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Coca-Cola gegen Wein: der Geschmackskampf, der den Tisch spaltet
Coca-Cola gegen Wein: eine Debatte über Geschmack, Zucker und Preis. Ein Forennutzer behauptet, niemand mit einem ehrlichen Gaumen würde Wein trinken, wenn eine Coca-Cola griffbereit ist.
Coca-Cola oder Wein: das Duell, das am Tisch keiner gewinnt
Ein Industrielimonade gegen eine 500-Euro-Flasche. Das ist die Provokation, die das Feuer eröffnet: die Behauptung, niemand mit einem ehrlichen Gaumen würde Wein trinken, wenn eine Coca-Cola zur Hand ist, und wer das bestreitet, sei entweder ein Hochstapler, der erwachsen wirken will, jemand ohne Geschmackssinn oder schlicht ein Betrunkener, dem der Geschmack egal ist. Die These lässt keine Nuancen zu, und genau deshalb wirkt sie als Zündfunke. Von da an spaltet sich das Gespräch in zwei Gräben, die sich seit Jahren misstrauisch beäugen: der des billigen, sofortigen Vergnügens und der des teuren Rituals, das mehr als nur Geschmack verspricht.
Das Gaumen-Argument und der Preis pro Liter
Die Verteidigung der Limonade stützt sich auf zwei Säulen. Die erste ist der Geschmack: Für diese Fraktion ist Wein ein Gebräu, das man nur aus sozialer Gewohnheit toleriert, und Alkohol im Allgemeinen würde man freiwillig nicht trinken, wenn die Branche nicht die menschliche Elend ausbeuten würde. Die zweite ist der Preis. Gegen die erwähnte 500-Euro-Flasche erscheint die Limonade als die rationale Option. Manche gehen weiter und behaupten, fermentierter Traubensaft sei eben genau das: Saft mit Alkohol, und die Preishierarchie sei reines Theater.
Der Gegenangriff kommt über die Chemie. Der Limonade wird vorgeworfen, Zuckerwasser mit Zusatzstoffen zu sein, Tonnen von Zucker zu verstecken, wenn sie keine Süßstoffe enthält, und schon im Kindesalter Abhängigkeit zu erzeugen. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: Die Standardversion enthält keine Süßstoffe, nur die Light- und Zero-Varianten. Und die Feinheit zum Zucker wird mit einem Grinsen verteidigt: Zucker ist das eine, künstliche Süßstoffe das andere.
Warum schmeckt Wein aus dem Glas besser als aus der Dose?
Das Gespräch verlagert sich zum Behälter, und dort herrscht unerwarteter Konsens. Die Limonade schmeckt aus dem Glas besser als aus der Dose, und aus der Dose besser als aus der Plastikflasche. Niemand bestreitet diese Reihenfolge. Es ist die einzige Waffenruhe des gesamten Austauschs, und sie erinnert daran, dass der Geschmack auch vom Gefäß abhängt, nicht nur von der Rezeptur.
Die andere Waffenruhe kommt aus der Geschichte. Man erinnert daran, dass Griechen und Römer den Wein mit Wasser verdünnten, ihn erwärmten und mit Honig und Gewürzen verfeinerten, sodass das Ergebnis eher einem sommerlichen Schorle glich als dem dunklen Tropfen, der heute im Glas serviert wird. Die implizite Schlussfolgerung: Der Geschmack für reinen Wein ist ein junges Konstrukt, keine natürliche Wahrheit.
Der Süßstoff, der die Limonade der Achtziger veränderte
Es gibt eine übergreifende Klage, die keine Lager kennt: Die heutige Rezeptur schmeckt nicht mehr wie die der Achtziger. Seit Süßstoffe eingeführt wurden, wird das Produkt als widerlich beschrieben. Es ist die Erkenntnis, dass sich der Streitgegenstand unter den Füßen aller verändert hat und dass das Diskutieren über einen Geschmack, der nicht mehr existiert, Nostalgie ist, verkleidet als Analyse.
Den Schlusspunkt setzt die Zahl, die alles durcheinanderbringt. Während darüber gestritten wird, ob Limonade oder Wein, taucht die medizinische Empfehlung eines Glases zu jeder Mahlzeit auf, und die Antwort lautet: Wein sei eben nichts anderes als fermentierter Traubensaft. Niemand gewinnt. Aber die Limonade verspricht wenigstens keine Euphorie.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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