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Debatte über das Gewicht der Rentnerstimmen und die D'Hondt-Methode in Spanien
Ein Forennutzer behauptet, die PSOE würde bei Rentnern die PP-Stimmenzahl verdreifachen, und dass die D'Hondt-Methode das rechte Lager bestraft, selbst wenn die Stimmen zusammen gerechnet werden.
Rentnerstimmen und die Provinzverteilung im Streitgespräch
Im Thread wird vertreten, dass eine breite Mehrheit der Rentner die PSOE wählen würde und dass dieser Block, zusammen mit dem Gewicht der Provinzverteilung, dem rechten Lager keinen Spielraum lässt, selbst wenn die Stimmen zusammenkommen. Nach Ansicht eines Teilnehmers erfassen Umfragen, die nur fragen „Wen würden Sie morgen wählen?", nicht das, was die Urnen wirklich bewegt: die Treue zur früheren Stimme, die Motive und die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, überhaupt zur Wahl zu gehen. Und dort, bei den älteren Wählern, würde die PSOE abräumen.
Der Ausgangspunkt der Diskussion ist deutlich: Die PSOE würde mit 36,8 % der Stimmen gewinnen, die PP käme auf 13,4 % und Vox auf 5,7 %. Übersetzt: Pedro Sánchez würde die Stimmenzahl von Feijóo verdreifachen. Mit rund zehn Millionen Rentnern im Spiel würde dieser Block zum eigentlichen Schiedsrichter jeder Mehrheit.
Warum PP plus Vox nicht reicht
Der technischste Teil der Analyse ist das D'Hondt-Verfahren. Es addiert die Stimmen zweier Parteien nicht vor der Sitzverteilung: Es berechnet ihre Quotienten getrennt. In einer Provinz mit fünf Sitzen, mit der PSOE bei 38 % und einer anderen Linkspartei bei 12 %, ändert sich das Ergebnis je nachdem, wie sich dieselben 50 % des rechten Lagers verteilen. Mit PP bei 35 % und Vox bei 15 % bekommt das rechte Lager drei Sitze. Bei PP und Vox mit je 25 % nur zwei. Dieselbe Gesamtquote, ein Sitz weniger, und dieser Sitz geht an die PSOE, ohne dass sie eine einzige zusätzliche Stimme gewonnen hat.
Bei der vollständigen Berechnung, Provinz für Provinz, wird die Sitzverteilung für den bürgerlichen Block vernichtend. Die gezogene Schlussfolgerung: Nicht das landesweite Gesamtergebnis zählt, sondern die Verteilung der Stimmen in den kleinen Wahlkreisen.
Die Angst des Rentners, seine Rente zu verlieren
Gegen die Erzählung, Rentner wählten aus Trägheit, steht die der Angst. Manche behaupten, Rentner fürchteten, dass ein Regierungswechsel ihre Rente antasten könnte, und deshalb stimmten sie immer gleich. Andere erinnern daran, dass die Reformen, die den Rentenzugang verschärften, von der PSOE beschlossen wurden: Das Gesetz, das das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre anhob, wurde 2011 mit den Stimmen von PSOE und CiU verabschiedet, und das duale Berechnungsmodell über 29 Jahre — mit der Möglichkeit, zwei Jahre zu streichen — kam mit der Koalitionsregierung aus PSOE und Unidas Podemos.
Dieser Kontrast entkräftet das Argument der Interessentreue. Wenn die älteren Wähler wüssten, was mit ihnen geschehen ist, würde die Argumentation nicht tragen. Aber Politik funktioniert nicht mit Bilanzen, sondern mit Erzählungen.
Das Rentensystem, das die Jugend überrollt
Die andere Seite der Debatte ist die Generationenfrage. Es wird argumentiert, dass der Erhalt des aktuellen Umlagesystems eine ganze Generation junger Menschen ruiniert und dass der einzige Ausweg ein Übergang zu einem Kapitaldeckungssystem wäre. Die kursierende Idee: Viele Rentner werden die Tragweite der Lage erst erkennen, wenn ihre Enkel ihnen sagen, dass sie das Land verlassen.
Und da passt die Zahl der Auswanderung. Aus dem Ausland zu lesen, dass die stärkste Kraft die PSOE und die zweitstärkste die PP ist, löst bei dem, der es erlebt, ein Gemisch aus Mitleid und Ekel aus. Die Demografie bricht ein, Spanier werden nicht geboren, und wer geht, kommt nicht zurück. Das System stützt sich auf prekäre Jobs und auf Zuwanderung, die ihrerseits ebenfalls altern wird.
Der 60-jährige Wähler, der zu Vox wechselt
Nicht alles ist ein monolithischer Block. In Gesprächen im Fitnessstudio und in der Bar sprechen 60- und 65-Jährige darüber, Vox wegen Hausbesetzungen und wahrgenommener Unsicherheit zu wählen. Die Soziologie der Rentner ist vielfältiger, als das Klischee vermuten lässt: Zwischen einem Justizbeamten, einem Arzt mit vier Wohnungen und einem Rentner aus dem Bankgewerbe liegt ein Abgrund. Nie haben sie alle als Block gewählt.
Die Prognose mit Vorbehalt: Wenn die PSOE die Älteren zum Regieren braucht, braucht sie sie genauso, um sie nicht anzutasten. Und wenn sie sie antastet, dann mit der Hand, die man nicht sieht. Die Erhöhung des Mindestlohns vor der Wahl und das Versprechen der Rentenanpassung sind Stimmen. Die Kürzungen, falls sie kommen, kommen durch eine andere Tür.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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