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Die 100 Gefallenen, die die militärische Überlegenheit der NATO entlarven
Fünf Jahre lang prahlt Russland mit seinen Soldaten, doch das ärmste Land Europas besiegt es nicht. Die Theorie der 100 Gefallenen.
Warum 100 Gefallene ausreichen würden, um die NATO zu demoralisieren: Die Theorie, die die Strategen spaltet
Ein europäischer Rekrut mit unbefristetem Vertrag verpflichtet sich nicht, um in einem osteuropäischen Wald zu sterben. Er verpflichtet sich, um seine Hypothek zu bezahlen. Davon geht jene Analyseströmung aus, die in den atlantischen Streitkräften eine „Potemkinsche Armee“ sieht: makellos bei der Parade, unfähig, echte Kriegskosten zu tragen.
Die Theorie der 100 Gefallenen
Nach dieser Auffassung wären die ersten 100 Gefallenen im Kampf für westliche Demokratien unzumutbar. Der Berufssoldat der NATO sucht Stabilität, nicht Heldentum; das Risiko einer Verstümmelung würde die Desertionen in die Höhe treiben. Russland hingegen hält an der Wehrpflicht fest und an einer Kultur der Landesverteidigung, die von Minsk und Sewastopol bis Wladiwostok reicht. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: In einer direkten Schlacht würden die atlantischen Streitkräfte eine brutale Niederlage erleiden.
Das Gegenargument: fünf Jahre Krieg in der Ukraine
Die Erzählung scheitert an den Fakten. Fünf Jahre lang sehen wir zu, wie diese nationalistische russische Armee das ärmste Land Europas nicht bezwingen kann. Russland kommt zudem nicht auf 120 Millionen Einwohner, weit entfernt von den 160 Millionen, die in manchen Versionen dieses „Megaimperiums“ genannt werden. Der Mythos vom harten Soldaten zerschellt an einem Abnutzungskrieg, der nicht gewonnen wird.
Der Vergleich mit dem revolutionären Frankreich hat einen Haken: jenes Frankreich mobilisierte ein Volk mit etwas zu verlieren – und gewann. Die NATO hat Hypotheken und Lebensversicherungen. Die verstörende Erkenntnis ist nicht, dass die Allianz verlieren könnte, sondern dass Russland mit all seiner Heldenglorie nicht gewinnt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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