Binance meldet Krypto-Bestände an spanische Steuerbehörde

Binance steht vor Anforderungen zur Rückverfolgbarkeit, während Spanien Meldevorschriften für Kryptowährungen vorbereitet; Schwellenwerte und Sanktionen sind umstritten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Binance meldet Krypto-Bestände an spanische Steuerbehörde
Spanische Finanzverwaltung konzentriert sich auf Binance und verifizierte Nutzer

Das KYC-Verfahren, das gerade noch dem Kauf bei Binance diente, könnte zur Einkaufsliste der Agencia Tributaria (spanische Steuerbehörde) werden. Die These ist eindeutig: Unter Druck durch Ermittlungen würde die Börse ihre verifizierten Nutzer melden. Dahinter steckt keine plötzliche Steuergier des Exchanges, sondern regulatorischer Kettenreaktion. Und wie fast immer, wenn Krypto und Fiskus aufeinandertreffen, trennt das Kleingedruckte echte Panik von realem Risiko.

Warum würde Binance beginnen, der Hacienda zu melden?

Ausgangspunkt ist, dass Binance wegen angeblicher Geldwäsche und nicht regulierter Aktivitäten untersucht wird, mit der Financial Action Task Force (FATF) im Hintergrund. Dieser Druck hätte laut dieser Lesart den Zugang zum Dollar-Gateway über Silvergate gekostet. In Großbritannien sei das Ergebnis ähnlich, mit einer temporären Lösung über eine eingeschränkte Börse, Binance.co.uk, die noch in Entwicklung ist.

Das nächste Glied zeigt nach Malta. Die Blockade des Euro-Einstiegs soll verhindern, den Bankpartner dort zu verlieren, der ebenfalls wegen angeblicher Bewegung von 71 Millionen über maltesisches Gebiet untersucht wird. Der Zeitplan umfasst zwei Image-Maßnahmen: Im März die Verpflichtung zweier ehemaliger FATF-Mitglieder; Ende Juni die Integration von Ciphertrace, einem Tool zur Verfolgung und Markierung der Aktivität in verschiedenen Blockchain-Netzwerken.

Die praktische Konsequenz für Privatpersonen ist unangenehm. Wer ein unverifiziertes Konto hat, sollte laut dieser Linie kein Geld darin belassen: Die Befürchtung ist, dass die Börse Mittel aller zurückhält, die den Identifikationsprozess nicht abgeschlossen haben.

Das spanische Gesetz: Melden oder Schweigen bei umstrittenem Schwellenwert

Der nationale Rahmen fügt Teile hinzu. Die gesetzliche Pflicht besteht darin, Guthaben zum 31. Dezember bei jedem ausländischen Anbieter für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen zu melden. Das Problem beginnt mit der Zahl: Es werden sowohl 50.000 als auch 10.000 Euro gehandelt, wobei betont wird, dass nur das Gesetz veröffentlicht wurde, während die Durchführungsverordnung der AEAT aussteht. In diesem Szenario einen Schwellenwert als festgelegt anzusehen, ist waghalsig.

Es gibt weitere Ecken und Kanten. Jede Kryptowährung hätte fünf Konzepte, die gemeldet werden müssen, und jede falsch gemeldete Angabe ist mit einer Sanktion von 5.000 Euro verbunden, mit einem Minimum von 10.000. Das Referenzdatum, um das Geld außerhalb der Börse zu halten, wäre ebenfalls nicht entschieden: Diskutiert werden der 31. Dezember (Endsaldo) oder der 1. Oktober (Durchschnittssaldo). Gegenläufig wird darauf hingewiesen, dass es sich um einen konsolidierten Text handelt, in dem digitale Assets nur wenige Artikel beanspruchen, und dass Binance ohnehin noch nicht als Bank gilt.

Daraus folgt eine zentrale Meinungsverschiedenheit. Ein Teil behauptet, die Pflicht richte sich an spanische Börsen, und wenn Binance Informationen senden würde, geschehe dies per richterlicher Anordnung. Andere entgegnen, dass diese Nuance nicht schützt, wer bereits mit seinem Ausweis Spuren hinterlassen hat.

Gibt es den unsichtbaren Nutzer? VPN, eigene Wallet und FIFO-Bericht

Die klassische Frage taucht wieder auf. Wer glaubt, dass eine VPN und ein falscher Name genügen, um unsichtbar zu sein, irrt, besonders weil das KYC die Identität zu einer Eintrittsmaut macht. Wer mit Karte oder Überweisung von einer spanischen IBAN operiert hat, hat laut dieser Analyse die Spur serviert bekommen. Diejenigen, die Mittel mit IBANs anderer Länder bewegt haben, behalten etwas mehr Spielraum.

Die eigene Wallet löst das Rätsel nicht. Es wird eingeräumt, dass das Halten der Kryptowährungen in einer persönlichen Wallet vom Modell 720 freistellen könnte, aber beim Abheben dieses Geldes würde die Anforderung des FIFO-Berichts auftauchen, und ihn falsch zu erstellen zieht die zuvor genannte Sanktion nach sich. Wenn die Börse weiß, dass Sie an einem bestimmten Datum 20.000 Euro gesendet haben, kann sie nicht glauben, dass Sie die Schlüssel verloren haben: Daher die Anspielungen auf das Argument des Hundes, der den Ledger gefressen hat und Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit bei einer Inspektion.

Dem gegenüber steht eine fast bürokratische Verteidigung: Vorlage des Verlaufs in Tabellenform, um zu beweisen, dass keine Wertzuwächse entstanden sind. Für die Hardliner bremst ein Screenshot nichts; für die, die auf die Beweislast vertrauen, liegt der Ball im Feld der Verwaltung.

Der steuerliche Druck erstreckt sich auf Trader und Bots

Wenn die Hacienda den Fokus auf Trader legt, und ganz besonders auf solche, die mit Bots handeln, ändert sich der Maßstab des Szenarios. Das zitierte Präzedenzfall ist Poker, wo Prüfungen mit Schrecken vieler Nullen endeten. Die Warnung richtet sich an alle, die KYC gemacht haben und sich sicher fühlen, weil sie kein Geld direkt auf ihr Konto eingezahlt haben: Die Rückverfolgbarkeit hängt nicht vom Eingangstor ab, sondern von der Gesamthistorie.

Hinzu kommt die Feststellung, dass der Prozess seit Jahren läuft und keine Eintagsfliege ist. KYC ist bei Binance seit langem implementiert, was sich jetzt ändert, ist die Nutzung dieser Daten.



Mit offenen Schwellenwerten und schwebender Verordnung empfiehlt es sich, zwei Dinge zu trennen: Was das veröffentlichte Gesetz sagt und was jeder befürchtet, dass passiert. Die Rückverfolgbarkeit schreitet voran, das bestreitet niemand. Wie weit die nächste Anfrage reicht, ist bisher ein unbekanntes Zeichen, das niemand unterschreibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (114 Antworten).

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