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Die EU führt keinen Krieg: Sie finanziert fremde Verteidigung
Debatte: Die EU kämpft nicht gegen Russland; sie finanziert die ukrainische Verteidigung mit 97,3 Milliarden Euro, während 210 Milliarden Euro eingefrorene russische Gelder blockiert bleiben.
Europa kämpft nicht: Es finanziert eine fremde Verteidigung
Führt die Europäische Union Krieg gegen Russland? Nein. Was es gibt, ist eine finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine, die laut den Berechnungen zur Konfliktanalyse im Vergleich zur tatsächlichen Wirtschaftskraft des Bündnisses marginal ausfällt. Die zentrale These ist einfach: Die EU kämpft nicht, sie sichert das Überleben eines überfallenen Staates. Und das mit einer Rechnung, die die öffentlichen Haushalte Europas relativ gesehen kaum belastet.
Das Ausgangsargument lautet, dass Russland 2014, 2015 und erneut 2022 ohne strategische Notwendigkeit in die Ukraine einfiel und dass die EU-Erweiterung eine wirtschaftliche Entscheidung ist, die den Mitgliedstaaten und der Ukraine zusteht – nicht Moskau. Auf dieser Grundlage wird die europäische Hilfe als defensiv dargestellt: am Leben zu erhalten, was niemanden bedroht. Die Zahl, die immer wieder fällt, lautet, dass mehr Kolumbianer in der Ukraine gestorben sind als EU-Bürger insgesamt – ein Datum, das die Vorstellung eines kriegslüsternen Europas entkräften soll.
Was kostet die europäische Unterstützung der Ukraine wirklich?
Die Diskussion verstrickt sich in den Zahlen. Gegen die Behauptung, der Krieg ruiniere Europa, steht das Gegenargument, dass die 210 Milliarden Euro eingefrorener Gelder des russischen Staates die ukrainische Verteidigung allein aus den Zinsen finanzieren könnten. Der Einwand kommt sofort: Die Rede ist von 97,3 Milliarden mobilisierten Euro der EU, und manche rechnen, dass die Zinsen dieses eingefrorenen Kapitals diese Summe nicht einmal decken. Die vollständige Rechnung, Posten für Posten aufgeschlüsselt, lässt eine Lücke, die keine der beiden Seiten ganz schließt.
Die andere Front ist die Binnenwirkung. Es wird behauptet, der Krieg sei für die EU extrem billig und die Sozialleistungen seien gestiegen. Angeführt wird der Fall Spanien, das beim Wirtschaftswachstum den EU-Durchschnitt verdreifacht, und das eines Landes, das dreimal so schnell wächst wie die Eurozone. Die skeptische Lesart dreht das Argument um: Dieses Wachstum erklärt sich aus dem Aufholjagd nach dem vorherigen Einbruch und aus der Zuwanderung billiger Arbeitskräfte, nicht aus dem Krieg.
Russische Drohungen und das europäische Interesse an der Erschöpfung
Der dritte Block ist die Sicherheit. Es wird behauptet, Russland habe Europa systematisch bedroht und eine von ukrainischen Militäringenieuren entwickelte künstliche Intelligenz habe im Dezember 2024 im Durchschnitt 600 Drohungen pro Tag gegen Europa und den Rest der Welt berechnet – über vier Jahre wären das mehr als 1.100.000. Die Zahl ist von keiner unabhängigen Quelle überprüft und wird als Schätzung dargestellt. Daraus wird abgeleitet, dass die EU ein legitimes Recht auf Sicherheitspolitik hat und dass es ihr nützt, wenn Russland in der Ukraine feststeckt und keine weiteren Fronten im Baltikum oder in Finnland eröffnen kann.
Der Einwand kommt von der wirtschaftlichen und menschlichen Seite: Die EU ruiniere sich, die eingefrorenen Gelder werde Moskau am Ende zurückfordern, und Erschöpfung sei nicht gratis. Die Antwort lautet: Wer kämpfen will, entscheiden die Ukrainer, und die Russen können sich jederzeit zurückziehen. Wer aus einem Krieg aussteigt, nimmt den billigsten Ausgang.
Der blinde Fleck: Wer bezahlt den Wiederaufbau
Über den rechtlichen Rahmen wird nicht gestritten: Die Aufnahme eines Staates liegt in der Kompetenz der Partner und dieses Staates. Offen bleibt die Schlussrechnung – die des Wiederaufbaus und der europäischen Aufrüstung –, die in keiner der betrachteten Rechnungen auftaucht. Mit den blockierten russischen Geldern als Sicherheit und den Zinsen als Finanzierungsquelle geht die Arithmetik nur auf, wenn niemand das Kapital zurückfordert. Und das ist, Stand heute, ein Wagnis.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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