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Medikamente eines Verstorbenen bei Wallapop zu verkaufen, ist illegal
Die Auktion der Medikamente eines Verstorbenen bei Wallapop ist nicht legal: Das Inserat verstößt gegen das Verbot des Arzneimittelverkaufs und wirft ein Licht auf den Missbrauch von Benzodiazepinen.
Die Medikamente eines Verstorbenen werden weder verkauft noch versteigert
Was macht man mit den halb leeren Blisterpackungen eines Menschen, der gerade gestorben ist? Die Antwort, die in einem aktuellen Gespräch kursiert, ist nicht die vernünftige: Die Familie des Verstorbenen kündigte an, sie wolle eine gewaltige Menge seiner Medikamente bei Wallapop einstellen und versteigern. Die Leiche war dem Bericht des Meldenden zufolge auf dem Boden der Wohnung gefunden worden, bedeckt mit Urin und Erbrochenem. Dieselbe Nachricht, die ein Leben beendet, öffnet unbeabsichtigt eine wenig glamouröse Frage der öffentlichen Gesundheit: Was liegt im Medikamentenschrank des Verstorbenen?
Darf man die Medikamente eines Verstorbenen bei Wallapop verkaufen?
Nein. Die Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel ist autorisierten Kanälen vorbehalten, und Gebrauchtplattformen schließen Medikamente von den zulässigen Artikeln aus. Nichts davon hindert das Inserat, als liquidierbare Erbschaft dahinzukommen, und dort beginnt das Problem. Wer eine geöffnete Packung kauft, weiß nicht, was er kauft: keine Garantie auf ordnungsgemäße Lagerung, keine Kühlkette, keine Möglichkeit zu prüfen, ob die Schachtel enthält, was sie verspricht. Die Auktion ist am Ende das Geringste.
Zwei Monate Lorazepam in einer Woche
Dasselbe Gespräch liefert die andere Hälfte der Geschichte, und die hat nichts mit Weiterverkauf zu tun. Jemand erzählt, er habe Freunden erklärt, er habe in einer Woche die „Loras“ von zwei Monaten geschluckt; „Loras“ ist Lorazepam, ein Anxiolytikum aus der Gruppe der Benzodiazepine. Die Angabe wird nicht als Gesundheitsproblem präsentiert, sondern als Zahl für den Smalltalk am Tisch. Und sie beschreibt genau das Muster, das eine kurzfristige Behandlung in eine Abhängigkeit verwandelt: steigende Dosen, kürzere Abstände, Reserven, die sich leeren. Bei Benzodiazepinen ist ein Entzug ohne ärztliche Begleitung genauso schlechte Idee wie der Übermaßkonsum.
Die Medikamentenschublade als Graumarkt
Das Geschäft, das niemand prüft, liegt zu Hause. Eine andere Nachricht macht sich über Pueblerino voller PrEP-Tabletten lustig – der Präexpositionsprophylaxe gegen HIV –, um das Ausmaß der unkontrolliert angesammelten Arzneimittel zu veranschaulichen. Hinter dem Witz steckt etwas Nüchternes: Dauertherapien, angebrochene Packungen, Rezepte, die verlängert werden, obwohl die Schachteln sich stapeln. Niemand erfasst diesen Haushaltsvorrat, und deshalb stellt ihn auch niemand in Frage. Der vernünftige Weg für Reste sind die Sammelstellen in den Apotheken; Weiterverkauf und Abfluss sind die beiden schlechtesten Optionen.
Vom Todesfall zum Witz in drei Nachrichten
Das Gespräch springt innerhalb weniger Zeilen vom leblosen Körper zum Scherz. Das passiert in jeder Kneipe: der schwarze Humor als erste Schicht der Trauer, die Erde sei dir leicht, und weiter im Alltag. Der Witz verdeckt jedoch die einzige praktische Entscheidung, die noch ansteht und die noch niemand getroffen hat: Was geschieht mit den Medikamenten, die der Verstorbene halb hinterlassen hat? Während darüber gestritten wird, ob sie versteigert werden, bleiben die rechtliche und die gesundheitliche Frage ohne Zuständigen.
Am Ende wäre der einträglichste Schritt der, den niemand machen wird: die Schublade zu inventarisieren, bevor entschieden wird, was behalten, was zur Apotheke gebracht und was auf einer Plattform angeboten wird, die es ohnehin nicht zulassen wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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