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Dell Optiplex 7070 für 0 Euro: der Preisfehler, der nicht hielt
Ein Dell Optiplex 7070 zum Nulltarif, 663 Stück verfügbar. Manche zahlten nur die Versandkosten per PayPal, bevor die Website die Konfiguration sperrte. Ist das verbindlich?
Dell Optiplex 7070 für null Euro: das unmögliche Angebot, das manche tatsächlich bezahlten
Ein Mini-PC von Dell tauchte mit einem Preis auf, der nicht von dieser Welt schien: null Euro. Der Optiplex 7070 Micro der neunten Generation, in der Basisversion ohne Prozessor, RAM und Speicher, wurde in einem Online-Shop für 0 € angezeigt, mit 663 Stück auf Lager. Die Zahl war kein Trugbild: Die Website ließ den Artikel in den Warenkorb legen und berechnete nur 9,95 Euro Versandkosten. Manche Käufer zögerten nicht und zahlten per PayPal, bevor die Bedingungen geändert wurden.
Die naheliegende Frage war, ob ein solcher Preis ein Fehler oder eine Strategie zur Datensammlung war. Im ersten Fall könnte der Shop die Bestellung unter Berufung auf einen technischen Fehler stornieren; im zweiten hätten die Kunden ein starkes Argument, die Lieferung zu verlangen, da ein öffentliches Angebot zu einem bestimmten Preis als verbindlich gelten kann, wenn es nicht rechtzeitig korrigiert wird. Die übliche Praxis ist, das sei angemerkt, dass Shops vor dem Versand korrigieren und den Betrag zurückerstatten, sofern einer gezahlt wurde.
Die echten Kosten mit Prozessor
Der Schnäppchenpreis, so manche Einschränkung, war doch nicht ganz gratis. Zum Optiplex 7070 muss ein Core i5 der neunten Generation hinzukommen, der im selben Shop für rund 50 Euro erhältlich war; mit eigenem RAM und eigener Festplatte landete das Gerät bei einem unschlagbaren Gesamtpreis. Wer rechnete, verglich den Preis des Barebones mit vergleichbaren Angeboten: 169 Euro für dasselbe Gehäuse ohne CPU, also rund 120 Euro Ersparnis pro Gerät.
Einer derjenigen, die den Versand bezahlt hatten, erklärte, er wolle den Mini-PC in einen Homeserver mit Immich und angeschlossenen Festplatten verwandeln – ein üblicher Einsatz für diese stromsparenden Geräte.
Die Sperre, die danach kam
Die Euphorie währte nur kurz. Beim Konfigurieren des Modells ließ die Seite das Hinzufügen des Prozessors nicht mehr zu. Der Fehler, falls es einer war, wurde offenbar laufend korrigiert. Die bereits aufgegebenen Bestellungen blieben im Niemandsland zwischen Bestätigung und Stornierung.
Am Ende endet die Geschichte, wie solche Geschichten enden: Ein paar Leute haben die Daumen gedrückt bei einer Abbuchung von 10 Euro über PayPal, der Shop hatte mehr als genug Zeit, es zu merken, und der einzige sichere Gewinner ist der, der den Traum von einem Dell zum Preis eines Kaffees verkauft hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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