Depression nach Trennung: Mann landet in Psychiatrie

Ein 32-Jähriger schildert seinen Suizidversuch nach einer Trennung, die Einweisung in eine psychiatrische Klinik und anhaltende Alkoholrückfälle.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Depression nach Trennung: Mann landet in Psychiatrie
Depression und Trennung: Wenn der Liebeskummer einen 32-Jährigen zerreißt

Ein 32-jähriger Mann beschreibt in einem öffentlichen Forum zwischen Januar und Mai den Weg von einer Trennung über einen Suizidversuch bis zur Einweisung in eine psychiatrische Klinik und eine Depression, die er als nicht überwunden ansieht. Die Geschichte beginnt mit einer Beziehung zu einer 22-jährigen Paraguayerin, die neu in Spanien ist und die er als intensiv und kurz beschriebt. Nach Hin und Her fällt die endgültige Trennung mit dem Verlust seines Jobs zusammen. „Ich bin völlig am Ende“, schreibt er. Es folgt ein Bericht in Ich-Form darüber, wie eine Trennung zur psychischen Krise werden kann, wenn Arbeitslosigkeit, emotionale Abhängigkeit und Alkohol zusammentreffen.

Suizidversuch und Einweisung in die Psychiatrie

Der tiefste Punkt des Berichts liegt in einer Dienstag-Nacht. Nach starkem Alkoholkonsum ruft er seine Ex-Partnerin um 3 Uhr morgens an. Sie kommt herunter, bleibt aber kalt und weist jeden Kontakt zurück. Er bricht auf der Straße in Tränen aus, steigt ins Auto und fährt zu den Bahngleisen. Ein Nachbar hält ihn auf und bringt ihn zum Ambulatorium. Von dort wird er per Rettungswagen ins Krankenhaus und anschließend in eine psychiatrische Klinik verlegt, wo er sich freiwillig einweisen lässt. „Ich wollte nicht mehr leben“, schreibt er.

Die Beschreibung der Einweisung ist hart: Sein Handy und sogar die Schnürsenkel seiner Stiefel werden ihm abgenommen. Er teilt sich den Raum mit Patienten mit Schizophrenie und hält den Aufenthalt laut eigener Aussage nicht aus. Am nächsten Tag beantragt er die Entlassung und geht nach Hause. Noch am selben Tag bittet seine Ex um eine Chance und sagt, sie liebe ihn. Er deutet dies jedoch als Interesse an seiner Wohnung und weist sie ab.

Rückfälle: Alkohol, Anrufe und hin- und hergeschickte Nachrichten

Der Bericht beschreibt mindestens drei weitere Rückfälle. In einem Fall schickt sie ihm ihren Standort nach mehreren Bitten. Er fährt hin und trifft auf eine Gruppe junger Leute. Sie sagt, sie könnten sich nur fünf Minuten sehen und ihre Familie wolle ihn nicht bei ihr sehen. Sie bittet ihn zu gehen. Er kommt um 10 Uhr morgens weinend nach Hause und betritt eine Kirche, obwohl er nicht gläubig ist, um Trost zu finden.

In einem anderen Fall destabilisiert ihn eine Nachricht, in der sie vorschlägt, sich am Wochenende zu treffen. An diesem Abend trinkt er und ruft sie an. Die Antwort ist wieder kühl: Sie kommt nicht herunter, sagt, es sei spät, und blockiert ihn. Er weint, trinkt mehr und beschreibt die Situation als Albtraum, aus dem er nicht erwacht. „Ich liebe sie immer noch und sie macht sich über mich lustig“, schreibt er.

Der dritte Rückfall endet mit einer externen Intervention: Eine Freundin gibt sich als seine Partnerin aus und schickt der Ex ein Video, in dem beide küssen, mit der Nachricht, sie solle nie wieder schreiben. Er hofft, dass dies die Tür schließt.

Die letzte Blockade und die bleibende Abhängigkeit

In einem späteren Update räumt der Autor ein, dass sich nichts geändert hat. Er hat sie nicht persönlich wiedergesehen, aber Rückfälle über WhatsApp gehabt. Sie zeigt eine Haltung, die er als Desinteresse deutet, sagt aber weiterhin, sie liebe ihn. Nach dem letzten Rückfall entscheidet er, sie zu blockieren. „Es ist unglaublich, dass mich mit 32 Jahren so ein 22-jähriges Mädchen so hinters Licht führt“, schreibt er.

Der Autor betont, dass die Beziehung Angst und Misstrauen erzeugt habe. Er erwähnt, dass sie während ihrer Zeit mit anderen Männern über soziale Medien sprach, während er sie seiner Familie vorstellte, was der Auslöser war. „Lieber leide ich ohne sie als das, was ich mit ihr durchgemacht habe“, behauptet er. Er erkennt an, dass emotionale Abhängigkeit mit geringem Selbstwertgefühl zusammenhängt und der Prozess schwieriger ist als erwartet.

Liebeskummer als psychisches Problem, nicht als Schwäche

Der Bericht greift ein Muster auf, das in anderen Beiträgen sichtbar wird: Liebeskummer als psychische Krise. Ein Teilnehmer, der vier Monate keinen Kontakt hatte, gibt zu, dass es Tage gibt, die noch genauso schmerzen wie am ersten. Ein anderer beschreibt, wie eine Trennung teilweise Haarausfall verursachte und wie Fitnessstudio und Arbeit ihm halfen, sich neu aufzubauen. Mehrere sind sich einig, dass Alkohol das Problem verschlimmert und körperliche Aktivität die einzige Zeit ist, in der der Kopf abschaltet.

Der Autor fasst es schonungslos zusammen: „Das sind die einzigen zwei Stunden, in denen mein Kopf aufhört, alles durchzudenken.“ Arbeitslosigkeit, emotionale Abhängigkeit und Alkoholkonsum erscheinen als die drei Faktoren, die eine Trennung zur Krise machen. Der Punkt, an dem die Analyse feststeckt, ist derselbe, an dem der Autor feststeckt: Es gibt keine Abkürzung durch den Schmerz, und er hat den Ausweg noch nicht gefunden.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (102 Antworten).

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