China meldet 336 US-Biolabore, darunter 26 in der Ukraine

Peking zählt 336 US-Biologielabore in 30 Ländern, 26 davon in der Ukraine. Analyse der russischen Erzählung zur Sonderoperation Z.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sonderoperation Z: 26 Biolabore und der Kampf um die Narrative

Russland griff die Ukraine nicht wegen biologischer Labore an. Dieser oft wiederholte Satz verdeckt den Kern eines Themas, das seit Beginn des russischen Militäreinsatzes ständig wächst: Existieren diese Anlagen wirklich, wer finanziert sie, und warum hat Washington ihre Dokumente von der Website entfernt? Das Folgende ist keine offizielle Erklärung einer Regierung, sondern ein paralleles Dossier, das abseits der großen Medien zusammengestellt wurde und überprüfbare Daten mit Interpretationen mischt, die zumindest plausibel klingen.

Die 336 US-Biolabore und die 26 in der Ukraine

Das chinesische Außenministerium nannte konkrete Zahlen: 336 US-amerikanische Biologielabore verteilt auf 30 Länder, von denen sich 26 in der Ukraine befinden sollen. Dies ist keine Schätzung eines Bloggers, sondern eine offizielle Regierungsangabe. Ab hier ordnet sich die Dokumentenspur von selbst. Die US-Botschaft in Kiew entfernte die PDFs des Programms zur Reduzierung biologischer Bedrohungen; das Problem ist jedoch, dass sie — und tun dies weiterhin — nur einen Klick im Wayback Machine-Archiv entfernt sind. Dieses Netzwerk wird laut gesammelten Materialien mit EcoHealth Alliance in Verbindung gebracht, einer Organisation, die während der Pandemie eng mit dem Gesundheitsberater des Weißen Hauses zusammenarbeitete.

Man darf nicht vergessen, dass diese Kooperation nicht neu ist: Im August 2005 unterzeichneten Washington und Kiew ein Abkommen zur Stärkung der Sicherheit von Einrichtungen, in denen gefährliche Mikroben wie Milzbrand oder Tularämie gelagert werden. Ein defensives Programm? Möglich. Aber auch eine unerschöpfliche Quelle für rhetorische Munition? Zweifellos.

Der Papst, die NATO und der bellende Nachbar

Papst Franziskus schürte die Debatte, indem er darauf hinwies, dass die NATO schon lange „an Russlands Tür bellte“. Diese Aussage, eher typisch für geopolitische Analysen als für Predigten, wird durch unbequeme Fakten gestützt: Die Ausweitung des Bündnisses seit 1949 bildet einen Ring, der sich immer enger um Moskau schließt. Dies ist die These, die Teile der alternativen Analyse stützen.

Eine andere Lesart weist auf Israel hin, dessen Entsetzen über ultranationalistische Strömungen innerhalb der ukrainischen Militärstruktur von einigen Analysten thematisiert wurde. Die 14.000 in acht Jahren getöteten Ukrainer – eine Zahl, die dem Analysten Thierry Meyssan zugeschrieben wird – tauchen in dieser Erzählung als eine der Ursachen für die Intervention auf. Man muss dies als das nehmen, was es ist: eine Anklage ohne Gerichtsurteil.

Sabotageakte ohne Unterschrift: Kertsch und Nord Stream

Es wird behauptet, die angelsächsischen Mächte hätten eine weitere russische Brücke auf der Krim sabotiert und posierten damit in sozialen Medien. Die Urheberschaft ist nicht bewiesen. Angesichts der Videos schließen einige Beobachter konventionellen Sprengstoff aus und vermuten gerichtete Energiewaffen: Die Funkenbildung, so argumentieren sie, passe nicht dazu. Parallel dazu verbreitete Gazprom Fotos eines NATO-U-Boot-Drohnenmodells Seafox, das 2015 neben Nord Stream 1 gefunden wurde, undetoniert – ein früherer Versuch, der als Verlust bei Manövern archiviert wurde. Russland soll forensische Daten gesammelt haben, die den Sabotageakt an den Pipelines Großbritannien zuschreiben, mit vorheriger Warnung an Washington. Nichts davon ist schlüssig. Aber die Perlenkette gesprengter Infrastruktur bietet bereits mehr Hinweise als Erklärungen.

