Balearische Koalition erhöht IB3-Budget trotz Audit-Zusage

Das Budget von IB3 stieg 2025 auf 45,8 Millionen Euro, ein Plus von 11,2 %, entgegen dem PP-VOX-Abkommen zur Prüfung öffentlicher Stellen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die von PP und VOX geführte Regierung der Balearen hat IB3 nicht geschlossen, sondern sein Budget im Jahr 2025 um 11,2 % auf 45,8 Millionen Euro erhöht. Das Koalitionsabkommen vom Juli 2023 sah nur die Prüfung öffentlicher Einrichtungen vor, nicht deren Schließung.

Der öffentliche Hörfunk- und Fernsehdienst der Balearen sendet weiterhin und wächst statt zu schrumpfen. Das für IB3 genehmigte Budget für 2025 beläuft sich auf **45,8 Millionen Euro**, gegenüber **41,1 Millionen** im Jahr 2024. Dies entspricht einer Steigerung von **11,2 %** innerhalb eines einzigen Geschäftsjahres. Dies geschah, obwohl PP und VOX seit 2023 mit expliziter Rhetorik gegen überflüssige Staatsausgaben regieren.

## Was das Koalitionsabkommen vom Juli 2023 besagte

Der Pakt zwischen der Volkspartei (PP) und Santiago Abascals VOX enthielt Maßnahme Nummer 50, die eine Prüfung öffentlicher Stellen verlangte, um überflüssige, unnötige, doppelte oder ideologisch motivierte Ausgaben zu eliminieren. Die Formulierung war breit genug, um keine konkreten Schließungen zuzusagen. Es gab keinen Hinweis auf die Schließung von IB3.

VOX hatte vor den Wahlen 2019 ausdrücklich die Schließung von IB3 gefordert. Doch Wahlprogramme unterscheiden sich von Koalitionsverträgen. Im Februar 2025 einigten sich beide Parteien darauf, **Josep Codony** als Generaldirektor von IB3 vorzuschlagen, was Kontinuität signalisierte. Diese Entscheidung ist schwer mit Plänen zur Zerschlagung der Anstalt vereinbar.

## Daten widersprechen der Kürzungs-Erzählung

Offizielle Zahlen für 2025 lassen wenig Spielraum für Interpretation. Das IB3-Budget wuchs im Jahresvergleich um **11,2 %**. Im November 2025 genehmigte die balearische Regierung zudem zusätzliche **21 Millionen Euro** mehrjährige Finanzierung für Eigenproduktionen in den Jahren 2026 und 2027: jeweils **10,5 Millionen Euro** pro Jahr. Die Balearen haben ihre Haushaltspläne für 2026 verlängert, wodurch die bestehende Struktur erhalten bleibt.

Die naheliegende Frage lautet: Wenn IB3 verzichtbare Ausgaben darstellte, warum wurde dann keine Reduzierung gefordert, stattdessen aber eine Erhöhung um fast fünf Millionen Euro genehmigt? Die Antwort liegt in der Kluft zwischen Wahlversprechen und der Realität bei der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens.

## Warum regionale Sender nicht geschlossen werden

Mehrere Faktoren erklären die Fortexistenz von IB3. Die PP teilt VOXs Forderung nach Schließung nicht unbedingt und befürwortet den Erhalt eines lokalen öffentlichen Fernsehens. Die Schließung eines regionalen Medienunternehmens hat erhebliche politische Kosten, die über die Wählerschaft hinausgehen. IB3 vergibt Aufträge an Produktionsfirmen und unterstützt die audiovisuelle Industrie der Balearen, was Arbeitsplätze und Wirtschaftstätigkeit schafft.

Das Koalitionsabkommen verlangte auch nicht ausdrücklich die Schließung. Die Prüfung und Eliminierung von Stellen war eine offene Formel, die Prüfungen ohne praktische Konsequenzen ermöglichte. Der Präzedenzfall Codony bestätigt, dass die Strategie auf Kontinuität statt auf Zerschlagung setzte.

## Was dieser Fall über Kürzungsversprechen offenbart

IB3 zeigt, wie Zusagen zur Streichung öffentlicher Strukturen während Koalitionsverhandlungen beiseitegelegt werden können. Drei überprüfbare Fakten stehen im Vordergrund: VOX forderte die Schließung von IB3, unterzeichnete ein Abkommen, das dies nicht verlangte, und unter der Koalitionsregierung behielt der Sender seinen Betrieb bei und erhöhte sein Budget.

Konsistenz zwischen Programm und Regierungshandeln einzufordern, ist keine ideologische Bewertung des öffentlichen Rundfunks. Es geht darum, zu prüfen, ob Anti-Ausgaben-Rhetorik in Entscheidungen umgesetzt wird, wenn Einflussmöglichkeiten bestehen. In diesem Fall zeigen die Zahlen, dass dies nicht geschieht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (10 Antworten).

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