Bulgaren in Spanien: von 176.000 auf 110.000 gesunken

Die bulgarische Bevölkerung in Spanien sinkt von 176.000 auf 110.000, die rumänische von 900.000 auf 609.000: Löhne, Wohnungen und der Euro erklären die Rückkehr

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bulgarien ist nicht mehr die Peripherie: Seine Arbeiter kehren heim

2012 lebten fast 900.000 Rumänen in Spanien. 2025 sind es noch etwa 609.000. Die bulgarische Gemeinde ist von 176.000 auf 110.000 Personen geschrumpft. Hinter diesen Zahlen steht kein Ausweisungsbeschluss, sondern ein Taschenrechner – und der hat das Vorzeichen gewechselt. Die beiden Länder, die zwei Jahrzehnte lang die spanische Bauindustrie mit Maurern, Klempnern und Elektrikern versorgten, sind für ihre eigenen Landsleute zum rentableren Ziel geworden als das Land, das sie aufnahm.

Das spanische Statistikamt INE beobachtet das Phänomen seit Jahren, und es hat einen Namen: Rückwanderung. Während Spanien weiter ausländische Bevölkerung aufnimmt, ziehen sich die ältesten europäischen Communities zurück. Ohne Drama, ohne Reden, ohne Rückführungszuschuss.

Die Lohnkonvergenz, die die Reise erübrigt

Rumänien und Bulgarien wachsen seit fünfzehn Jahren schnell innerhalb der Europäischen Union, und laut der im Thread kursierenden Analyse hat sich die Lohnlücke, die sie hierher brachte, fast ganz geschlossen. Beim kaufkraftbereinigten Pro-Kopf-Einkommen liegt Rumänien Spanien im Nacken und übertrifft es bei manchen Indikatoren; Bulgarien ist gerade dem Euro beigetreten. Dieselbe Arbeit zahlt fast gleich. Die Wohnung kostet einen Bruchteil.

Wohnen ist der zweite Motor der Rückkehr. Die spanischen Immobilienpreise fressen jeden Gehaltsvorteil auf, und in der Heimat gibt es Preise, die hier wie ein Witz klingen. Bei diesen Zahlen lohnt sich der Weg nicht mehr, selbst wenn das Bruttogehalt höher ist. Was früher eine Wette auf die Zukunft war, ist zu einer Rechnung geworden, die negativ ausgeht.

Die Lücke, die sie in der Bauwirtschaft hinterlassen

Spanien verliert erfahrene Arbeitskräfte in Branchen, in denen Fachkräfte bereits fehlen: Bau, Landwirtschaft und Handwerksberufe wie Maurer, Klempner oder Elektriker. Es wird argumentiert, dass der Nachwuchs nicht mit derselben Qualifikation kommt – und dass deshalb Bauträger um einen guten Installateur ringen. Zwanzig Jahre Baustellenerfahrung improvisiert man nicht.

Dazu kommt ein beunruhigendes demografisches Detail: Im vergangenen Jahr wurden in Spanien, laut einer im Thread kursierenden Berechnung, 145.669 Geburten registriert. Der Generationenwechsel ist von innen nicht gesichert, und der von außen ändert Profil und Beruf.

Bulgarien im Euro: Auch das Refugium wird teurer

Die Begeisterung hat ein Kleingedrucktes. Bulgarien ist gerade dem Euro beigetreten, und mit der Gemeinschaftswährung kommt Kapital – auch solches, das Immobilien sucht. Es wird argumentiert, dass dieser Geldzustrom die Wohnungspreise in Sofia in die Höhe treibt und die Inflation bereits bei 5 % liegt. Unter dem Lew gab es ein Ventil – die Abwertung –, das die Anpassung auffing; jetzt trifft der Schlag voll den Geldbeutel von Mietern und späten Käufern.

Und dann ist da noch die Demografie, die sich nicht schönfärben lässt. Bulgarien sank von 8.986.636 Einwohnern 1988 auf 6.423.207 im Jahr 2025, und der Trend hält an. Emigration, Minimalgeburtenraten und eine Diaspora, über halb Europa verteilt. Auch das Land, das seine Kinder zurücknimmt, entvölkert sich.

Gleichzeitig blicken manche von der anderen Seite der Grenze nach Osten: spanische Rentner, die ihren Wohnsitz in Länder verlegen, wo Wohnen und Essen viel billiger sind und eine bescheidene Rente weiter reicht als an der Mittelmeerküste.

Bleibt die unbequeme Frage. Wenn sich die Einkommensschere geschlossen hat und die Wohnung einen Bruchteil kostet, warum ist nicht schon die Hälfte der Ausgewanderten zurück? Wer diese Antwort hat, besitzt gratis den Migrationsplan des nächsten Jahrzehnts.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (57 Antworten).

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