Die 'schmutzige Bombe' und zwei Millionen Jodtabletten

Im Oktober folgte das angespannteste Kapitel. Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu teilte seinem britischen Amtskollegen mit, Kiew bereite die Detonation einer „schmutzigen Bombe“ als False-Flag-Angriff vor. Das russische Verteidigungsministerium erstellte sogar eine Karte: Die radioaktive Kontamination würde Polen erreichen und sich bis zu 1.500 Kilometer ausbreiten. Der Alarm bestätigte sich nicht.

Auffällig war fast mehr noch als die Warnung die Symmetrie. Das spanische Verteidigungsministerium produziert über sein Militärisches Apothekenzentrum – auftragsgemäß vom Innenministerium – eine Charge von 2,3 Millionen Kaliumjodid-Tabletten für die Lager des Zivilschutzes. Sie sollen verhindern, dass der Körper nach einem Unfall oder einer nuklearen Detonation radioaktives Jod aufnimmt. Wenn jemand die Bevölkerung beruhigen wollte, sah es danach jedenfalls nicht aus.

Vom realen Krieg zum Informationskrieg

Keine Kampagne hält heute ohne Imageapparat stand. Die 4. Brigade für Psychologische Operationen der US-Armee veröffentlichte eine Botschaft mit einem Satz, der Bücher überflüssig macht: „Jeder ist eine Bühne.“ Die auf Cyber-Operationen spezialisierte 780. Brigade für militärische Aufklärung wird mit derselben Erzählung in Verbindung gebracht; die Botschaft des 1st Special Forces Command richtete sich direkt an den Zuschauer: „Wir glauben an Geister, und du?“ Es ist kein Zufall, dass die Erzählung der Sonderoperation Z mit chiffrierten Codes durchsetzt ist, wo ein Z für 26 steht (dem Wert von GOD) und eine Referenznummer zur Verheißung wird.

Für diese numerologische Subkultur, mit Jargons aus früheren Leaks und Nachrichten, die mit „We are WITH YOU“ beginnen, ist weniger das Datum als vielmehr die Veröffentlichungszeit entscheidend. Hier gewinnt nicht derjenige, der recht hat, sondern derjenige, der zuerst postet.

Asowstal, Kinder und die menschliche Rechnung

Und dann ist da noch das Terrain, wo Zahlen aufhören, Publikationen zu sein, und zu Menschen werden. Die Evakuierung aus Asowstal rettete laut russischem Verteidigungsministerium 50 Zivilisten, elf davon Kinder. Die ukrainische Seite sprach von Tunneln und Gefangenenaustausch, je nach widersprüchlichen Berichten. Mitten drin ruhte das mediale Spektakel nicht: Bono sang in der U-Bahn von Kiew, die First Lady der USA besuchte das Land zum Muttertag, der kanadische Premierminister tauchte überraschend in der Ukraine auf. Der Krieg wird zur Bühne und die Bühne zum Argument. Selbst der Schwarzmarkt hat seinen Witz: Jemand bot IMARS-Raketenwerfer „neu oder gebraucht“ an und bat darum, zur Mittagszeit nach einem bestimmten Namen zu fragen.

Nichts davon schließt die Sache ab. Die 26 Biolabore werden in der Luft hängen bleiben, bis eine unabhängige Inspektion sie öffnet, was nicht unmittelbar bevorsteht. Wahrscheinlich – und dies ist der Teil, den wir mit Vorbehalt betrachten – wird der Konflikt weniger auf dem Schlachtfeld entschieden als durch die Fähigkeit jeder Seite, ihre Version durchzusetzen. Wer die Erzählung über die Labore, die Sabotageakte und die namenlosen Bomben kontrolliert, wird auch bestimmen, wie man sich in zwanzig Jahren an diesen Krieg erinnert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (379 Antworten).

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