Das Konklave von 2005 und die Schatten des Papsttums: Wer zieht die Fäden?

Papst Franziskus' Buch enthüllt, dass er 2005 der Blockadekandidat war. Theorien über Soros-Einflüsse, die Pecorelli-Liste und das historische Muster des Papsttums.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Konklave von 2005 und die Schatten des Papsttums

Papst Franziskus hat mit einer Enthüllung über das Konklave von 2005 geschwiegenes Schweigen gebrochen, die niemanden überrascht, der die Vatikanische Geschichte verfolgt: seine Rolle als Blockadekandidat, um die Wahl von Benedikt XVI. zu verhindern. In seinem Interviewbuch «Der Nachfolger» bestätigt Franziskus, dass er der zweitmeistgewählte Kardinal war, seine Stimmen jedoch dazu dienten, die Wahl zu blockieren und einen italienischen Papst zu installieren. Die offizielle Version verschweigt jedoch ein Geflecht äußerer Einflüsse, das die päpstlichen Übergänge seit Jahrzehnten geprägt hat.

Die Enthüllung zum Konklave von 2005

Am 19. April 2005 schlossen sich die Kardinäle nach dem Tod von Johannes Paul II. in der Sixtinischen Kapelle ein. Laut Franziskus bat er seine Wähler, Ratzinger zu unterstützen, um die Wahl zu entblocken. Doch der Bericht widerspricht der Erfahrung derjenigen, die die Person kennen: Es sei nicht glaubwürdig, dass ein Ambitionierter wie Bergoglio zurücktrat, um einem anderen den Weg zu freimachen, so ein Teil der Analyse. Die Manöver zielte in Wirklichkeit darauf ab, zu verhindern, dass ein konservativer Kandidat den Stuhl Petri besetzte.

Theorien über äußere Einflüsse: Soros und der «katholische Frühling»

Die Diskussion geht über interne Intrigen hinaus. Nach den WikiLeaks-Papieren und den Podesta-E-Mails von 2016 hat sich die These einer von George Soros, Barack Obama und Hillary Clinton orchestrierten Operation verdichtet, um den Rücktritt Benedikts XVI. zu erzwingen und einen «katholischen Frühling» zu fördern. Auf die Präsenz des Soros-Umfelds im Vatikan nach der Wahl Franziskus' wurde hingewiesen, mit Figuren wie Bischof Marcelo Sánchez Sorondo an der Spitze der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, die zur Plattform der UN-Agenda und der SDGs wurde.

Der Schatten der Freimaurerei: die Pecorelli-Liste

Der Journalist Mino Pecorelli, 1979 ermordet, veröffentlichte 1978 eine Liste freimaurerischer Kardinäle mit Decknamen. Die Loge Propaganda 2 (P2), kontrolliert von Licio Gelli, soll seit den 1960er Jahren die Kirchenspitze infiltriert haben. Im Thread werden Dutzende Prälaten mit Einweihungsdaten genannt, von Kardinälen wie Suenens bis zu untergeordneten Bischöfen. Die Verbindung zur Banco Ambrosiano, der Mord an Johannes Paul I. und der Zusammenbruch der Vatikanbank deuten auf ein Machtgeflecht hin, das weit von den evangelischen Werten entfernt ist.

Das historische Muster: Papsttum und Imperium

Die Beziehung zwischen weltlicher und geistlicher Macht ist nichts Neues. Seit dem Mittelalter tanzen die «Sonne» des Papsttums und der «Mond» des Imperiums zusammen. Im 20. Jahrhundert beendete die Allianz Reagan–Johannes Paul II. den Kommunismus; dann folgten Bush–Ratzinger und Obama–Franziskus. Die Ausnahme war Jimmy Carter mit Johannes Paul I. und II. Jetzt, da Trump wieder am Horizont erscheint, sehen manche eine mögliche konservative Wende im nächsten Konklave. Die Kirche scheint den geopolitischen Moden der Vereinigten Staaten zu folgen, ihrer «amerikanischen Ära».

Da Franziskus' Gesundheit fragil ist und das Nachfolgekonklave am Horizont liegt, bleibt die Frage in der Luft, ob der nächste Papst das Ergebnis göttlicher Fügung oder der Ingenieurskunst der Schatten sein wird. Die Geschichte, mit ihren Leichen und geheimen Listen, deutet darauf hin, dass die Manöver hinter den Kulissen aktiver sein werden als je zuvor.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (61 Antworten).

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