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Hausbesetzung trifft Podemos-Wählerin in Spanien – sie droht, Vox zu wählen
Eine Podemos-Wählerin in Spanien erlebt die Besetzung ihrer Wohnung und antwortet mit einem politischen Kurswechsel: „Vielleicht wähle ich Vox“. Eine Ironie zum Nachdenken.
Hausbesetzung erreicht eine Podemos-Wählerin: „Vielleicht wähle ich Vox“
Die Geschichte hat alle Zutaten, um die sozialen Medien in Brand zu setzen: Eine Podemos-Wählerin, die sich vermutlich nie in dieser Lage gesehen hätte, hat die Besetzung ihrer Wohnung erlebt. Ihre Reaktion, überliefert in dem Bericht, der sich verbreitet hat, ist ein kaltes Duschen für die Linke: „Ich hätte nie gedacht, dass uns das passiert.“ Und eine handfeste Wahlandrohung: „Vielleicht wähle ich Vox.“
Über die persönliche Anekdote hinaus veranschaulicht der Fall den Widerspruch, auf den viele schon lange hinweisen. Wer die Hausbesetzung als Problem der Reichen oder der Spekulanten verteidigt oder verharmlost hat, stellt nun fest, dass das Phänomen keine Rücksicht auf Ideologien nimmt. Eine besetzte Wohnung fragt nicht, welchen Stimmzettel man eingeworfen hat: Sie zieht genauso in die Wohnung einer linken Wählerin ein wie in die eines konservativen Eigentümers.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Manche antworten mit einer Mischung aus Häme und Strafe: Wer diejenigen gewählt hat, die die Besetzung schönreden – worüber beschwert man sich dann? Andere betonen lieber die Ironie: Die Wählerin, die sich links der PSOE (der wichtigsten sozialdemokratischen Partei Spaniens) verortet, kündigt nach dem Schlag ihren Wechsel zu Vox an. Als würde die Hausbesetzung am Ende mehr für die extreme Rechte tun als jede politische Rede.
Auch die unbequeme Frage taucht auf: Spanische Hausbesetzer in Marokko? „Wird wohl kaum passieren“, antwortet der gesunde Menschenverstand und erinnert daran, dass das Phänomen selten in Länder exportiert wird, wo die Antwort entschieden ausfällt. Der Kontrast zwischen der Toleranz im eigenen Land und der Unmöglichkeit, sie im Ausland zu praktizieren, ist zumindest lehrreich.
Die Betroffene hat noch nicht bestätigt, wohin ihre Stimme gehen wird. Aber schon der bloße Zweifel sagt mehr über die ideologische Erschöpfung aus als viele Analysen. Wenn die Hausbesetzung beginnt, Stimmen unter denen zu bewegen, die sie gerechtfertigt haben, könnte das Phänomen am Ende politische Folgen haben, die niemand einkalkuliert hat. Die Frage bleibt in der Luft: Wie viele Podemos-Wähler müssen erst ihre Wohnung besetzt bekommen, um die Seite zu wechseln?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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