Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Der Marlasca-Sturm: Rücktrittsforderungen, Hoaxes und Ceuta
Kritiker fordern den Rücktritt des spanischen Innenministers Fernando Grande-Marlasca – mitten in Vorwürfen von Homophobie und einem angeblichen Video mit Pegasus, ganz ohne Beweise.
Wie viel wiegt der Druck aus dem Netz auf einen Innenminister, wenn berechtigte Kritik mit homophoben Beleidigungen und beweislosen Verschwörungstheorien verschmilzt? Fernando Grande-Marlasca ist erneut zum Zentrum eines digitalen Sturms geworden, der seinen Rücktritt fordert. Die Mischung besteht aus drei Zutaten: der Kritik an seiner Verwaltung der Ceuta-Grenze, dem Gerücht um ein angeblich kompromittierendes Video, das über die Spionagesoftware Pegasus aufgetaucht sein soll, und einer Flut von Herabwürdigungen, die nichts beitragen.
Die Kritik, die nicht homophob ist: zweierlei Maß in Ceuta
Das gewichtigste Argument betrifft nicht das Privatleben des Ministers, sondern sein Amtsverhalten. Ihm wird eine deutliche Asymmetrie vorgeworfen: Während Übergriffe, Belästigungen und Raubüberfälle auf Bewohner von Ceuta ohne konsequente Reaktion blieben, würde der Hassdelikt gegen seine eigene Person alle Ressourcen mobilisieren, einschließlich der Sperrung von Meinungsplattformen. Klartext: Ein gewöhnlicher Bürger erhält nicht denselben Schutz wie der Minister, wenn der Minister selbst derjenige ist, der sich beschwert. Wenn dieser Vorwurf stimmt, hat die Rücktrittsforderung Gewicht; wenn nicht, sollte er zumindest mit Zahlen antworten.
Der Lärm um angebliche Videos hilft niemandem
In einer für die heutige Zeit typischen Entwicklung ist die Debatte voller Andeutungen über grafisches sens Material, das den Innenminister belasten soll. Die einen verorten es bei marokkanischen Geheimdiensten, die anderen beim Spionageprogramm Pegasus. Niemand liefert Beweise, und die einzige Wirkung dieser Strömung ist, dass die sachliche Kritik im Schlamm versinkt. Am Ende ist der eigentliche Verlierer die inhaltliche Debatte.
Dass sich der Minister gegen eine homophobe Kampagne verteidigen muss, entbindet ihn nicht davon, seine Verwaltung in Ceuta zu erklären. Der Unterschied ist: Es ist etwas anderes, gegen diejenigen vorzugehen, die ihn beleidigen – und etwas ganz anderes, gegen diejenigen vorzugehen, die ihn mit den Daten der Grenze konfrontieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).
Die spanische Volkspartei PP setzt erneut auf eingängige Songs, um Wähler anzulocken – doch die Strategie stößt auf Skepsis. Funktioniert das unter Feijóo?
Keir Starmer tritt nach kurzer Amtszeit als britischer Premierminister zurück. Die Labour-Partei sucht einen Nachfolger, umgeben von Vorwürfen und Skepsis. Wird sich etwas ändern?
126 Beschuldigte in mehr als 15 Fällen umgeben den spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, darunter die SEPI-Chefin und die Direktorin der Guardia Civil. Die Opposition spricht von einem Rekord.
Julio Iglesias verklagt Yolanda Díaz und eldiario.es wegen der Veröffentlichung von 119.000 Euro an Ausgaben und Reisen während COVID, nach Androhung eines Urteils.