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Strombegrenzer in Spanien überbrückt: Strafen und Zähler, die es verraten
Das Überbrücken des Strombegrenzers spart rund 46 € pro Jahr, doch der digitale Zähler erkennt die Überschreitung und die Versicherung könnte bei einem Brand die Zahlung verweigern.
Strombegrenzer überbrücken: die Falle, die der digitale Zähler längst verrät
Kann man den Strombegrenzer entfernen und Induktionsherd, Trockner und zwei Heizlüfter gleichzeitig anschließen, ohne dass etwas auslöst? Die kurze Antwort: Es geht, aber es wird immer schwieriger, dass niemand davon erfährt. Der ICP — der vom Netzbetreiber am Anfang der Installation eingebaute Leistungsschalter (Interruptor de Control de Potencia) — unterbricht die Stromversorgung, wenn der Bedarf die vertraglich vereinbarte Leistung übersteigt. Bei 4,4 kW Vertragleistung löst die Grenze bei 20 Ampere aus. Ihn zu überbrücken ist eine alte, billige Praxis, die nach übereinstimmenden technischen Analysen immer sinnloser wird.
Was genau der Begrenzer ist und was er schützt
Der ICP schützt nicht die Hausinstallation. Er schützt den Vertrag. Es ist ein Schalter, der so kalibriert ist, dass er auslöst, wenn die auf der Rechnung angegebene Leistung überschritten wird. Der eigentliche Schutz der Leitungen — die 10-, 16- und 25-Ampere-Leitungsschutzschalter — befindet sich im Inneren und liegt in der Verantwortung des Eigentümers. Beides zu verwechseln ist der häufigste Fehler: Wer den ICP entfernt, lässt das Haus nicht ohne Schutzvorrichtungen zurück, beseitigt aber die Sperre, die einen höheren als den vereinbarten Verbrauch verhindert.
Manche halten den ICP für ein Sicherheitselement und dessen Entfernung für leichtsinnig. Das gegenteilige technische Argument, das kursiert: Ein allgemeiner 25-Ampere-Leitungsschutzschalter vorgeschaltet erfüllt dieselbe Abschaltfunktion, und der ICP dient nur der Abrechnung. Die Diskussion unter Elektrikern ist weiterhin offen.
Analoger Zähler gegen digitaler Zähler: die automatische Denunziation
Hier haben sich die Regeln geändert. Mit einem alten Zähler war das Überbrücken des ICP relativ unauffällig: Das Gerät maß keine Momentanleistung, sondern summierte nur Kilowattstunden. Mit den in großem Stil eingeführten elektronischen Zählern zeichnet das Gerät die abgerufene Leistung auf und überträgt sie über das Stromnetz selbst per PLC zum Konzentrator der Umspannstation. Der Netzbetreiber sieht den Verbrauch nahezu in Echtzeit.
Der digitale Zähler selbst enthält einen integrierten ICP. Den im Haus zu überbrücken bringt nichts: Der draußen löst genauso aus. Und wenn er auslöst, muss kein Techniker kommen. Es genügt, den Hauptschalter auszuschalten, vier bis fünf Sekunden zu warten und ihn wieder einzuschalten. Die Rückstellung erfolgt automatisch.
Was passiert, wenn man erwischt wird: Strafen, Nachzahlungen und die Versicherung
Die am häufigsten genannte Folge ist die Regularisierung: Das Unternehmen erkennt die Überschreitung, verlangt eine höhere Vertragleistung und berechnet die entsprechenden Nachzahlungen. Es gibt belegte konkrete Zuschläge. Ein in der Diskussion erwähnter Fall nennt eine Strafe von rund 20 Euro, weil ein ICP von 3,3 auf 5 Kilowatt umgestellt und im Winter mehr verbraucht worden war.
Die zweite Front ist die Versicherung. Gibt es einen Brand elektrischen Ursprungs und das Gutachten stellt fest, dass der Begrenzer manipuliert war, kann die Versicherung die Zahlung verweigern. Das gilt auch für Schäden am eigenen Gebäude und an den Nachbarn. Dies ist das Argument, das bei den Gegnern der Manipulation am meisten wiegt.
Die realen Kosten einer höheren Vertragleistung
Der Leistungspreis wird pro vertraglichem Kilowatt bezahlt. In der Diskussion ist die Rede von rund 21 Euro pro Jahr und Kilowatt. Der Wechsel von 3,3 auf 5,5 kW kostet etwa 46 Euro pro Jahr. Ein Anbieterwechsel, um die Erhöhung zu beantragen, kann kostenlos sein: Manche haben das getan und nichts gezahlt, obwohl die Monatsrechnung durch den neuen Leistungspreis steigt.
Der Haken beim Überbrücken: Die Ersparnis ist gering, das Risiko unverhältnismäßig. Bei alten Zählern schloss sich das Fenster vor 2018, dem Stichtag für den vollständigen Austausch der Zählerflotte.
Die Frage ist nicht, ob es geht. Sondern ob es sich lohnt, den Versicherungsschutz für 46 Euro pro Jahr zu riskieren. Das muss jeder für sich entscheiden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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