De Beers: das Ende des Diamantenmonopols in Sicht?

Kann De Beers die Kontrolle über den Diamantenpreis verlieren? Forumsteilnehmer diskutieren über synthetische Diamanten, Lagerhaltung zur Preisstützung und die Zweifel an der Nachfrage.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

De Beers: das Ende des Diamantenmonopols in Sicht?
De Beers und die These vom Ende des Diamantenmonopols

Diamanten werden nicht mehr als ewiger Wert verkauft. Oder zumindest verhalten sie sich nicht mehr wie der gepanzerte Vermögenswert, den die Werbung ein halbes Jahrhundert lang versprach. Die These, dass De Beers, das Kartell, das jahrzehntelang den Preis für Rohdiamanten festlegte, kippen könnte, ist vorerst Forumspekulation. Spekulation, keine Bestätigung: Hier hat niemand eine Bilanz gesehen.

Warum über das Ende des Diamantenmonopols gesprochen wird

Das Argument ist nicht buchhalterischer, sondern marktbasierter Natur. Wie ein Teilnehmer darlegt, haben die synthetischen Diamanten den Kanal gefüllt und die Fiktion der Knappheit zerstört. Laut demselben Kommentar müssten die Steine markiert werden, um natürliche zu unterscheiden. Dazu kommt eine alte Diskrepanz: Vergleicht man die jährliche Förderung mit den Verkäufen, so würde die Lücke, wie ein anderer Foristen erklärt, durch Lagerhaltung zur Preisstützung erklärt. Ein weiterer Teilnehmer fügt hinzu, dass das Unternehmen seit Jahren nicht mehr in der Lage war, die Produktion Dritter aufzukaufen.

1945 und die UdSSR: die genannten Präzedenzfälle

Es wäre nicht das erste Mal, dass das Kartell wankt. Ein Forist verortet 1945 die erste amerikanische Antimonopolklage. Und in den siebziger oder achtziger Jahren, erzählt ein anderer Teilnehmer, als die UdSSR eine große Mine in Betrieb nahm und ihre Produktion abzusetzen versuchte, war die Antwort, den Markt mit den gelagerten Beständen zu fluten und den Preis abstürzen zu lassen; nach der Wiederherstellung der Kontrolle kehrte die Knappheit zurück und der Preis stieg. Das Drehbuch ist bekannt und seit Jahrzehnten geschrieben: Die Werbung A Diamond Is Forever existiert, wie ein dritter Forist berichtet, neben einem Wiederverkauf, der kaum einen Bruchteil des gezahlten Preises zurückbringt.

Wer kauft heute einen Ring für 20.000 Euro?

Das wackelige Bein ist in dieser Lesart die Nachfrage. Wie ein Teilnehmer anführt, ist es bei der Hälfte aller Ehen, die in der Scheidung enden, kein gesellschaftlicher Brauch mehr, 20.000 Euro für einen Ring auszugeben, sondern eine riskante Position in einem illiquiden Vermögenswert. Der Konsum sinkt nicht nur aus Romantikgründen: Er sinkt, so das Argument, weil der Käufer bereits weiß, was er beim Wiederverkauf bekommt. Dem hält ein anderer Forist entgegen, dass die Eigentümer von De Beers Interessen in einem ganzen Land voller Mineralressourcen haben, sodass eine formale Pleite nicht dem Ausstieg aus dem Geschäft gleichkäme. Und es sei gesagt: Mehrere Kommentare drifteten zu identitätsbezogenen Zuschreibungen darüber, wer die Fäden zieht – feindselige Meinungen, die keine Daten stützen.



Wenn das Synthetische weiter im Preis fällt und die Hochzeitsnachfrage sich nicht erholt, ist ein immer engeres, nischigeres und stärker von Luxussteinen abhängiges Monopol die vernünftige Annahme. Ob das in einer Pleite oder einer Umwandlung in etwas anderes endet, ist ein anderes Kapitel. Und gegen dieses Kartell zu wetten war noch nie billig.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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