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Ceuta-Krise löst Debatte aus: Ist Spanien ein gescheiterter Staat?
Nach der Ceuta-Krise wird der Begriff gescheiterter Staat immer häufiger auf Spanien angewendet. Die 11M und der CNI stehen im Mittelpunkt des Vergleichs.
Ist Spanien ein gescheiterter Staat? Die Frage klingt übertrieben, hat aber nach der Krise an der Grenze von Ceuta im öffentlichen Debatten deutlich an Zustimmung gewonnen. Wer den Begriff verwendet, spricht nicht von einem institutionellen Kollaps, sondern von einem echten Kontrollverlust in Fragen, die die Souveränität betreffen.
Der Vergleich mit dem 11M (den Madrider Zuganschlägen von 2004) taucht immer wieder auf. Wenn damals der CNI (Spaniens Geheimdienst) kläglich versagt hat, wiederholt sich nun das Gefühl, dass der Staat auf vorhersehbare Bedrohungen zu spät und schlecht reagiert. Der Sarkasmus erledigt den Rest: Manche ziehen es vor, das Adjektiv durch einen derberen Ausdruck zu ersetzen, doch das Fazit bleibt dasselbe.
Andere wiederum halten es für eine interessierte Übertreibung, einem gefestigten demokratischen Staat das Etikett „gescheiterter Staat" anzuhängen. Grenzkrisen, so schwer sie auch wiegen, sind kein Kollaps der Institutionen.
In der Debatte darf natürlich auch der Fußball nicht fehlen: Mancher erinnert an Argentiniens Blamage bei der WM, um das Ganze abzurunden. Mit diesem Argumentationsniveau ist die Lage komplett. Das Einzige, was chronisch zu versagen scheint, ist die Fähigkeit, sich noch wundern zu können.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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