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Das Haus für 300.000 Euro, das wegen des Partners verpasst wurde
Ein Haus in Madrid für 300.000 Euro, das heute 700.000 Euro wert wäre: die Geschichte von jemandem, der es nicht kaufte, weil sich der Partner weigerte, zur Hälfte zu unterschreiben
Das Haus für 300.000 Euro, das wegen des Partners verpasst wurde
Die Szene wiederholt sich bei jedem Sonntagsessen: Der eine erzählt vom Schnäppchen, das er hat entgleiten lassen, der andere nickt mit abwesendem Blick. In diesem Fall war das Schnäppchen ein 250 Quadratmeter großes Haus mit 1.100 Quadratmetern Garten am Rand von Madrid, renovierungsbedürftig, für 300.000 Euro. Wir schrieben 2021 —oder 2022, der Autor der Geschichte ist sich bei den Daten unsicher— und das Geschäft erforderte zwei Gehälter: seines und das eines Partners, der mehr als 3.000 Euro im Monat verdiente. Die Rate hätte bei etwa 500 Euro pro Kopf gelegen. Sie sagte nein. Und das Nein wiegt fünf Jahre später wie ein Stein.
Das Problem war nicht der Preis, sondern die Aufteilung
Die finanzielle Ausgangslage war einfach, und die Geschichte führt sie aus: eine bereits abbezahlte Wohnung mit winziger Rate, eine Anzahlung von 20 Prozent plus Nebenkosten, die er allein kaum aufbringen konnte, und ein fester Partner, der sich weigerte zu unterschreiben. Die Ablehnung lag nicht an den Zahlen. Sie kam von einem Satz, den der Autor fast wörtlich wiedergibt: Sie wollte zuerst etwas für sich allein. Damit brach die Logik des Immobilienkaufs zusammen, denn bei einem gemeinsamen Kauf zählt das Objekt weniger als das Vertrauen, dass niemand mit der Urkunde im Gepäck das Weite sucht.
Das Angebot ging so weit, dass er sich bereit erklärte, mehr als seine Hälfte zu zahlen, bei 50-prozentigem Eigentum, und die Instandhaltungskosten zu übernehmen. Auch das fruchtete nicht. Die Aufteilung war übrigens ein starkes Argument: rund 140 Quadratmeter Nutzfläche, zwei Terrassen mit Aussicht und ein Erdgeschoss mit Abstellraum und Heizkesseln. Dazu kam damals noch eine Förderung für Solaranlagen und Wärmepumpen.
Was dasselbe Haus heute kosten würde
Die Rechnung, die wehtut, ist nicht die der Hypothek, sondern die der nie kassierten Wertsteigerung. Laut der Geschichte selbst wäre diese Immobilie heute rund 700.000 Euro wert, gegenüber 300.000 Euro damals. Mehr als das Doppelte. Dazu kommen vier oder fünf Jahre eines besseren Lebens, die nach seiner These in einem Haus mit Garten statt in einer Wohnung verbracht worden wären.
Manche dämpfen die Begeisterung mit dem Kleingedruckten: Zu den 300.000 Euro kommen Steuern, Hypothekenzinsen —die Geschichte spricht von rund 120.000 Euro— und eine Sanierung, deren Kosten sich niemand schriftlich zu geben traut. Das Ergebnis, so dieses Lager, wäre am Ende nicht so günstig gewesen, wie es aus der Distanz erscheint.
Die Mehrheitsmeinung: nicht zur Hälfte kaufen
Die vorherrschende Meinung in der Diskussion spendet dem Autor keinen Trost. Sie sagt ihm, in unterschiedlichen Worten, dass er Glück gehabt hat. Das Argument stützt sich auf eine Besonderheit des spanischen Kontexts: Wer zu je 50 Prozent mit einem unverheirateten Partner eine Immobilie kauft, ist beim Scheitern der Beziehung schutzlos, und die Teilung verläuft nicht immer friedlich. Mehrere Kommentare gehen weiter und behaupten, er hätte das Haus heute auch dann nicht, wenn sie gemeinsam gekauft hätten.
Dagegen steht die Selbstkritik: Wenn sie nicht wollte, war die Lösung, allein zu kaufen oder die Wohnung zu verkaufen. Der Autor antwortet, er habe das Bargeld für Anzahlung und Kosten nicht gehabt, und ohne das zweite Gehalt hätte die Bank nicht unterschrieben. Eine Sackgasse, die die Geschichte zu etwas Unangenehmerem macht als einem simplen Paarstreit.
Survivorship-Bias und der Zug, der nicht mehr kommt
Die conversation verlagert sich auf allgemeineres Terrain: das Gefühl, dass jeder, der im letzten Jahrzehnt keine Immobilie kaufte, für immer vom Markt ausgeschlossen blieb. Angeführt werden Fälle von Bitcoins, die für 300 Euro verkauft wurden, von Wohnungen in Arroyomolinos für 150.000 Euro, bevor das Einkaufszentrum der Gegend gebaut wurde, von Geschäften, die heute offensichtlich wirken und damals nicht so waren. Das Fazit, das immer wieder fällt: Die Vergangenheit mit den Preisen der Gegenwart zu bewerten, ist Schummelei.
Trotzdem findet der Autor keinen Trost. Er geht manchmal am Haus vorbei und sieht ein glückliches Paar darin. Und genau in diesem Detail liegt der Unterschied zwischen einer schlechten finanziellen Rechnung und einem Leben, das man sich ausmalt, aber nicht lebt.
Die verblüffende Zahl: die Rate von 500 Euro monatlich pro Kopf, die er 2021 berechnete, liegt heute unter dem, was in vielen Vierteln Madrids für ein Zimmer gezahlt wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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