Gold erreicht Rekord von 2.702$ und löst Debatte aus

Gold-Futures markieren mit 2.702$ pro Unze einen Rekord, was die Frage aufwirft, ob das Metall steigt oder Fiat-Geld verfällt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gold erreicht Rekord von 2.702$ und löst Debatte aus
Gold setzt neue Rekorde bei Futures und eröffnet die Debatte über den wahren Wert des Geldes

Der Goldpreis hat ein neues Allzeithoch erreicht: 2.702 Dollar pro Unze bei Futures, laut Daten der Händler. Diese Zahl, von einigen als Meilenstein gefeiert und von anderen als monetäre Illusion abgetan, hat eine der ältesten Diskussionen der Wirtschaftswissenschaften neu entfacht: Steigt das Gold, oder fällt die Währung, mit der es gemessen wird?

Die kurze Antwort lautet, dass beides gleichzeitig geschieht, was den Mangel an Konsens erklärt. Für einen Teil der Analyse spiegelt das gelbe Metall lediglich den Kaufkraftverlust ungedeckter Währungen wider. Für andere ist Gold nur ein Vermögenswert, der Angebot und Nachfrage unterliegt, und sein Status als sicherer Hafen ist eher ein geerbter Mythos als eine messbare Realität.

Gold steigt, weil Fiat-Geld an Wert verliert

Das am häufigsten wiederholte Argument besagt, dass Gold nicht steigt, sondern die Währung fällt. Befürworter weisen darauf hin, dass eine Unze Gold immer noch eine Unze Gold bleibt, während gesetzliches Zahlungsmittel ohne Einschränkung gedruckt wird. Folglich behält das Metall seine Kaufkraft im Laufe der Zeit, während das Papier, mit dem wir es vergleichen, an Wert verliert.

Unter dieser Lesart sind nominale Rekorde nichts anderes als die buchhalterische Übersetzung einer anhaltenden Geldentwertung. Gold wäre somit ein stabiler Wertaufbewahrungsort, während Fiat-Geld ein Versprechen ist, das sich mit jeder Emission auflöst.

Die reale Kaufkraft von Gold zur Diskussion gestellt

Der Einwand kommt von der anderen Seite: Wenn Gold steigt, warum kann man dann nicht mehr Dinge damit kaufen? Eine in der Diskussion kursierende Berechnung vergleicht den Preis des Metalls mit alltäglichen Gütern und kommt zu dem Schluss, dass Nahrungsmittel in Gold gerechnet nie billiger waren. Andere entgegnen, dass Gold nicht verwendet wird, um Eier auf dem Markt zu kaufen, sondern gegen Papier getauscht wird, und dass sein praktischer Nutzen begrenzt ist.

Manche gehen weiter und behaupten, dass Gold seinen Wert nur erhält, nicht aber vermehrt, und dass sein Preis davon abhängt, dass es weltweit mehr arme Menschen gibt, die bereit sind, es zu kaufen. Die Debatte verlagert sich dann auf Demografie und Bergbau: Die Förderung einer Unze erfordert das Abtragen von Bergen, die Verschmutzung von Flüssen mit Quecksilber und einen menschlichen Tribut, der selten in den Kurs einbezogen wird.

Alternativen zu Gold: Iridium, Aktien und andere Häfen

Dem traditionellen Metall stehen Alternativen gegenüber. Iridium, viel seltener, wird als weniger volatiler Zufluchtsort präsentiert, obwohl seine Liquidität minimal ist. Aktienindizes wie der Nasdaq oder der S&P 500 übertreffen Gold je nach Zeitraum, so die kreuzweise ausgewerteten Daten. Und Bitcoin konkurriert mit nur wenigen Jahren Geschichte um denselben Platz.

Das Gegenargument lautet, dass Gold seit zehntausend Jahren als Währung funktioniert und keine dieser Alternativen den Test der Zeit bestanden hat. Liquidität, so wird betont, unterscheidet einen echten Zufluchtsort von einem Versprechen.

Wer gewinnt und wer verliert durch den Rekord

Der praktische Effekt des Rekords hängt vom Einstiegszeitpunkt ab. Wer vor Jahren gekauft hat, akkumuliert Renditen, die als enorm bezeichnet werden; wer den gewünschten Einstieg verpasst hat, tröstet sich mit einer jährlichen Rendite von 12%. Aber die unbequeme Frage bleibt bestehen: Wenn Gold immer steigt, warum verkauft man es nicht und realisiert den Gewinn?

Laut erfahrenen Anlegern bedeutet Verkauf die Rückkehr zum System, vor dem man geflohen ist. Hier liegt die Paradoxie: Gold wird als Zuflucht vor Fiat-Geld dargestellt, aber sein Wert wird nur in Fiat-Geld ausgedrückt. Ohne eine Struktur von Preisen und Löhnen in offizieller Währung würde niemand wissen, was eine Unze wert ist.



Mit dem Metall auf Höchstständen und einer Diskussion, die sich im Kreis dreht, bleibt die unbeantwortete Frage, ob dieser Rekord mehr als nur einen Anstieg vorwegnimmt. Manche sehen Zeichen für kommende Turbulenzen in der Weltwirtschaft. Andere sehen einfach eine Unze, die weiterhin eine Unze bleibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (132 Antworten).

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