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Bitcoin ohne KYC: 1% Gebühr, aber die Bank sieht alles
Bitcoin-Kauf ohne E-Mail oder Name kostet 1% Provision und ist auf 900€ täglich begrenzt. Das Problem liegt nicht im Kauf, sondern beim späteren Verkauf.
Bitcoin kaufen ohne KYC: 1% Provision und die Bank als Mitwisser
Seit über vier Jahren kursiert das gleiche Versprechen: Bitcoin kaufen, ohne E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Namen anzugeben. Nur die App, der Seed-Phrase-Schlüssel und der Kauf. Der häufigste Weg führt über Relai, ein Schweizer Unternehmen, das sich als non-custodial präsentiert — die Schlüssel gehören dem Käufer, die Firma kann nicht mit den Geldern verschwinden — und eine Provision von 1% pro Transaktion berechnet. Die Tücken zeigen sich, sobald nach Limits, Bankverbindung oder Ausstiegswegen gefragt wird.
Was ist Relai und wie viel kann man ohne Identitätsprüfung kaufen?
Der Spielraum ohne Papierkram ist begrenzt: 900 Euro täglich und 90.000 Euro jährlich. Bei verifizierter Identität entfallen diese Obergrenzen. Der Lockstoff ist die Abwesenheit von Formularen, nicht der Preis: Die 1% bleiben bei der Plattform. Zur Übertragung in andere Wallets lautet die Antwort eindeutig: Keine Gebühren, wenn man die zwölf Sicherheitswörter in einer beliebigen Wallet lädt und von dort transferiert, ohne die App zu nutzen. Das unangenehme Detail fehlt: Niemand bestätigt, dies direkt aus der App getestet zu haben.
Die Bank protokolliert alles
Das Argument, das das Anonymitätsversprechen am häufigsten widerlegt, kommt nicht von der Regulierung, sondern vom Kontoauszug. Die Banküberweisung dokumentiert, dass Gelder an einen kryptobezogenen Dienst fließen, ähnlich wie bei großen Börsen. In Spanien kreuzt sich dieser Eintrag mit der Einkommensteuererklärung. Die verbreitete Methode zur Verschleierung besteht darin, über Revolut mit litauischer IBAN zu zahlen und kleine Beträge zu bewegen, unter der Annahme, dass das Risiko, wenn auch gering, nie null ist.
Es gibt eine Lücke in diesem Narrativ: Im letzten Update kann man direkt mit Karte kaufen. Bequem, aber auch nachvollziehbarer. Eine Schweizer Firma, die damit wirbt, keinen Namen zu verlangen, hinterlässt Spuren in jedem Glied der Kette.
Gibt es Alternativen zu Relai ohne KYC und günstiger?
Relai selbst stützt sich im Hintergrund auf die Schweizer Börse Bity, die ebenfalls anonymes Handeln ermöglicht. Eine Simulation: 1.000 Euro werden zu 0,03682196 BTC, etwa 986 Euro, also rund 14 Euro Provision. Praktisch das, was Kraken berechnen würde; die Ersparnis liegt also nicht hier. Teurer ist Pocket Bitcoin (ehemals Bitkipi), dessen Tarif auf 1,5% gestiegen ist.
Wer keine Zwischenhändler will, hat mehr Optionen: RoboSats (Open Source, Tor-Browser, Lightning-Zahlungen); Bisq; P2P-Bots auf Telegram. Verzeichnisse wie kycnot.me ordnen das Ökosystem, doch wer nur die Schlagzeile liest, verpasst die Details, was in welchem Fall funktioniert.
Bitcoin ohne KYC verkaufen: Der Engpass liegt beim Ausgang
Kauf ohne Registrierung ist gelöst. Verkauf nicht. RoboSats leidet unter geringer Liquidität: Man muss einen passenden Gegenpart finden, und es funktioniert bis etwa 500 oder 700 Euro; darüber hinaus wird es kompliziert. P2P-Protokolle über Lightning sind für Mikrozahlungen gedacht, nicht für größere Summen. Und es tritt der Fall auf, dass jemand nach Euro-Einzahlung bei der Auszahlung nicht als Kontoinhaber anerkannt wird.
Die Antwort der Veteranen darauf ist fast ein Achselzucken: Wer kauft, verkauft nicht. Vier Jahre später ist der Kreislauf genau dort unterbrochen, wo er sich schließen sollte.
Der Einstieg in Bitcoin ohne Registrierung ist günstig, schnell und mit 1% Provision gelöst. Der Ausgang hängt weiterhin von einem Gegenpart, einer Bank oder Glück ab. Dort endet die Spur, und dort tobt die Diskussion weiter.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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