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Spanisches Innenministerium erfasst Journalisten nach Ideologie in Register
Das spanische Innenministerium führt ein Register mit der Ideologie von Journalisten. Artikel 18, das Delikt der Verleumdung und Zweifel an der Echtheit.
Innenministerium erstellt Liste von Journalisten, eingeteilt nach ihrer Ideologie
Das spanische Innenministerium hat ein Register erstellt, in dem Journalisten nach ihrer mutmaßlichen politischen Ausrichtung klassifiziert werden. Die Nachricht hat eine intensive Debatte über die Grenzen staatlicher Macht und die Transparenz polizeilicher Dateien ausgelöst. Während manche darin einen Versuch sehen, die Information zu kontrollieren, verweisen andere darauf, dass die Dokumente gefälscht sein könnten.
Ein Teil der Debatte dreht sich um die Rechtmäßigkeit. Artikel 18 der spanischen Verfassung schützt das Recht auf Ehre, auf persönliche und familiäre Privatsphäre und auf das eigene Bild. Erwähnt wird auch das mögliche Delikt der Verleumdung, falls die verbreitete Information falsch ist. In diesem Sinne argumentierten einige, dass das Register, falls es existiert, öffentlich sein müsse, damit die Betroffenen entsprechend handeln können.
Historische Vergleiche ließen nicht lange auf sich warten. Es wurde an das Klima der Zweiten Republik erinnert und der Fall Watergate als Präzedenzfall für die Nutzung von Listen zu politischen Zwecken genannt. Auch wurde darauf hingewiesen, dass diese Daten über Rechenzentren auf alle Europäer ausgeweitet werden könnten.
Mitten in alledem gibt es Stimmen, die behaupten, diese Papiere seien nicht echt. Die Rede ist von einer „patriotischen Polizei“, die Dokumente fabrizieren könnte, um die Regierung zu destabilisieren. Dieser Verdacht erschwert die Geschichte: Man weiß nicht, ob die Liste ein tatsächlicher Fakt ist oder eine interessierte Indiskretion.
Die eigentliche Frage bleibt offen: Wie weit darf der Staat bei der Kenntnis der Ideologie seiner Bürger gehen? Das spanische Gesetz verlangt, dass offizielle Berichte öffentlich sind, doch die Praxis hält sich nicht immer daran. Unterdessen wissen die eingestuften Journalisten weiterhin nicht, ob sie auf einer Liste stehen, und genau diese Ungewissheit beunruhigt am meisten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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