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Daytrading: 82 % verlieren Geld, das einzige sichere Geschäft ist der Kurs
82 % der Daytrader verlieren Geld, dauerhaft Gewinner sind weniger als 5 %. Das eigentliche Geschäft beim Intraday-Handel steckt in den Kursen.
Wer beim Daytrading wirklich Geld verdient, verkauft den Kurs
Kann man vom Daytrading leben? Die kurze Antwort: Ja, aber fast nie durch Intraday-Käufe und -Verkäufe. Die lange Antwort beginnt mit einer Zahl, die alles verändert: 82 % derjenigen, die auf sehr kurzer Frist handeln, verlieren am Ende Geld, so die Daten, die verfügbar waren, als diese Frage auf den Tisch kam. 77 % laut der anderen großen Referenz. Es gibt natürlich Gewinner. Die Ironie ist: Wer den Zahlen nach zu urteilen dauerhaft gewinnt, verkauft den Kurs, statt vor dem Mittagessen Positionen zu eröffnen und zu schließen.
Die Daten gegen den Mythos: zwischen 77 % und 82 % verlieren
Die verfügbare Literatur war vernichtend. Eine Studie der North American Securities Administrators, die Forbes zitierte, bezifferte den Anteil der Daytrader mit Verlusten auf 77 %; Bloomberg BusinessWeek hob die Zahl auf 82 % an. Noch präziser war die Analyse von 66.400 Wall-Street-Konten durch die Universitäten von Taipeh und Kalifornien: Ihr vereinfachtes Fazit lautet, je mehr gehandelt wird, desto weniger wird verdient. Und der Anteil der Daytrader mit soliden, über Jahre gehaltenen Gewinnen – nicht nur einer Glückssträhne – wurde auf unter 5 % geschätzt.
Der Grund liegt nicht schwer. Jede Transaktion kostet Gebühren, das kurzfristige Rauschen dominiert das Signal, und die Lernkurve wird mit echtem Kapital bezahlt. Wer es versucht, zahlt; wer dranbleibt, zahlt mehr.
Wer wirklich gewinnt: Broker, Algorithmen und einige ernsthafte Gewerbe
Die Liste der tatsächlichen Gewinner ist kurz und sieht ganz anders aus als das Bild des Traders im Jogginganzug. Da sind die Broker, die bei jeder Ausführung kassieren. Da sind die Hochfrequenzfonds, die laut den damaligen Daten rund 80 % der Marktaufträge ausführten. Und da sind die Firmen mit einem ETF-Arbitragegeschäft wie Jane Street, die Differenzen zwischen dem Wert des Aktienkorbs und dem ETF selbst ausnutzen – mit einem strukturellen Vorteil, den kein Privater von zu Hause nachbilden kann.
Unter den Privatanlegern, die es tatsächlich davon schafften, zu leben, ähnelten die kursierenden Fälle keinem Schnellkurs: Ein Händler mit Positionen von 60.000–70.000 Euro im IBEX von 2007 schaffte 80–100 Euro am Tag, rund 1.000 Euro netto im Monat, und beschrieb den Papierkram mit dem spanischen Finanzamt als unverhältnismäßiges Chaos. Ein anderer, gehärtet in einem Hedgefonds, nutzte Ineffizienzen bei Strom-Futures, indem er Wetterdaten kaufte, um die tägliche Auktion einzuschätzen. Handwerkliche Arbeit, kein Wundertrick.
Das Geschäft liegt nicht auf dem Bildschirm: Es liegt im Kurs
Unter denen, die es durchlaufen haben, herrscht ein unbequemer Konsens: Das schnelle Geld beim Daytrading verdient man nicht durch Handeln, sondern indem man anderen das Handeln beibringt. Kurse, Signale und Konferenzen sind für viele "Trader" die verlässlichste Quelle wiederkehrender Einnahmen. Der Witz, der kursierte, war vernichtend: "Ich kenne einen, der mit Daytrading eine Million gemacht hat; er hat mit zwei angefangen." Eine Art zu sagen, dass sich bei ausreichend Kapital die Intraday-Rendite weder Zeit noch Risiko rechtfertigt.
Langfristig scheint die Alternative keiner Verteidigung zu bedürfen: In Indizes investieren und den Zinseszins arbeiten lassen bleibt für 95 % der Menschen rentabler und mit weit weniger Leid verbunden. Wer unbedingt die Ineffizienz einer Minute jagt, tritt gegen Maschinen an, deren Datenzugang tausende Euro im Monat kostet. Manche gewinnen. Wer zwei Millionen hat, dem fehlt vielleicht nicht der Mut, es zu versuchen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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