Der Kauf, der die Jahre überdauert: vom Kindle bis zum Mi4

Vom Xiaomi Mi4 für 285 Euro bis zum Kindle: Die zufriedenstellendsten Käufe sind die, die noch Jahre später funktionieren – nicht die teuersten

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Kauf, der die Jahre überdauert: vom Kindle bis zum Mi4
Vom Mi4 für 285 Euro bis zum Kindle: die Käufe, die überdauern

Welcher Kauf hält die Zeit aus? Diese Frage zieht sich durch eine Diskussion, die mit einem Xiaomi Mi4 für 285 Euro beginnt und mit einem Seat Ibiza von 2003 endet. Das Muster ist klar: Am meisten Zufriedenheit bringt nicht das Teuerste oder Neueste, sondern das, was noch funktioniert, wenn längst niemand mehr darüber spricht. Ein Leser bringt es auf eine Formel, die als These taugt: „Je mehr Zeit vergeht, desto mehr merken wir die Qualität und den Wert (oder das Gegenteil) unserer guten (oder schlechten) Käufe“.

Den Startschuss gibt ein chinesisches Smartphone, das laut seinem Besitzer „sehr gute Hardware“ bietet und eine Software, die „keinen gleichgültig lässt“. Der Vergleich mit dem iPhone 6 ist eindeutig: bessere Komponenten „für weniger als die Hälfte des Preises“. Die Marke Xiaomi taucht immer wieder auf und wird zum roten Faden der halben Diskussion: Powerbanks mit 10.400 mAh, ein Redmi 2 mit Dual-SIM, Kopfhörer, eine Actionkamera. Einer gesteht, dass er es kaum erwarten kann, dass das Unternehmen – inzwischen Segway-Eigentümer – einen eigenen Roller herausbringt.

Das billige Gadget, das nicht sterben will

Der Begeisterung für das Neue steht das lange Gedächtnis gegenüber. Ein Dell Inspiron 6000 von 2005 mit 1680x1050-Display ist noch immer im Besitz der Schwester seines Käufers. Ein Dell-Laptop von 2007, 17 Zoll und 1.000 Euro, läuft nach einer Neuinstallation „problemlos“. Ein Leser prahlt mit einem Western-Digital-Mediaplayer, der nach vier oder fünf Jahren noch Updates bekommt und sogar Miracast und Bittorrent-Downloads unterstützt.

Die Liste der Objekte, die sich gegen die Obsoleszenz wehren, ist lang und vielfältig: ein Kindle für 80 Euro, ein gebrauchter Garmin Etrex Summit, der seit acht oder neun Jahren durch die Berge führt, ein HP-Drucker F2180 für 80 Euro mit neun Jahren auf dem Buckel und günstigen Patronen. Die Frage, die über allem schwebt, ist die alte: geplante Obsoleszenz oder einfach Pech? Hier deuten die Daten darauf hin, dass Billiges nicht immer jung stirbt.

Decathlons Funktionskleidung und das Auto, das nie streikt

Der Gebrauchskonsum hat seine eigene Liga. Mehrere sind sich bei Kleidung und Schuhen von Decathlon einig: wasserdichte Trekkingschuhe, täglich zur Arbeit getragen, T-Shirts, die weder ausbleichen noch fusseln, eine 200 Gramm leichte neongelbe Jacke, die „enorm“ warm hält. Die Frage, die ein anderer Leser aufwirft, ist die übliche: Wie lange halten Turnschuhe für drei Euro wirklich? Eine Antwort kommt nicht, aber die Marke etabliert sich als sichere Bank.

In der Garage wird Zuverlässigkeit in Kilometern gemessen. Ein Citroën Berlingo von 1998 mit nur einer Panne in drei Jahren (die Wasserpumpe). Ein benzinergetriebener Peugeot 307 mit 250.000 Kilometern und 13 Jahren ohne eine einzige Panne. Ein Kia Shuma mit fast 16 Jahren und keinen größeren mechanischen Defekten. Eine Honda SH125i von 2004, gebraucht gekauft, mit über 50.000 Kilometern und einer einzigen Reparatur für 300 Euro wegen schlechter Wartung. Der Roller hat außerdem noch die Originalbatterie.

Die Extravaganz, die sich rechnet

Nicht alles ist Verzicht. Ein Leser erzählt, dass er 600 Euro für eine Luftmatratze ausgegeben hat, mit der er sich auf sechs Strandreisen Hotels und Benzin sparte, während er Blablacar-Fahrgäste mitnahm: „ein rundes Geschäft“. Ein anderer feiert einen CD-Player für 20 Euro, der ihm 300 Euro für einen neuen Computer ersparte. Und jemand findet Zufriedenheit in einem Messerschärfer für 2 Euro, der ein Taschentuchpaket „praktisch ohne Druck“ durchschneidet.

Die kurioseste Anekdote liefert jemand, der 2002 von Iberia das vordere Teil eines Flugzeugs kaufte und daraus nach zwei Jahren Arbeit einen Heim-Simulator baute, der in der Nachrichtensendung Telediario von TVE und in ausländischen Sendern auftauchte. Der zufriedenstellendste Kauf ist nicht immer der nützlichste: Manchmal ist es der, der eine Geschichte zum Erzählen liefert.

Wo man kauft, ist so wichtig wie was

Die Diskussion dreht sich zum Vertriebskanal. Amazon schneidet gut ab: ein Dutzend Bestellungen „wie am Schnürchen“ und ein in zehn Minuten gelöstes Problem. Der Onlinekauf bei Carrefour hingegen sammelt Beschwerden über langsame Verbindungen, verwirrende Anweisungen und endlose Anrufe. Die implizite Schlussfolgerung: Der Kundenservice wiegt bei der Zufriedenheit genauso viel wie das Produkt.

Die eigentliche Debatte ist die um Preis gegen Haltbarkeit. Manche behaupten, chinesische Produkte machten nicht zufrieden, andere antworten mit einem Mi4, einer Powerbank und einer Actionkamera. Die Handymarke schleicht sich auf fast jede Seite. Den Schlusspunkt setzt ein Seat Ibiza SDI von 2003 unter den besten Käufen seines Besitzers. Feine Ironie: Das älteste Objekt der Liste ist auch das, das am wenigsten enttäuscht hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (91 Antworten).

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