Brita-Kannen: Was sie wirklich filtern und wann der Filter ausgetauscht werden muss

Die Brita-Kanne entfernt Chlor und verbessert den Geschmack, entkalkt aber nicht: Sie tauscht Kalzium gegen Natrium. Der Filter hält länger als vom Hersteller angegeben, und die Kosten…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Brita-Kannen: Was sie wirklich filtern und wann der Filter ausgetauscht werden muss
Brita-Kannen: Was sie wirklich filtern und wann der Filter ausgetauscht werden muss

Leitungswasser ist in fast ganz Spanien trinkbar. Ob es nach etwas schmeckt, ist eine andere Frage. Was Tausende dazu bringt, eine Brita-Kanne zu kaufen, ist nicht die Trinkbarkeit, sondern der Geschmack: Chlor, Kalk und dieser metallische Beigeschmack, der in weiten Teilen der Mittelmeerküste und in Städten wie Saragossa auftritt. Das Versprechen des Herstellers ist einfach: Aktivkohle und ein Ionenaustauscherharz, damit das Wasser nach nichts schmeckt. Die Frage ist, ob dieses Versprechen einer Analyse mit Zahlen standhält.

Was die Kanne entfernt – und was nicht

Der Filter einer Brita-Kanne besteht aus Aktivkohle – bei manchen Modellen aus verbrannten Kokosnussschalen – plus einem Harz, das Kalziumionen gegen Natrium austauscht. Das bedeutet, dass keine Entkalkung im streng chemischen Sinn stattfindet: Es werden Mineralien gegeneinander ausgetauscht. Was die Kanne tatsächlich tut, und darin sind sich fast alle Erfahrungen einig, ist die Entfernung von Chlor und damit eines Großteils von Geschmack und Geruch. ein Messgerät für gelöste Feststoffe (TDS) macht die Grenze deutlich: Manche haben das einlaufende Wasser mit 800 Teilen pro Million gemessen und das Wasser aus der Kanne mit kaum einer Veränderung. Um die Mineralisierung wirklich zu senken, braucht es Umkehrosmose, die das Wasser tatsächlich auf rund 25 ppm bringt.

Es gibt eine differenziertere Zahl. Eine Heim-Messung, die in der Diskussion zitiert wurde, ergab 36 Mineralisierung bei Mineralwasser, 124 bei Leitungswasser und 84 bei dem durch die Kanne gefilterten Wasser. Die Kanne tut etwas. Sie tut nicht alles. Und der Hersteller gibt auf seiner Website nicht an, dass die Enthärtung durch den Austausch von Kalzium gegen Natrium erfolgt – ein relevantes Detail für Menschen mit Natrium-Einschränkungen.

Die realen Kosten im Vergleich zu Flaschenwasser

Die schnelle Rechnung: Ein Filter kostet etwa 4 Euro, und der Hersteller empfiehlt einen monatlichen Wechsel. Bei zwei Litern am Tag sind das rund 60 Liter pro Filter. Darin liegt das Geschäft, genau wie bei Tintenpatronen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass der Filter deutlich länger hält. Manche nutzen ihn vier Monate, sogar sechs und wechseln ihn erst, wenn das Wasser wieder nach Chlor schmeckt. Bei dieser Verlängerung sinkt der Preis pro Liter drastisch, und die Kanne ist günstiger als das Schleppen von Wasserkanistern.

Die vollständige Rechnung – mit Filterpreisen, verbrauchten Litern und einem Vergleich mit günstigen Eigenmarken-Mineralwässern – ergibt eine Differenz, die jeden überrascht, der sie zum ersten Mal anstellt. Das Fazit hängt stark von der Qualität des Leitungswassers ab und davon, ob man Eigenmarken- oder Premium-Flaschenwasser kauft.

Sicherheit: Partikel, Bakterien und der pH-Wert

Sind sie giftig? Aktivkohle kann feine Partikel abgeben, vor allem zu Beginn der Lebensdauer des Filters. Sie sind an sich nicht giftig, tragen aber die aus dem Wasser entfernten Stoffe an sich. Der praktische, überall wiederholte Rat: die ersten Liter nach dem Filterwechsel wegzuschütten. Wichtiger noch: Durch die Chlor-Entfernung verliert gefiltertes Wasser einen Teil seines bakteriologischen Schutzes. Man sollte es bald trinken und nicht tagelang bei Raumtemperatur in der Kanne stehen lassen.

Zu dem berichteten Fall einer angeblichen Übersäuerung des Körpers durch die Kanne gibt es keinerlei Bestätigung. Ein einzelner Bericht, der die Filternutzung mit Krämpfen und Veränderungen des Urin-pH-Werts in Verbindung brachte, findet keine Unterstützung im verfügbaren Material und sollte nicht als Diagnose verstanden werden. Aktivkohle filtert im Allgemeinen weder Arsen noch Schwermetalle.

Alternativen: Umkehrosmose, Keramik und der gute alte Brunnen

Wer messbare Ergebnisse will, für den ist Umkehrosmose die Technologie, die gelöste Feststoffe wirklich reduziert. Demgegenüber filtern Keramikfilter aus Kieselgur mit Aktivkohlefüllung – vom Typ Berkefeld, in Edelstahl, ab etwa 90 Euro – Partikel von wenigen Mikrometern und lassen das Wasser fad schmecken; die Ersatzpatronen können ein Jahr halten. Und dann gibt es noch die klassische Option: der öffentliche Brunnen, der in Gegenden mit schlechter Wasserqualität ebenfalls Sedimente enthalten kann.



Die Brita-Kanne ist weder Magie noch ein Betrug. Sie entfernt Chlor, verbessert den Geschmack und erspart das Schleppen. Sie macht hartes Wasser nicht weich und entfernt nicht alles, was manche sich vorstellen. Mit einem über die Herstellerangabe hinaus genutzten Filter lohnt sie sich. Mit einem monatlich pünktlich gewechselten Filter gehört das Geschäft dem, der die Patronen verkauft. An dieser Stelle hakt der Vergleich: Niemand hat gründlich gemessen, wie lange ein Filter wirklich hält, bevor er seine Arbeit einstellt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (30 Antworten).

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