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Defekte Leopard-Panzer in der Ukraine: Interne Fehler und Verschleiß
Die meisten der 18 von Deutschland an die Ukraine gelieferten Leopard 2A6 sind defekt oder nicht funktionsfähig, laut Spiegel wegen interner Fehler.
Leopards erreichen die Ukraine: Viele enden als Schrotthaufen
Als die ersten ukrainischen Besatzungen einen Leopard 2A6 sahen, war sie vor allem von seiner Masse beeindruckt. Riesig, enorm, scheinbar unzerstörbar: Mit dem kommt man bis Moskau, fasst jemand zusammen, der diese Panzer innen und außen kennt. Die Realität sieht anders aus. Die Mehrheit der 18 Leopard 2A6, die Deutschland nach fast einem Jahr Diskussion lieferte, ist heute defekt oder funktioniert gar nicht, wie Sebastian Schäfer, Chef der deutschen Grünen, offenlegte. Die Prämisse ihrer Ankunft – den russischen Vormarsch zu stoppen – wurde nicht erfüllt.
Außen einschüchternd; innen herrscht absolute Klaustrophobie. Wer sie bedient hat, erzählt es so: Der Fahrer quält sich auf seinen Platz, Richtschütze und Kommandant teilen sich einen Minimalraum, nur der Ladeschütze hat Manövrierraum. Viel Romantik verfliegt, sobald die Luke schließt.
Warum fallen die Leopards in der Ukraine aus?
Es gibt keinen einzigen Grund, was die Diagnose erschwert. Zu den Kampfschäden kommt starker Verschleiß durch Fahrten und Schüsse: Die Panzer wurden in einem Tempo genutzt, für das ihre Wartung nicht ausgelegt war. Auch Reparaturen gehen nicht schnell. Die Industriewerkstatt, die viele Reparaturen übernehmen sollte, sitzt in Litauen und hat die nötigen Ersatzteile nicht.
Deutsche Medien berichten zudem, dass die Ukrainer die Panzer anders einsetzen als von westlichen Militärplanern vorgesehen. Übersetzt: Sie wurden für bestimmte Nutzungsbedingungen entwickelt, aber unter völlig anderen Bedingungen eingesetzt.
Die deutsche Kommission, die in Litauen staunte
Das Magazin Spiegel schildert eine aufschlussreiche Episode. Eine deutsche Kommission besuchte das Panzer-Reparaturzentrum in Litauen und war unangenehm überrascht von der Anzahl der Geräte, die aufgrund von internen Fehlern ausfielen, nicht durch Feindbeschuss. Die vom Medium veröffentlichte Schlussfolgerung ist ein Stich: Deutsche Panzer seien für Übungen und Paraden gebaut worden, nicht für echten Kampf.
Das ist übertrieben, deutet aber auf etwas hin, das viele behaupten: Das Problem des Leos in der Ukraine ist nicht seine Qualität, sondern dass er ohne die nötige Infrastruktur eingesetzt wurde.
Ein Panzer für ein anderes Szenario
Hier greift der häufigste Vergleich. Ein Mercedes oder BMW sind exzellente Limousinen, aber niemand käme auf die Idee, mit ihnen im Feld Schafe zu zählen. Der Leopard 2 wurde für NATO-Kampfbedingungen geboren: mittelurbanisierte Länder, reichlich Logistikmittel und hochprofessionelle Besatzungen. An einer Front von hunderten Kilometern mit Schlamm, Kälte und fehlenden Ersatzteilen bricht die Gleichung zusammen.
Ein Teilnehmer fasst es so zusammen: Die westliche Doktrin sah Wellen feindlicher Panzer vor, die von Antitank-Raketen zerstört werden, ähnlich wie Israel im Sechstagekrieg. Sobald der Gegner sich eingräbt, ändern Artilleriefeuer und Drohnen das Drehbuch komplett.
Man sollte daran denken, dass dies kein Neufahrzeug ist. Der Leopard 2 blickt auf mehr als 20 Jahre Geschichte zurück und war immer unter den besten der Welt, sagen Befürworter des Modells. Eine andere Sache ist, ob seine Nutzer das Ökosystem haben, das er verlangt.
Westliche Komplexität vs. sowjetische Einfachheit
Die Analyse geht zur Designphilosophie über. Eine sowjetische PPS-42 tat denselben Dienst wie eine deutsche MP-40, aber erstere hatte zwei bewegliche Teile, letztere sechs, wirft ein Forumsteilnehmer ein. Weniger Teile, weniger Ausfälle, weniger Werkstattstunden.
Im Zweiten Weltkrieg konnte ein Tiger mehrere sowjetische Panzer zerstören, bevor diese in effektive Schussdistanz kamen. Die russische Antwort waren massive, billige Wellen, während die Alliierten auf ein einziges Modell setzten, den Sherman, unterlegen, aber stets einsatzbereit. Dies sei die Lektion, die der Westen zwischen Subunternehmern und Raffinesse vergessen habe, meint ein anderer Teilnehmer.
Ist westliche Bewaffnung nur Marketing?
Einige behaupten, die Leopards seien wie viel westliches Material als Wunderwaffen beworben worden und hätten sich als Schaufensterprodukte erwiesen, bequemer auf einer Messe mit Industrievertretern als im Graben. Dagegen spricht das Argument eines anderen Teilnehmers: Wäre westliches Produkt nur Propaganda, wäre das russische schlimmer, dem ähnliche Fehler zugeschrieben werden.
Der Nuance, die beide Extreme entkräftet, liegt beim Menschen. Eine Besatzung ohne Ausbildung und ohne Ersatzteile kann weder den besten noch den schlechtesten Panzer optimal nutzen.
Sind Panzer im Zeitalter der Drohnen noch nützlich?
Manche erklären den Kampfpanzer für tot. Angesichts der Vielfalt verfügbarer Antitank-Waffen – vom Javelin bis zu Drohnen – ist ein großes, schweres Fahrzeug ein perfektes Ziel, und jeder Soldat mit dem richtigen Werfer kann es sprengen. Andere widersprechen: Infanterie kann bei aktueller Artillerie und Drohnenlage nicht im offenen Feld vorrücken, und ohne gepanzerte Fahrzeuge gibt es keinen Fortschritt.
Was tatsächlich an eine Grenze stößt, ist der Kampfhubschrauber: teuer und immer leichter abzuschießen.
Aber die verwirrende Zahl steht nicht an der Front. Im Thread behauptet ein Teilnehmer, Spanien verfüge über mehr als 300 Leopards und stelle damit das Land mit den meisten Panzern dieses Modells dar. Genau herauszufinden, was versagt, ist längst kein rein ukrainisches Problem mehr.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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