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Der schlechteste Bericht: der Kopf (nicht benutzen)
Eine virale Nachricht beklagt, dass das Anhäufen von Nachrichten nicht Denken ist. Wir erklären, warum das Gehirn lieber Ideen wiederholt, als Energie in eine neue zu investieren.
Die Nachricht behauptet, dass die Menschen nicht denken, sondern nur Nachrichten anhäufen und identische Blöcke wiederholen. Es ist eine Klage ohne Daten, verweist aber auf etwas Reales: Denken kostet Energie, und das Gehirn neigt dazu, sie zu sparen.
## Die Klage: Denken heißt, den Kopf zu benutzen, nicht Nachrichten zu empfangen
Der Text, der derzeit kursiert, sagt es ohne Umschweife: Der Kopf ist zum Denken da, nicht zum Anhäufen von Nachrichten. Wer ihn geschrieben hat, behauptet, dass das Empfangen und Weiterleiten von Nachrichten kein Denken ist und dass wer es tut, am Ende immer dieselben Blöcke wiederholt, alle gleich. Er liefert keine Zahl und keine Studie als Beleg. Es ist eine Meinung, und als solche sollte man sie auch nehmen.
Fest steht dagegen, dass das Gehirn rund **20%** der Energie des menschlichen Körpers verbraucht, obwohl es nur **2%** seines Gewichts ausmacht. Dieser Verbrauch steigt stark an, wenn etwas Neues gelöst werden muss. Bekanntes zu wiederholen ist deutlich billiger.
## Warum wir wiederholen, statt zu denken
Die Psychologie beschreibt diese Abkürzung seit Jahrzehnten: Vor einer Idee, die wir bereits haben, akzeptieren wir sie schneller und mit weniger Aufwand als eine, die ihr widerspricht. Das nennt sich Bestätigungsfehler, und es ist kein Defekt weniger Menschen, sondern die Art, wie der Geist standardmäßig funktioniert.
Die Nachricht nennt es Feigheit und Faulheit. Das Etikett ist hart und hält nicht stand, aber der Mechanismus, den sie beschreibt, existiert: Je öfter eine Idee wiederholt wird, desto vertrauter klingt sie, und das Vertraute wird mit dem Wahren verwechselt. Das hat einen Namen, den illusorischen Wahrheitseffekt, dokumentiert seit den **siebziger** Jahren des letzten Jahrhunderts.
## Der Zähler denkt nicht für dich
Der Text besteht auf etwas, das man von der Klage trennen sollte: Der Bildschirm spricht für niemanden. Ein Nachrichten-Zähler misst gesendete Nachrichten, nicht gedachte Ideen. Das sind zwei verschiedene Dinge, und sie zu verwechseln ist der eigentliche Fehler.
Dass die Klage ohne Daten kommt, macht sie nicht ganz ungültig. Sie verweist auf ein reales Problem, das Verwechseln von Aktivität mit Denken, beweist aber nicht, dass niemand denkt. Und dabei gilt, wie bei fast allem, was den Kopf betrifft: Ohne Fachmann sollte man keine medizinischen oder psychologischen Schlüsse ziehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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