DFDS: die dänische Reederei kauft eigene Aktien zurück und steigert die Gewinne

DFDS schloss das erste Quartal 2018 mit einem um 10 % gestiegenen Gewinn, einem KGV von 13 und einem fast vollständig ausgeschöpften Aktienrückkaufprogramm ab. Die Reederei…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

DFDS: Aktienrückkäufe und steigende Gewinne bei der dänischen Reederei

DFDS A/S macht seit Jahren das, was viele spanische Value-Manager predigen und nur wenige praktizieren: eigene Aktien zurückkaufen, während das Geschäft wächst. Die dänische Reederei, die auf 150 Jahre Geschichte zurückblickt, schloss das erste Quartal 2018 mit einem Gewinn vor Steuern von 173 Millionen dänischen Kronen ab, 10 % mehr als im Vorjahr, und einem Umsatz von 3,5 Milliarden, 8 % höher. Der Markt feierte das. Die Aktie, die seit Monaten in einem Aufwärtstrend lag, markierte weiter Allzeithochs.

Die immer wieder wiederholte These ist einfach: KGV von 13, niedriges EV/EBITDA, Nettoverschuldung von nur 0,5-fachem EBITDA, Eigenkapitalrendite über 12 % und Gesamtkapitalrendite über 20 %. Das Profil eines langweiligen, planbaren und profitablen Unternehmens, das dennoch mit einem Abschlag notiert. So zumindest sehen es jene, die den Wert seit Jahren verfolgen.

Ein Rückkaufprogramm, das nicht endet

Das Unternehmen startete im August 2016 ein Rückkaufprogramm über 350 Millionen Kronen, das fast vollständig ausgeschöpft wurde: Bis Ende des Jahres hatte es 779.829 Aktien für 251,8 Millionen angesammelt, 71,9 % des geplanten Gesamtvolumens. Im Februar 2017 startete es ein weiteres über 300 Millionen. Woche für Woche folgten die Kaufankündigungen: 39.065 Titel in Woche 50 von 2016, 32.411 in Woche 23 von 2017. Für Verfechter des langfristigen Investierens gibt es kaum ein verlässlicheres Signal als ein Unternehmen, das sein Geld dorthin steckt, wo es den Wert sieht.

Wachstum auf dem Wasser: neue Routen und Schiffe

DFDS kauft nicht nur Aktien zurück, sondern expandiert auch. 2016 erweiterte das Unternehmen die Kapazität auf der Route Rotterdam-Immingham mit dem Schiff Friedrich Russ, das 110 Sattelauflieger transportieren kann. 2017 bestellte es zwei neue RoRo-Schiffe bei der chinesischen Werft Jinling, mit Lieferung 2020, und taufte die Tulipa Seaways als zweites Frachtschiff der Serie. Der Wachstumsplan zielte auf neue Routen in der Ostsee, im Mittelmeer, in Griechenland und in der Türkei. Der Kauf einer türkischen Reederei löste einen der schwersten Schrecken des Wertes aus: Die Lira stürzte ab und die Aktie fiel in einer einzigen Sitzung um 7 %, im Tagesverlauf zeitweise um 11 %.

Der Brexit und die Türkei: die beiden offenen Baustellen

Die Exposition gegenüber dem Vereinigten Königreich ist strukturell: Ein großer Teil seiner Frachtrouten verbindet den Kontinent mit britischen Häfen. Der Brexit brachte Unsicherheit über Zölle und Handelsströme. Das türkische Abenteuer fügte eine weitere Baustelle hinzu: Verschärften die USA die Handelsmaßnahmen gegen Ankara, würden die türkischen Exporte sinken – und damit die Fracht für die Flotte. Die Verteidiger der Position argumentierten, das sei vorübergehend, das Unternehmen sei weiterhin günstig und falle es weiter, gelte es zuzugreifen. Wer verkaufte, tat es mit bescheidenen Gewinnen, ohne das Risiko übernehmen zu wollen.

Die Kreuzfahrtbranche, ein Rückenwind

Auch das Passagiergeschäft spielte mit. 2015 fuhren 6,6 Millionen Passagiere mit Kreuzfahrtschiffen durch europäische Gewässer, 3 % mehr als im Vorjahr, und die Branche hatte seit 2008 ein Wachstum von 49 % angesammelt. DFDS, mit Passagierrouten in Nordeuropa, profitierte von dieser Flut. Es ist nicht das Kerngeschäft, aber es hilft.

Die offene Frage

Mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2018 auf dem Tisch hielt das Unternehmen an seiner Prognose fest, den Rekord des Vorjahres zu übertreffen. Die Zahlen stimmten. Die Verschuldung blieb lächerlich gering. Die Rückkäufe gingen weiter. Und das KGV lag laut den kursierenden Berechnungen weiterhin bei etwa 13 oder 14. Die am häufigsten geäußerte Prognose war, dass die Aktie in einigen Jahren deutlich mehr wert sein würde. Der Vorbehalt: Niemand wusste, wie stark der Brexit die britischen Routen belasten würde und wie sich das türkische Engagement entwickeln würde. Die Zeit würde zeigen, ob Geduld belohnt wird.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (87 Antworten).

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