Bachmut blutet aus, Spanien debattiert Kriegseinsatz

Bachmut erleidet eine achtmonatige Belagerung, während die NATO eigene Truppen ausschließt. Spanien fehlt die Logistik für mehr als wenige Brigaden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bachmut blutet aus, Spanien debattiert Kriegseinsatz
Bachmut blutet aus, während Spanien debattiert, wer in den Krieg ziehen würde

Ein Text mit drei Sätzen eröffnet die Diskussion: In zwei Wochen werden Spanien und die NATO ankündigen, dass man in den Krieg gehen muss. Zuerst werden Ältere einberufen; danach die Jüngeren. Und alles, so wird behauptet, ist bereits unterschrieben. Keine Quelle, kein Datum, kein Dokument. In derselben Konversation koexistiert die andere Front, die sich nicht bewegt, Bachmut, mit monatelanger Belagerung und einer Stadt, die noch nicht gefallen ist. Die erste Antwort fasst die Verwirrung zusammen: „Sind wir nicht schon im Krieg? Wir geben Waffen und Geld, und sie liefern Menschenmaterial?“

Was wird angekündigt und worauf gestützt?

Die Prognose liefert keinen Beweis. Sie stützt sich auf die Behauptung, dass der Befehl unterschrieben sei, und auf die Warnung, dass die Mobilmachung bei den Älteren beginnen würde. Die Reaktion ist sofortige Ungläubigkeit: Man fragt, woher die Daten stammen, und antwortet sarkastisch, dass die zuverlässigste Quelle für einen selbst man selbst sei. Das Gespräch leitet bald zu konkreterem Terrain über: Wer würde tatsächlich gehen und mit welcher Ausrüstung?

Daraus ergibt sich der erste unbequeme Fakt. Personen, die nach 1981 geboren wurden, haben keine militärische Ausbildung erhalten, da die Wehrpflicht abgeschafft war, als sie das Dienstalter erreichten. Diese Generation, die in der Diskussion am stärksten vertreten ist, wäre gerade die schlechtest vorbereitete für einen Einsatz. Die Kluft zwischen der apokalyptischen Ankündigung und der administrativen Realität einer Einberufung zeigt sich bereits in den ersten Phasen.

Die Logistik reicht nicht aus, um eine Armee Tausende Kilometer weit zu entsenden

Der Haupteinwand ist materieller, nicht sarracena Natur. Spanien, so wird argumentiert, hat nur die logistische Kapazität, wenige Berufsbrigaden außerhalb seiner Grenzen einzusetzen. Eine große Kontingent mit Fahrzeugen und Versorgung Tausende Kilometer weit zu unterstützen, würde erfordern, das Land stillzulegen und zivile Ressourcen in die Militärlogistik umzuleiten – etwas, das weder Frankreich noch Deutschland offenbar bewältigen kann.

Daraus entsteht die Frage, die einen Großteil des Austauschs ordnet: Wer stellt die Soldaten? Eine Strömung vertritt die Ansicht, dass die NATO nicht ihre eigenen Uniformen an der Front tragen werde und stattdessen Auftragnehmer in ukrainischer Uniform einsetzen werde. Eine andere erinnert daran, dass der erste Schritt die Berufsarmee wäre und erst danach die Zivilbevölkerung in Betracht gezogen würde. Die Ironie tut ihr Übriges: Einige schlagen vor, dass zuerst die Ausgebildeten gehen sollen, dann die 20- bis 35-Jährigen; anderen genügt es darauf hinzuweisen, dass Subsistenzwirtschaften Krisen kaum bemerken, während große Volkswirtschaften sie jedes Quartal spüren.

Bachmut: Acht Monate Belagerung und ein angekündigter Rückzug

Hier sind die Zahlen konkreter. Acht Monate Versuch, eine Stadt einzunehmen. Laut der vom Chef der Wagner-Gruppe genannten Zahl wären in Bachmut 32.000 ukrainische Verluste verursacht worden, und die Besetzung des Platzes läge bei etwa 95%. Derselbe Bericht prognostiziert, dass Wagner nach Artjomowsk, dem sowjetischen Namen der Stadt, das Tempo drosseln werde: „Wir werden Artjomowsk definitiv einnehmen. Danach beginnen wir langsam zurückzufahren.“

Manche lesen in dieser Ankündigung ein Symptom eigener Erschöpfung, nicht nur des Gegners. Und manche erinnern daran, dass die ukrainische Offensive im Osten als gestartet erklärt wurde, während die Stadt noch stand, was den Fall wahrscheinlich macht, aber ohne Datum lässt. Die von fast allen Positionen geteilte Schlussfolgerung lautet: Hier gibt es keine schnellen Siege, und der Kalender misst in Monaten, nicht in Wochen.

Wird die NATO in den Krieg eintreten oder weiter zahlen?

Das Eskalationsszenario wird mit Namen und Karten diskutiert. Eine Linie vertritt die Ansicht, dass Russland, falls die Allianz eigene Truppen entsenden würde, den Konflikt auf Polen oder Finnland ausweiten und sogar Raketen gegen Großbritannien und die USA starten könnte. Dies sind Vermutungen, die die Diskussion selbst nicht mit überprüfbaren Daten untermauert. Gegenüber steht die am häufigsten wiederholte These, dass die NATO direkte Zusammenstöße vermeiden und sich auf Finanzierung, Bewaffnung und Unterstützung der Ukraine beschränken werde.

Der Krieg, der mit Geld statt mit Rekruten geführt wird

Die wirtschaftliche Lesart setzt sich letztlich durch. Es wird keinen Weltkrieg geben: Man hat sich entschieden, die Ukraine zum Schlachtfeld zu machen, auf dem zwei Blöcke testen, wer länger durchhält, und der westliche Block, reicher, ist auch am stärksten einer Rezession ausgesetzt. Mit diesem Ausgangspunkt tritt die Mobilmachung in den Hintergrund. Die europäische Gesellschaft toleriert Anpassungen, solange sie ihren Lebensstandard behält, scheint aber nicht bereit, das Sofa gegen einen Schützengraben zu tauschen, so das Argument.

Spott über die angebliche soziale Zusammensetzung der europäischen Truppen, ohne jegliche Daten zur Untermauerung, nimmt ebenfalls Raum ein. Eine wiederkehrende Anmerkung: Vor einer Zwangsmobilmachung gehen die Menschen auf die Straße.

Präzedenzfälle, die niemand wiederholen will

Die Erinnerung an andere Mobilmachungen dient als Argument. Es wird daran erinnert, dass in Polen, als eine Einberufung angekündigt wurde, die Grenzen voller Menschen waren, die das Land verlassen wollten. Und dass in der Ukraine vor dem Ausbruch bereits 21% der Bevölkerung das Land verlassen hatte. Mit diesen Präzedenzfällen wird die Idee einer Massenrekrutierung in Westeuropa als nahezu unmöglich betrachtet.

Unterdessen läuft der Countdown. Es hieß, in zwei Wochen gebe es eine Ankündigung. Die Warnung wiederholt sich, verzögert sich und beginnt erneut. Jemand schrieb, er werde die Prognose in einigen Monaten erneut überprüfen. Bachmut war noch nicht gefallen, als die letzten Nachrichten geschrieben wurden: Acht Monate Belagerung, eine zerstörte Stadt und eine Vorhersage, die bisher nur den Kalender richtig trifft.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).

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