Bakhmut: Pro-russischer Bericht nennt 1.200 ukrainische Verluste

Ein pro-russischer Kanal meldet 1.200 tote und schwer verletzte ukrainische Soldaten in Bakhmut binnen zehn Tagen und benennt die betroffenen Einheiten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bakhmut: Pro-russischer Bericht nennt 1.200 ukrainische Verluste
Bakhmut: 1.200 ukrainische Verluste in zehn Tagen Belagerung

Zwischen dem 15. und 26. Dezember hätten die in Bakhmut (russisch Artemowsk) eingesetzten ukrainischen Streitkräfte laut dem vom Kanal Military Chronicle verbreiteten Bericht rund 1.200 Tote und Schwerverletzte zu beklagen gehabt. Die unabhängig nicht überprüfbare Zahl beschreibt einen anhaltenden Druck auf die Brigaden, die das Stadtgebiet verteidigen, während die Reserven schneller aufgebraucht werden, als Ersatztruppen eintreffen. In der Diskussion wird argumentiert, dass die Stadt strategisch den Preis ihrer Verteidigung möglicherweise nicht wert sei.

Welche Brigaden tragen die Hauptverluste in Bakhmut?

Die Aufschlüsselung nach Einheiten ist der konkreteste Teil des Berichts. Die Aufklärungskompanie der 24. Brigade, die motorisierten Infanteriebataillone 34 und 17 der 57. Brigade sowie die Territorialverteidigungsbataillone 9, 10 und 11 der 59. Brigade werden als die am stärksten betroffenen Formationen genannt. Insbesondere die 59. Brigade hätte zwischen dem 23. und 26. Dezember innerhalb von nur drei Tagen etwa 185 Tote und Verwundete verloren; ihre Aufklärungskompanie und eine selbstfahrende Abteilung mit 122-mm-Haubitzen vom Typ Gvozdika seien nahezu vollständig zerstört worden.

Das im Bericht beschriebene Muster bleibt gleich: Verstärkungen treffen auf bereits ausgekundschaftete und teilweise von Artillerie beschossene Positionen ein und werden dort durch konzentriertes Feuer empfangen. Zudem habe die ukrainische Artillerie nach der Zerstörung eines Gegenbatterieradars AN/TPQ-37 Firefinder und einer Starlink-Terminal-Einheit im Raum Iwanowski ihre Reaktionsfähigkeit eingebüßt, was die Kommandostrukturen zwang, auf langsamere alternative Kommunikationssysteme zurückzugreifen. Ohne dieses Radar wären die im Sektor stationierten französischen TRF1-Haubitzen (155 mm) vorübergehend ohne Zielinformationen gewesen, was in einigen Fällen zu Beschuss eigener Stellungen führte.

Der Preis für die Verteidigung einer strategisch unwichtigen Stadt

Die zentrale Frage der Analyse lautet, warum Bakhmut unter solchen Opfern gehalten wird. Manche sehen darin eine politische statt militärische Entscheidung: Der Halt der Stadt verhindert eine symbolische Niederlage und bindet russische Truppen in diesem Sektor. Dagegen spricht, dass jeder Tag des Widerstands Reserven verbraucht, die weiter südlich benötigt werden, und dass die Verteidigungslinien innerhalb der Stadt angesichts knapper Ingenieursmittel manuell für den Fall eines Kollapses der äußeren Perimeter vorbereitet werden.

Vergleiche mit anderen Abnutzungsschlachten helfen nicht, die Debatte zu beenden. Einige behaupten, die russischen Verluste seien proportional höher; andere argumentieren, das Verhältnis habe sich umgekehrt, sodass nun die ukrainischen Brigaden ausbluten. Die Zahl von über tausend Verlusten in zehn Tagen deutet, wenn sie anhält, darauf hin, dass die zweite Lesart an Gewicht gewinnt.

Neunte Mobilisierungswelle und die Verlustarithmetik

Ein wiederkehrendes Element der Diskussion ist die von Kiew angeordnete neunte Mobilisierungswelle. Für einen Teil der Analysten erklärt sich diese Maßnahme nur, wenn die kumulierten Verluste 300.000 Soldaten überschreiten, was einem Verhältnis von eins zu acht gegenüber den geschätzten 35.000 bis 40.000 russischen Verlusten entspräche. Andere sehen in der Mobilisierung vielmehr die Notwendigkeit, erschöpfte Einheiten abzulösen und eine Frontlänge von über tausend Kilometern zu decken, nicht aber einen spezifischen Aderlass in einem einzigen Sektor.

Die Debatte schnellte bald in die Propagandasphäre. Kritiker werfen dem Bericht vor, Teil der russischen Informationsmaschinerie zu sein; andere erwidern, westliche Medien verschwiegen ebenfalls ukrainische Verluste. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht die gemeinsame Anerkennung, dass Bakhmut sowohl für die Verteidiger als auch für die Angreifer zu einer Fleischwolf-Situation geworden ist.



In dieser Diskussion bleibt unklar, ob die ukrainischen Reserven das Tempo der Abnutzung durchhalten können, bis die Stadt ihre militärische Bedeutung verliert. Niemand hat bisher ein Datum für den Zusammenfall genannt – und gerade diese Unbestimmtheit ist vielleicht der beredteste Hinweis.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (112 Antworten).

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