CUP verbrennt Porträts von Silvia Orriola im katalanischen Wahlkampf

Die Verbrennung von Porträts der Silvia Orriola durch die CUP löst die Debatte über die katalanische Unabhängigkeitsbewegung und ihre Wahlängsten neu aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

CUP steckt Foto von Silvia Orriola in Brand und verrät ihre Wahlpanik

Das Verbrennen des Bildes einer Kandidatin mit realen Gewinnchancen bei den katalanischen Wahlen ist die jüngste Geste der CUP gegen Silvia Orriola, eine Figur, die nach Analyse ihrer Anhänger den parteiübergreifenden spanischen Nationalismus verkörpert, den die Unabhängigkeitsbewegung nicht anzugreifen weiß. Die Episode, die in sozialen Medien kursiert, hat die Debatte über die Methoden der antikapitalistischen Partei und über die tatsächliche Reichweite von Orriolas politischer Option neu entfacht.

Identität und Symbol: das perfekte Ziel

Die Kandidatin, deren Laufbahn manche als "super-spanisch" mit der Fähigkeit beschreiben, sogar die Moncloa (Amtssitz des spanischen Ministerpräsidenten) zu gewinnen, ist zum Lieblingsziel eines Teils der radikalen Linken in Katalonien geworden. Das Verbrennen von Porträts, ein Klassiker des symbolischen Protests, erhält hier eine andere Dimension: Der Schlag richtet sich gegen eine weibliche Figur, die anders als andere Führungsfiguren nicht in der Dichotomie Katalonien-Spanien gefangen werden kann.

  • Das kursierende Foto, das Orriola in der Haltung zeigt, ein Objekt zu werfen, ist Gegenstand von Memes und Parodien geworden, die die Aktion lächerlich machen.
  • Der Spitzname "Papis", der auf die CUP angewendet wird, unterstreicht den Widerspruch einer antietablierten Partei mit Praktiken, die nach Privileg riechen.

Die Theorie der großen Manöver

Eine Strömung vertritt die Auffassung, dass Vorfälle wie dieser Teil eines größeren Spielfelds sind: Nach dieser Lesart wird die Unzufriedenheit der Bürger in eine kontrollierte Opposition gelenkt, und Orriola wäre keine Ausnahme. Daher sehen manche hinter der Verbrennung eine interessierte Provokation, allerdings ohne Belege. Das bis zum Überdruss wiederholte Argument macht am Ende jede Möglichkeit echter Veränderung zunichte.

Und jetzt: die sich durchsetzende Erzählung

Die Geste der CUP wird wahrscheinlich den gegenteiligen Effekt erzielen: Sie stärkt Orriolas Image als etwas Neues inmitten des Lärms. Wenn die Umfragen recht behalten, wird die Unabhängigkeitspartei mit einer unbequemen Rivalin zusammenleben müssen – und zwar nicht durch das Verbrennen von Papier. Die bleibende Frage ist, ob eine Strategie, die auf so plumper Provokation basiert, ein ernsthaftes politisches Projekt tragen kann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).

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