Der Preis der Priorisierung westlicher Identität vor der spanischen

Eine Analyse zeigt, dass Teile der Bevölkerung die westliche Identität über die spanische stellen und so Industrieverlagerungen sowie hohe Gaspreise relativieren.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Preis der Priorisierung westlicher Identität vor der spanischen
Fabriken in Arkansas und Gasrechnungen: Der Preis des Westens

Was muss geschehen, damit die Abwanderung einer Fabrik aus Spanien nicht mehr als gute Nachricht erscheint? Diese Frage steht im Zentrum einer Analyse, die behauptet, dass ein Teil der Bevölkerung seine westliche – oder europäische – Identität vor seine spanische Identität stellt. Daraus ergibt sich eine schwer erklärbare Gleichgültigkeit: Wenn die Anlage nach Amerika zieht, bleibt sie in dieser Logik weiterhin „im Westen“.

Dieser Mechanismus wiederholt sich in jedem Kapitel. Die Schließung eines Werks, die entgangenen Steuereinnahmen, die ausgelöschte Forschung und Entwicklung: All das löst sich in einer imaginären Gemeinschaft auf, die von Cádiz bis Zürich reicht, ohne die Lebensgrundlage der Menschen zu berühren. Der Kern des Arguments ist, dass diejenigen, die so denken, nicht in Arkansas leben. Sie leben, wenn überhaupt, in Usera. Dahinter steht ein tieferliegender Vorwurf: dass die Amerikanisierung des Landes seit der Transition (dem Régimen del 78) die nationale Identität verwischt hat.

Rüstung: Europäische Programme und die amerikanische Rechnung

Der am häufigsten genannte Fall ist die Verteidigung. Laut dieser Analyse sind mehrere europäische Rüstungsprojekte gescheitert, und die Länder haben letztlich amerikanisches Material gekauft. Die Wirkung ist zweifach: Die heimische Industrie und Forschung leiden, während die Gemeinde, die die Waffen herstellt, einen Boom erlebt. Für diejenigen, die das Westliche über das Land stellen, entschädigt dieser Boom. Für diejenigen, denen Beschäftigung und Steuereinnahmen wichtig sind, nicht.

Gas, Sanktionen und die explodierenden Kosten

An der Energiefront ist die Kritik direkt: Die Verteuerung der Gasrechnungen, die laut Kritikern sich vervielfacht hat, wird dem Boykott russischen Gases zugeschrieben. Manche fassen die europäische Politik mit einem harten Bild zusammen: Europa überschüttet seine eigene politische Klasse mit Geld, das später mit Zinsen zurückgezahlt werden muss. Hinzu kommt der häufige Verdacht, dass der Kontinent in jeder Krise – ob industriell, energetisch oder militärisch – Souveränität abgegeben hat.

Ceuta, Melilla und der Doppelmoral der Verbündeten

Eine weitere Front ist die territoriale. NATO-Befürwortern wird vorgeworfen, wegzusehen, wenn über die Zukunft von Ceuta, Melilla und sogar den Kanarischen Inseln spekuliert wird, während sie gleichzeitig tolerieren, dass Gibraltar eine britische Kolonie bleibt. Ein Teilnehmer erinnert sich, dass London zu allem bereit war, einschließlich der nuklearen Drohung gegen das argentinische Festland während des Falklandkrieges. Es ist eine Art zu sagen, dass die Verbündeten je nach Landkarte nicht in derselben Liga spielen.

Werden NATO-Befürworter bezahlt?

Hier gehen die Diagnosen auseinander. Eine Strömung behauptet, es gäbe keine echten NATO-Befürworter, sondern nur bezahlte Propagandisten – Menschen ohne eigenes Denken, die Parolen nachplappern. Eine andere bestreitet dies: Die Mehrheit erhalte nichts, sie glaube schlicht, dass Russland der Aggressor und die Ukraine das Opfer sei – eine vereinfachte Analyse, die typisch für eine Generation ist, die noch nie einen Krieg erlebt hat und alles aus Filmen weiß. Es gibt sogar diejenigen, die das alte sowjetische Konzept des petulante útil (des nützlichen Idioten) wiederaufgreifen: der Sympathisant, der sich für einen Verbündeten hält, den das Regime aber privat verachtet.

Der Identitätswandel: Blut gegen Flagge

Ein Teil der Debatte geht in Richtung reiner Identität. Es wird argumentiert, dass Nationen und Grenzen sich ändern, aber darunter etwas Stabileres bleibt; dass Spanien fünf Jahrhunderte alt ist und in hundert Jahren vielleicht nicht mehr existiert, aber die Menschen, die auf seinem Territorium leben, werden. Die Antwort darauf ist, dass dieser Rahmen als Vorwand dient: Denjenigen, die dies verteidigen, wird vorgeworfen, sich für ihr Land zu schämen und nach einem besseren Ort zu suchen, um akzeptiert zu werden. Zudem wird diskutiert, ob viele Moskau-Verteidiger Spanier sind oder Personen aus anderen Ländern, die sich als solche ausgeben. An diesem Punkt wird die Diskussion nicht mehr wirtschaftlich.

Das Argument der Kälte

Es gibt einen Einwand, der immer wieder auftaucht und schwer zu entkräften ist: Wenn Russland so überlegen ist, warum zieht dann niemand dorthin? Die am häufigsten genannte Antwort ist nicht politisch. Es ist das Klima. Hinzu kommen die Bindung an die Heimat, die Familie und ein bereits aufgebautes Leben. Man emigriert normalerweise nicht aus Vergnügen an einen Ort, an dem das Leben schwieriger ist; man emigriert wegen der Arbeit, und oft nur vorübergehend.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (101 Antworten).

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