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Bioethanol-Kamin: schön, teuer und heizt kaum
Eine in der Debatte kursierende Rechnung setzt die Kilowattstunde eines Bioethanol-Kamins zwischen 0,25 und 0,39 Euro an – über dem Strompreis.
Lohnt sich ein Bioethanol-Kamin, um einen Raum ohne Abzug zu heizen? Die Zahlen aus den detailliertesten Analysen der Debatte sagen nein: Die Kilowattstunde kostet zwischen 0,25 und 0,39 Euro und liegt damit über dem Strompreis. Der Reiz liegt woanders. Keine Bauarbeiten, kein Rohr, kein Lärm, und er sieht gut aus. Das Problem: Die Wärme, die er abgibt, entspricht bestenfalls zwei brennenden Kerzen. Und das heizt im Januar keine Bude.
Die Rechnung, die das Gerät entlarvt
Der tatsächliche Verbrauch dieser Geräte liegt bei rund 0,25 Litern pro Stunde, so die in der Diskussion ausgetauschten Daten. Bei einem Bioethanol-Preis von etwa 2,56 Euro pro Liter – dem günstigsten gefundenen Preis, in 120-Liter-Kanistern für 306,93 Euro – schießt die Kilowattstunde auf 0,39 Euro hoch. Mit Methanol sieht es besser aus: Es sinkt auf 0,13 Euro pro Kilowattstunde, wenn man es für 0,68 Euro pro Liter findet – ein Preis, den einige für verdächtig niedrig halten.
Der Vergleich mit Strom lässt keine Zweifel zu. Die elektrische Kilowattstunde liegt bei rund 0,17 Euro, ohne Grundgebühr und Gerätevermietung. Selbst das optimistischste Methanol-Szenario liegt bei 0,25 Euro pro Kilowattstunde. Die immer wiederkehrende Schlussfolgerung: Es handelt sich um einen rein dekorativen Gegenstand.
Das Problem der Verbrennung in geschlossenen Räumen
Das Fehlen eines Abzugs ist das Hauptverkaufsargument und zugleich das größte Risiko. Jede Verbrennung verbraucht Sauerstoff und setzt Kohlendioxid frei. In einer geschlossenen, sauerstoffarmen Umgebung entsteht beim Verbrennen Kohlenmonoxid, das giftig ist. Die Warnung ist eindeutig: Ohne Lüftung gibt es irgendwann einen Schrecken. Als Alternative wird ein Abzug nach draußen vorgeschlagen – was den Hauptvorteil des Produkts zunichtemacht.
Der Geruch ist ein weiterer Punkt, der in den Produktbeschreibungen kaum erwähnt wird. Bioethanol riecht schlecht, so die Erfahrung der Nutzer. Mit Brennspiritus verschwindet das Problem, aber ein anderes taucht auf: Methanol ist giftig und hat einen hohen Dampfdruck, was das Risiko einer Verpuffung erhöht. Die Lagerung von 25-Liter-Kanistern zu Hause gilt als leichtsinnig.
Die Alternative, die wirklich heizt: Petroleum und Butan
Gegenüber Bioethanol ist der Petroleumofen eine Option mit deutlich mehr Heizleistung. Ein 20-Liter-Kanister kostet etwa 50 Euro, der Verbrauch liegt bei rund einem Liter alle vier Stunden. Damit lässt sich eine leere 60-Quadratmeter-Wohnung in weniger als einer Stunde auf 20 Grad heizen – was der Strom nicht schafft. Das Problem ist die ständige Dochteinstellung: Wird er nicht richtig reguliert, riecht es. Und kein Ofen macht das automatisch.
Subventioniertes Butan gilt als die konkurrenzfähigste Alternative ohne Abzug. Der Haken ist die Feuchtigkeit, die es erzeugt und die einen Entfeuchter nötig macht – was den Stromverbrauch erhöht und einen Teil der Ersparnis auffrisst.
Der Bioethanol-Preis in Deutschland und die Kilowattstunden-Falle
Die Hoffnung auf sinkende Bioethanol-Preise stützt sich auf den deutschen Markt, wo Preise von 1,5 Euro pro Liter gesehen wurden. Mit diesem Wert könnte der Kamin mit Strom konzipieren. Doch die neuesten Berechnungen mit aktuellen Daten halten die Kilowattstunde im besten Fall bei 0,25 Euro. Die Schlussfolgerung: Er kann derzeit nicht mit Strom konkurrieren.
Methanol, das als Industrieschmiermittel verkauft wird, verbessert die Zahlen. Die Rede ist von 17 Euro für 25 Liter, was 0,68 Euro pro Liter und eine Kilowattstunde zu 0,13 Euro ergibt. Das ist etwa die Hälfte der Rechnung von vor einem Jahr, als Methanol doppelt so viel kostete. Zu diesen Preisen wäre der Alkoholkamin sogar gegenüber Heizöl konkurrenzfähig. Der Aufwand ist allerdings enorm: Kanister lagern, täglich den Tank nachfüllen, anzünden und löschen – und keinerlei automatische Regelung.
Am Ende ist der Bioethanol-Kamin ein Deko-Objekt, das gerade genug heizt, damit der Raum nicht muffig riecht. Die Zahlen gehen nicht auf. Aber er passt zu den Vorhängen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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