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Ayuso: Zwei Millionen Euro Provision für Maskendeals
Zwei Millionen Euro Provision bei Maskengeschäften: Der Fall betrifft Ayuso; laut Verteidigern wurde der Hauptvertrag mit dem Ministerium von Illa geschlossen.
Zwei Millionen Euro Provision für Masken belasten Ayuso
Zwei Millionen Euro für die Vermittlung beim Verkauf von Schutzmasken. Die Summe, die Provision und der Name der Präsidentin der Comunidad de Madrid passen in denselben Satz, doch die erste Frage im Fall ist keine sarracena, sondern eine buchhalterische. Wer hat diese Verträge unterzeichnet? Die oft wiederholte Antwort bringt die Zentralregierung in Bedrängnis. Das Gros des Geschäfts wurde laut den Verteidigern der Präsidentin mit dem Ministerio de Sanidad unter Salvador Illa abgewickelt, nicht mit der Madrider Verwaltung.
Wer zahlte wirklich für die Masken?
Die Zahlen lassen sich schwer mit der Erzählung eines rein madrilenischen Skandals vereinbaren. Laut einem zitierten Dokument rechnete ein beteiligtes Unternehmen 2018 weniger als eine Million Euro ab, mit einem Gewinn von nur 69.000 Euro, und nahm 2020 dank direkter Aufträge im Zusammenhang mit ELbichito-19 263,1 Millionen Euro ein. Das ist der tatsächliche Sprung. Der Vermittler hätte seine Provision erst erhalten, als das Geschäft explodierte, nicht davor.
Und das Detail, das am häufigsten betont wird: Eines dieser privaten Unternehmen – aus Katalonien – schloss später einen Vertrag über 243 Millionen Euro mit dem von Illa geleiteten Ministerium ab. Nach dieser Lesart lagen die Maskenpreise deutlich über dem damaligen Marktwert. Befürworter dieser Sichtweise argumentieren, dass die Provisionen legal waren und zwischen zwei Privatfirmen ohne öffentliche Mittel im ursprünglichen Geschäft vereinbart wurden.
Wann begann die Beziehung zu Ayuso?
Laut diesen Versionen bestand der Kontakt noch nicht, als die Geschäfte abgeschlossen wurden; es wird sogar behauptet, man kannte sich kaum. Daher wird die Forderung, dass die Präsidentin die Aktivitäten einer Privatperson erklären soll, mit der sie damals noch keine Beziehung hatte, in dieser Lesart als unverhältnismäßig angesehen. „Wenn Ayuso die Aktivitäten eines Bürgers erklären muss, dessen Regierung nachweislich nicht begünstigt hat, nur weil er ihr Freund ist...“, ironisierte eine der weit verbreiteten Antworten.
Was wird tatsächlich vorgeworfen: Steuerhinterziehung, nicht die Provision
Es gilt, zwei Dinge zu trennen, die durch das Rauschen vermischt werden. Mehrere Teilnehmer betonen, dass die Provision an sich nicht Gegenstand der Ermittlungen ist: Vorgeworfen wird, dass das Unternehmen dieses Geld nicht beim Finanzamt gemeldet hat – eine steuerliche Angelegenheit, bei der es um Rechnungen und das Umgehen des Hacienda (spanisches Finanzamt) geht. Es wird sogar angedeutet, dass dieser Vorfall nach der Beziehung und den Verträgen stattgefunden haben könnte. Und der Begriff taucht auf, der die Berichterstattung geprägt hat: der Pakt mit dem Hacienda, um Ärger zu vermeiden.
Auf der anderen Seite argumentieren Ayusos Verteidiger, dass es skandalös sei, wenn die Agencia Tributaria (Steuerbehörde) genutzt werde, um Oppositionelle zu verfolgen. Sie betonen, dass die Enthüllung des Steuerskandals nicht aus journalistischen Recherchen stamme, sondern aus einer interessierten Leckage aus Regierungskreisen.
Der Gegenschlag: Ábalos, Koldo und der Ehemann der Sprecherministerin
Kein Teil lässt sich ohne den politischen Kontext verstehen. Gleichzeitig mit dem Bekanntwerden von Ayusos Namen wurde bekannt, dass der [BEhemann der Sprecherministerin vermutlich bei einer Subvention von 1,2 Milliarden Euro[/B] für ein Erneuerbare-Energien-Unternehmen vermittelt habe. Mit Ábalos und dem Koldo-Fall im Hintergrund ist der Schlagabtausch total. „Du bist schlimmer“, fasst die Hälfte der Diskussion zusammen. Die andere Hälfte antwortet mit dem klassischen Argument: Zwei Korruptionsskandale heben sich nicht gegenseitig auf.
Hier liegt der Knotenpunkt. Jede Seite zeigt auf den Splitter im Auge des anderen, will aber den Balken im eigenen nicht sehen. Die Daten deuten darauf hin, dass beide Seiten Material haben: Maskenprovisionen auf der einen, verdächtige Subventionen und Verträge auf der anderen. Keiner gibt seine Erzählung auf, denn das wäre gleichbedeutend mit dem Eingeständnis der halben Wahrheit.
Ayusos realer Preis: Vom Penthouse zum Maserati
Jenseits der Politik fließt der persönliche Ruf in die Analyse ein. Es wird über ein [BPenthouse im Namen eines Anwalts[/B] gesprochen, das das Paar nutzen würde, sowie über eine Gesellschaft mit auffälligem Namen – Maxwell Cremona, Ingenieurwesen und Umwelt – und einen dieselbetriebenen Maserati auf deren Namen. Details, die kein Verbrechen darstellen, aber den Verdacht über die Herkunft des Vermögens nähren.
Und es geht nicht nur ums Wirtschaftliche. Die Prüfung erfasst auch das Privatleben der Präsidentin mit einer Härte, die manche als rote Linie empfinden: Ihr Wunsch, eine Familie zu gründen, wurde laut einem Teilnehmer zu politischer Munition verwandelt. Hier hört der Fall auf, eine reine Buchhaltungsfrage zu sein.
Ist sie wirklich erledigt?
Die vorläufige Antwort lautet nein, zumindest auf diesem Weg. Ayusos Karriere scheitert nicht an einem Fall, der sie bisher nicht direkt belastet. Was sich ändert, ist das Klima: Sie wird in jeder Diskussion mit dem Stempel der Verdächtigkeit versehen, und ihre Partei trägt die Last, Unhaltbares ohne schlüssige Beweise zu verteidigen.
Kaum jemand erwartet echte Konsequenzen. In diesem Land beobachten seit Jahrzehnten, wie Fälle zwischen Berufungen, Fristen und prozessualen Windungen zerfallen, und selten ist der beschuldigte Politiker derjenige, der wirklich bricht. Ayuso bleibt für die einen der zu besiegende Feind und für die anderen die Hoffnung. Der Fall wartet derweil weiter auf einen Richter, der ihn abschließt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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