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Botella verkaufte 1.860 Sozialwohnungen in Madrid unter Wert – 25 Millionen Verlust
Ana Botella übertrug als Bürgermeisterin Madrids 1.860 Sozialwohnungen an einen Investmentfonds. Die Stadt verlor 25 Millionen Euro, die Mieter erfuhren per Brief, dass ihre Wohnung den Status verlor.
Botella verkaufte 1.860 Sozialwohnungen unter Wert – Madrid verlor 25 Millionen
Madrid verlor 25 Millionen Euro und ließ Tausende Mieter von Sozialwohnungen im Stich. Den Abschluss der Operation besiegelte Ana Botella als Bürgermeisterin der spanischen Hauptstadt: 1.860 geförderte Wohnungen gingen an einen Investmentfonds. Die Betroffenen erfuhren per Brief, dass ihre Wohnung den Status einer Sozialwohnung verlor. Die Anzeigen und Klagen sind im Laufe der Zeit verebbt, verurteilt wurde niemand.
Die offizielle Erzählung verkaufte die Operation als saubere Lösung für einen Wohnungsbestand, der Kosten verursachte. Das Kleingedruckte kam später – in Form von Mieterhöhungen und Nachbarn, die am Stadtrand eine neue Bleibe suchen mussten.
Was mit den 1.860 öffentlichen Wohnungen in Madrid geschah
Das Rathaus von Madrid übertrug 1.860 geförderte Wohnungen an einen Investmentfonds. Der Preis war niedrig. So niedrig, dass die Stadt laut der nach und nach rekonstruierten Bilanz 25 Millionen Euro bei der Operation verlor. Die Mieter bekamen weder einen Anruf noch ein Gespräch angeboten: Sie erfuhren per Brief, dass ihre Sozialwohnung den Status verlor.
Manche behaupten, diese Wohnungen seien so billig verkauft worden, weil sie ein Problem mit Zahlungsausfällen und Instandhaltung in sich trugen, das die kommunalen Budgets auffraß. Das Argument hat seine buchhalterische Logik: ein gealterter Bestand, niedrige Mieten und Reparaturen auf Kosten der öffentlichen Hand. Dem steht ein anderes Faktum gegenüber: Wenn der Vermögenswert so toxisch war, warum kaufte ihn dann ein spezialisierter Fonds, der weiß, wie man Immobilienvermögen besser als jeder andere ausquetscht?
Vom Mieter, der von 400 auf über 800 Euro Miete kam
Die Auswirkung war nicht abstrakt. Es gibt konkrete Fälle: Paare, die etwas mehr als 400 Euro im Monat zahlten und plötzlich Abrechnungen von über 800 Euro erhielten. Der Sprung zwang viele, in Gemeinden am Stadtrand umzuziehen – mit den zusätzlichen Kosten für Verkehr und Entwurzelung. Einer dieser Umzüge endete laut einem kursierenden Zeugnis mit psychischen Folgeschäden.
Die Erhöhung war kein Abrechnungsfehler. Sie war das Modell. Wenn eine Sozialwohnung ihren Förderstatus verliert, kann der Eigentümer die Miete an den Markt anpassen. Und der Madrider Markt kennt keine Gnade.
Warum niemand für den Verkauf der Sozialwohnungen verurteilt wurde
Die Anzeigen und Klagen sind allmählich verhallt. Verurteilt wurde niemand. Die Justiz hat – oder suchte nicht mit derselben Energie – den Faden nicht gefunden, der die politische Entscheidung mit dem Vermögensschaden der Mieter verbindet. Die Operation wurde als Managemententscheidung verteidigt, nicht als ein Geschäft auf Kosten anderer.
Die Verteidigung stützt sich auf drei Beine: Der Bestand habe Verluste generiert, die Zahlungsausfälle seien gestiegen und die Instandhaltung habe von den Steuern aller bezahlt werden müssen. Das ist das Argument des unerträglichen Passivs. Die Anklage hat ein anderes: Ein öffentlicher Vermögenswert sei zum Schleuderpreis verschleudert und die sozialen Kosten auf diejenigen abgewälzt worden, die am wenigsten hatten.
Der Investmentfonds, das Passiv und das Geld aller
Der Käufer war keine NGO. Es war ein Fonds, der auf Immobilienvermögen mit Abschlag spezialisiert ist. Sein Geschäft: billig kaufen, Mieten erhöhen und das Vermögen weiterveräußern. Wäre der Bestand ein Fass ohne Boden gewesen, hätte der Fonds ein Problem gekauft. Stattdessen kaufte er 1.860 Wohnungen in einer europäischen Hauptstadt mit struktureller Nachfrage.
Das Geld aus dem Verkauf floss laut der Darstellung des Rathauses in Gehälter und Renten und sollte verhindern, dass sich Stadtviertel mit dem füllen, was manche als „Abschaum" bezeichnen. Diesen Satz, mit dieser Verachtung, unterschreibt mehr als einer in der öffentlichen Debatte. Und er erklärt einiges von dem Konsens, der die Operation trug.
Mit diesen Voraussetzungen ist absehbar, dass die Operation weiter ohne juristisch Verantwortliche bleibt und die Mieter die Differenz weiter zahlen. Unabsehbar ist, ob eines Tages ein Rathaus die realen Kosten der Verschleuderung von Sozialwohnungen berechnet, bevor es unterschreibt. Die Arithmetik ist nicht kompliziert. Der Wille, das ist eine andere Sache.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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