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Die achte Kanareninsel darf kein Migrantenlager werden
Ein Vorschlag, Migranten auf La Graciosa einzusperren, einer Insel von 29,1 km² mit 750 Einwohnern, scheitert an Geografie, Logistik und Rechten.
Die achte Kanareninsel ist keine Müllhalde für Menschen
Während die Kanarischen Inseln erneut unter Migrationsdruck geraten, ist in bestimmten Internetkreisen ein immer wiederkehrender Einfall aufgekommen: La Graciosa, die achte Insel des Archipels, nutzen, um dort Migranten und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einzusperren. Der Vorschlag wird als „logistische Lösung“ verkauft: 29,1 km², größer als Ceuta oder Melilla, und nur 750 Einwohner, die zu entschädigen wären. Doch der Plan zerfällt, sobald man sich die Details ansieht.
Das erste Problem ist geografischer und menschlicher Natur. La Graciosa hat keinen Flughafen, ist von einer Fähre abhängig, und seine Bevölkerung ist nicht stumm. Die Umsiedlung der Anwohner, um eine Art „improvisierte Zone“ einzurichten, ist der Teil, den niemand erklärt: Wer zahlt die Entschädigung, wer garantiert die Grundversorgung, und was passiert, wenn jemand beschließt, nach Lanzarote zu schwimmen oder mit einem Schlauchboot rüberzukommen. Die Realität ist, dass die Kontrolle einer Insel ohne Infrastruktur mehr kostet als eine Einrichtung an Land.
Die Präzedenzfälle stützen das Argument nicht. Manche verweisen auf Australien und seine Offshore-Haft; andere erinnern daran, dass Cabrera bereits als Gefangenenlager für Napoleons Soldaten diente, und zwar nicht gerade mit humanitärem Erfolg. Auch Perejil wird erwähnt, mit Ziegen und ohne Wasser. Der immer wieder bemühte Vergleich, „sie auf eine Insel zu setzen und machen zu lassen, was sie wollen“, kollidiert mit dem spanischen Recht und mit schlichter Logik: Eine bewohnte Insel ist kein Gefängnis.
Die einzige Zahl, die die Idee trägt, ist die Fläche. Alles andere —Logistik, Rechte, Zusammenleben— ist ungeklärt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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