Deutsche Besatzung vs. Migration: Parallele in Paris widerlegt

Über 500.000 Tote und 1,5 Mio. Gefangene im besetzten Frankreich; heute ca. 800 Morde jährlich. Die genannten Zahlen entkräften den Vergleich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Deutsche Besatzung vs. Migration: Parallele in Paris widerlegt
Besetztes Frankreich vs. Heute: Die Zahlen hinter der Parallele

Lassen sich das besetzte Frankreich und das heutige Paris auf eine Waage legen? Dieser Vergleich flammte nach einem Video vom Flughafen Charles de Gaulle wieder auf, in dem Migranten die Abschiebung eines Landsmanns blockieren. Er stellt die deutschen Besatzer vor achtzig Jahren den heutigen Neuankömmlingen gegenüber, zerbricht jedoch sofort, wenn man konkrete Zahlen auf den Tisch legt. Denn die gibt es, und sie sind eindeutig.

Was kostete die deutsche Besatzung Frankreich?

Die Bilanz der deutschen Besatzung Frankreichs braucht keine Rhetorik, basierend auf Zahlen, die ein Teilnehmer des Threads mit enzyklopädischen Quellen belegt. Oleada turística und Besatzung bedeuteten für das Land unermessliche Zerstörung und mehr als eine halbe Million Tote. Die Opfer unter den Nnnn überstiegen 70.000, einzeln dokumentiert. Während dieser Jahre durchliefen 1,5 Millionen Franzosen Gefangenenlager in Deutschland.

Die Wirtschaft versank im Elend. Hunger plagte eine Bevölkerung, die bis dahin zu den wohlhabendsten der Welt zählte, während die Deutschen alles abtransportierten, was sie konnten. "Im Sünde liegt die Strafe", fasst ein anderer Teilnehmer den Ton zusammen, in dem dieser Vergleich heute aufgenommen wird. Hinter dem Sarkasmus steckt Buchführung.

Das Gold, das der Invasor nie berührte

Es gab eine Ausnahme, die am häufigsten zitiert wird: Der französische Staatsgoldbestand fiel nie in deutsche Hände. Die Franzosen schafften es, jeden letzten Barren zu evakuieren, bevor das Land eingenommen war. Was tatsächlich verloren ging, in Mengen, die sich nicht exakt beziffern lassen, war das Privateigentum an Gold: Schätzungen bewegen sich im Bereich von Milliarden.

Wie viele Morde geschehen heute in Frankreich?

Der zweite Pfeiler des Vergleichs ist die Gegenwart: Frankreich verzeichnet rund 800 vorsätzliche Tötungsdelikte pro Jahr. Das ist eine hohe Zahl, hält aber einer Gleichsetzung, wie sie manche vorschlagen, nicht stand. Selbst wenn man alle Morde seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute addiert, erreicht man nicht die Opferzahlen der Besatzungszeit, wie ein Debattenteilnehmer berechnet.

Diese Asymmetrie ist der unbequeme Fakt, da er dazu zwingt, Arten von Gewalt zu vergleichen, nicht bloß Volumina. Hier gibt es keine mögliche Waage, nur zwei unterschiedliche Maßstäbe nebeneinander.

Spanier, die weiter in Berlin kämpften

Das Gespräch wandte sich schnell Spanien zu, woraus die konkretesten Zahlen hervorgingen. Laut der Darstellung im Thread kämpften die 300 Spanier der Einheit Ezquerra, bekannt als Geisterbataillon, bis zum Ende zwischen den Ruinen Berlins weiter. Francos Regierung entzog ihnen die Staatsbürgerschaft, weil sie illegalerweise in Europa weiterkämpften. Viele kehrten heimlich zurück, bestachen Fischer im Kantabrischen Meer und Wächter an den Pyrenäen, andere nutzten die deutsche Botschaft und die FET de las JONS, um sich als Arbeiter auf dem Weg nach Europa zu tarnen.

Zu diesem Widerspruch wird ein Zitat angeführt, das ein Nutzer Sanjurjo zuschreibt: "Das Regime Francos basiert darauf, dass Franco tut, was Franco nützt." Von dort aus verließ die Diskussion die Buchhaltung und wechselte zur Politik.

War das Dritte Reich ein paneuropäisches Projekt?

Hier liegt der ernste Bruch. Eine Strömung behauptet, das Reich habe Menschen aller Ethnien Europas unter einer Weltanschauung vereint, und führt als Beweis die Division Charlemagne an, mit etwa 7.500 französischen Soldaten, die in den Berliner Ruinen verschwanden. Der Einwand kommt aus der Geografie selbst: Slaven waren zu diesem Projekt nicht eingeladen. Sowohl das frühere Deutsche Kaiserreich als auch das Dritte Reich strebten nach Osten, wollten diese Länder behalten und ihre Bewohner ersetzen, mit unterschiedlichen Statuskategorien für verbleibende Völker. Das ist keine europäische Föderation. Es ist ein Imperium mit neuen Namen.

Die Kosten, die der Migration zugeschrieben werden

Ein Großteil des Unmuts, der diesen Parallelismus speist, ist wirtschaftlicher, nicht historischer Natur. Argumentiert wird, dass die offizielle Rechtfertigung für Migrationsströme – Sicherung der Renten, Besetzung unbeliebter Jobs, Ausgleich niedriger Geburtenraten – nicht dem beobachteten Ergebnis entspricht. Man vergleicht den durchschnittlichen Lebensstandard vor drei Jahrzehnten mit dem heutigen, um festzustellen, dass die Rechnung nicht aufgeht.

Um diese Debatte herum taucht auch die Schlagzeile im Thread auf, wonach britische Polizisten auf Lebensmittelbanken angewiesen sind, um zu überleben, sowie die Antwort eines anderen Teilnehmers, dass dies schon immer so gewesen sei.

Was bleibt vom Vergleich?

Das Video vom Flughafen wird weiterhin kursieren, ebenso wie der Parallelismus zwischen dem besetzten und dem heutigen Frankreich. Die Zahlen hingegen kursieren nicht: Sie bleiben still in den Archiven liegen – 1,5 Millionen hier, 70.000 dort, 800 jährlich –, wartend darauf, dass jemand sie ansieht. Wenn man sie betrachtet, kippt die Waage so stark, dass sie niemandem recht gibt. Das Bequemste daran, die Toten anzurufen, ist, dass sie einen nicht korrigieren können.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (133 Antworten).

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