubwürdigkeit der Präsidentin im Keller. Verwirrend ist nicht mehr das Ausmaß der Kommunikation, sondern dass jemand glaubte, es würde nicht ans Licht kommen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).
Die als 'Fontanera' des PSOE bekannte Leire Díez traf sich im Februar mit einem Beschuldigten, um Material gegen einen UCO-Oberstleutnant zu sammeln. Vox hat bereits Klage eingereicht.
Lara Hernández verlässt die spanische Linkspartei Sumar mitten in internen Spannungen. Streit um Wahllisten und mangelnder Zusammenhalt verschärfen die Abwanderung aus dem Projekt von Yolanda Díaz.
Wozu dient ein König, der sich nicht mit dem marokkanischen Monarchen treffen kann? Die Enttäuschung über die spanische Krone wächst angesichts von Sarkasmus und offener Kritik.
Das spanische Innenministerium führt ein Register mit der Ideologie von Journalisten. Artikel 18, das Delikt der Verleumdung und Zweifel an der Echtheit.