Bitcoin fällt auf 37.000$: Fed-Angst löst neuen Abverkauf aus

Der Bitcoin sinkt von 41.500 auf 37.000 Dollar vor der Fed-Sitzung, während Gerüchte über eine Ankündigung für den Krypto-Sektor kursieren.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bitcoin fällt auf 37.000$: Fed-Angst löst neuen Abverkauf aus
Bitcoin fällt vor der Fed-Sitzung auf 37.000 Dollar

Der Bitcoin fiel innerhalb weniger Stunden von 41.500 Dollar auf knapp unter 37.000 Dollar, ohne dass ein konkretes Ereignis eingetreten war – allein die Erwartungshaltung gegenüber der Federal Reserve trieb den Kurs. Über dem Kryptomarkt schwebt das Gerücht, die Fed bereite etwas „sehr substantielles“ für die Branche vor, ohne weitere Details. Alle Märkte starteten im Minus. Einige Beobachter betonen die Paradoxie: Ein Asset, das geschaffen wurde, um sich gegen die Geldpresse zu schützen, bricht zusammen, sobald die Presse auch nur andeutet, sie werde langsamer.

Was wird über die Fed gemunkelt und warum zieht es Bitcoin mit?

Eine der kursierenden Thesen spricht nicht von einer Zinserhöhung, sondern von einem fundamentalen Wandel: der Einführung des digitalen Dollars. Nach dieser Idee, erwähnt in einem der Thread-Beiträge, würde er eingeführt, damit die Leute ihn kaufen, weil sie glauben, es handle sich um eine Kryptowährung, obwohl er in Wirklichkeit nur das digitale Äquivalent des seit Jahrzehnten gedruckten Geldes wäre. Andere sehen darin eine Rettung des amerikanischen Verbrauchers: Bei der Einführung würden große Summen gutgeschrieben sein, das Problem gelöst, während die Inflation unbemerkt nagt.

Die andere Strömung ist pessimistischer. Ihre Vertreter argumentieren, die Zentralbank könne die Geldpresse nicht mehr stoppen: Jedes Mal, wenn sie eine Verlangsamung andeutet, bluten die Börsen aus. Und wenn die Zinsen steigen, fließt die Liquidität massenhaft aus allen Blasen ab, in denen sie steckt; der wahre Wert vieler Unternehmen wird offengelegt und der Zug entgleist. Die Schlussfolgerung dieser Gruppe: Man wird weiter Kohle nachlegen, bis alles explodiert.

Von 67.000 auf 37.000: Der Zyklus, der nicht anspringt

Abgesehen vom kurzfristigen Schock ist das Grundrauschen, dass dieser Bullenmarkt enttäuschend war. Der zirkulierende Vergleich ist aufschlussreich: Im Zyklus, der bei 1.400 Dollar endete, fiel der Preis danach auf 400; der nächste erreichte 20.000 Dollar, mehr als das 10-fache vom vorherigen Tief; der letzte blieb bei einem 3,5-fachen Anstieg bis zu 67.000 Dollar stehen. Jeder Schritt kostet mehr, und wer dies vertritt, sieht darin eine Chance: Wenn sich die Bewegungen verlangsamen, gibt es mehr Zeit, zu vernünftigen Preisen einzusteigen.

Das Problem ist der Kapitalzufluss. Es wird angemerkt, dass gute Monate an den Fingern abzählbar sind und kein neues Geld eintrifft. Früher kam ein Token heraus und Hunderttausende strömten hinein; jetzt kommt „kein Pfennig“ irgendwo rein. Wer die Zeiten seit dem Corona-Crash analysiert hat, als Bitcoin bei 3.000 Dollar lag, relativiert jedoch, dass die Rendite von dort bis zum Höchststand immer noch beträchtlich ist.

Welche Preisniveaus werden für Bitcoin gehandelt?

Hier bricht die Analyse auseinander. Das vorsichtige Szenario zeigt Unterstützung bei 34.000 und einen direkten Fall Richtung 26.000, mit möglichen Tiefs zwischen 20.000 und 18.000. Die aggressiveren Stimmen gehen weiter: Da der Preis immer wieder prallt, wäre bei Erreichen von 30.000 ein Blick auf 20.000 logisch. Und am sarkastischen Rand fordert jemand ein Chart, das 3.000 rechtfertigt, denn wir hören seit Jahren von 100.000.

Die Zahlen, die auf beiden Seiten gehandelt werden, liegen so weit auseinander, dass sie nicht dasselbe Asset beschreiben. Optimisten sagen, wenn Bitcoin standhält, explodiert der Kurs in der nächsten Woche nach oben mit Tiefs bei 50.000. Pessimisten glauben, er sei näher an 3.000 als an 100.000.

Manipulation, Tether und Wale: Die unbequeme Lesart

Es gibt einen dritten Weg, der weder Fundamentaldaten noch die Fed thematisiert, sondern die Marktmechanik. Seine These: Der Preis ist manipuliert, und das ist gefährlicher als ein normaler Absturz. Die grünen Kerzen wären keine spontane Nachfrage vieler Leute zur gleichen Zeit, sondern Netze, die von großen Akteuren geworfen und eingesammelt werden, wenn kleine Fische dem Lockruf folgen. Wenn man nicht weiß, wie viele Netze noch geworfen werden, lautet die Antwort: Vom Ufer aus zuschauen.

Dazu kommt die Diskussion über Tether und intransparente Rücklagen. Gefälschte Dollar, die durchgewunken wurden, hätten jene betrogen, die ihre Bitcoin dafür tauschten; das Original-Asset verliere dadurch nicht an Wert, so wie ein gebrauchter Toaster nicht weniger wert ist, weil man ihn mit falschem Geld bezahlt hat. Das Gegenargument ist, dass das institutionelle Großbankensektor sagt, es gebe Nachfrage, und den Kurs entsprechend treibt (pump), wobei Käufer, die diesen Nachrichten folgen, oft zu spät kommen.

Dieselben Gespräche, mit einer Null mehr

Vielleicht hat all dies ein unbequemes Echo. Eine der kältesten Beobachtungen im Austausch ist, dass das, was heute diskutiert wird, identisch mit dem ist, was 2017-2018 diskutiert wurde: dieselben Zweifel, dieselben Ängste, dieselben Versprechen. Teilen Sie die Beträge durch zehn und es ist 2017. Teilen Sie sie durch tausend und Sie sind in 2010. Die implizite Schlussfolgerung, dass man in einem oder zwei Jahren dasselbe mit einer zusätzlichen Null sagen kann, tröstet niemanden, der heute sein Geld darin hat.

Und mittendrin die ewige Erinnerung, die eine andere Nachricht zusammenfasst: Der spekulative Markt existiert, um anderen das Geld wegzunehmen. Die Großen sind dabei viel effektiver als die Kleinen. Die Frage ist, ob Bitcoin dazu da ist, diese Dynamik zu ändern oder Teil davon zu werden.

Mit diesen Bausteinen wird die Fed-Sitzung etwas sagen, aber wahrscheinlich weniger, als der Preis bereits eingepreist hat. Die schwebende Ungewissheit, die seit Jahren ungelöst bleibt, ist, wie oft man Bitcoin noch töten kann, bevor die Diagnose ihren Sinn verliert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (235 Antworten).

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