FTX-Krise: Binance verkauft FTT, 101 Tochterfirmen betroffen

Binance stößt restliche FTT-Bestände ab. Solana und BlockFi leiden unter dem Dominoeffekt des FTX-Zusammenbruchs.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

FTX-Krise: Binance verkauft FTT, 101 Tochterfirmen betroffen
Vom Imperium zur Pleite: FTT, Alameda und der FTX-Dominoeffekt

Binance erhielt rund 2,1 Milliarden Dollar in BUSD und FTT beim Ausstieg aus dem FTX-Kapital. Als Gerüchte über die Bilanz von Alameda Research aufkamen, beschloss das Unternehmen per Tweet, den verbleibenden FTT zu liquidieren. Dieser Schritt löste eine Kettenreaktion im Kryptomarkt aus, die manche mit dem Terra-Luna-Kollaps verglichen. Was als Kurssturz eines Exchange-Tokens begann, endete mit 101 zusätzlichen verbundenen Unternehmen im FTX-Verfahren und der Verhaftung des Gründers. Wie ein Nutzer zusammenfasste: Die US-Notenbank (Federal Reserve) kam niemandem zu Hilfe.

Warum fiel der FTT-Kurs?

Der FTT war der hauseigene Token der Börse und diente laut Nutzern als Sicherheit für gehebelte Geschäfte auf mehreren Ebenen – ein Kreislaufsystem, in dem Emittent, Garant und Halter derselben Gruppe angehörten. Das Portfolio von Alameda Research, dem Schwesterfonds von FTX, basierte offenbar auf diesem selbstgeschaffenen Vermögenswert. Die CEO von Alameda bot auf Twitter an, alle FTT-Bestände von Binance für 22 Dollar pro Stück zu kaufen. Später bestritt sie Verkäufe durch ihre Firma und versprach Nachweise über die Mittel, sobald sich die Lage beruhige.

Die Verkaufsspur und der Absturz von Solana

Alameda stand nicht nur auf der Verkäuferseite. Der Fonds war einer der Hauptinvestoren und Förderer von Solana; der Token dieser Blockchain fiel zum Zeitpunkt der Diskussion um mehr als 10 %. Die BitDAO-Community forderte nach Entdeckung angeblicher Token-Verkäufe, die einem dreijährigen Verkaufsverbot widersprachen, Beweise für die Mittel. Ein Nutzer identifizierte eine Unterstützungslinie für FTT bei 14 Dollar und fragte, wer hier manipuliere.

Greift das Loch auf andere Börsen über?

Die Skepsis breitete sich auf mehrere Plattformen aus. Ein Nutzer nannte Crypto.com, Huobi und Gate.io wegen gegenseitiger Kredite, die ausreichende Liquidität vortäuschen sollten. Der gängige Rat lautete wie im Lehrbuch: Gelder in eine eigene Wallet transferieren. „Not your keys, not your coins“ fasste das Prinzip zusammen, das im Thread wiederholt wurde. BlockFi meldete offiziell Insolvenz an, und im Forum wurde spekuliert, dass weitere Börsen denselben Weg gehen könnten.

Die Verhaftung von Sam Bankman-Fried

Seine Festnahme erfolgte genau vor seiner geplanten Aussage, was vielen als verdächtig opportunistisch erschien. Berichten zufolge drohten ihm Anklagen, die zu mehr als 50 Jahren Bundesgefängnis führen könnten. Sam Bankman-Fried wurde zum Hauptangeklagten, während einige Nutzer begannen, Suizide und Insolvenzen zu zählen. Ein Detail wurde diskutiert: FTX Trading und etwa 101 weitere verbundene Unternehmen gaben an, dass die meisten Tochterfirmen weiterhin Gehälter zahlten, während das Schiff sank.



Das Kernproblem bleibt unbequem. Wenn keine Börse beweisen kann, dass sie nur eine Börse ist, wie viele Löcher werden dann noch mit eigenen Tokens und einem Lächeln verdeckt?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (226 Antworten).

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