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Aufrufe auf WhatsApp und TikTok zu Straßenbränden vor Halloween
Anonyme Aufrufe auf WhatsApp und TikTok rufen zu Krawallen und Plünderungen in Valencia und Madrid zu Halloween auf und gewinnen in weniger als 24 Stunden über 600 Mitglieder.
Aufrufe, Straßen anzuzünden, verbreiten sich über WhatsApp und TikTok
Wer ruft dazu auf, mitten in den Stadtzentren Müllcontainer und Motorräder anzuzünden? Ende Oktober zirkulierten mehrere über WhatsApp, TikTok und andere soziale Medien verbreitete Aufrufe mit Parolen zu Straßenkrawallen, Plünderungen von Geschäften und der Brandlegung an Stadtmöblierung in Valencia und Madrid. Die Mobilisierung wurde «Blocus» getauft und zielte auf die Generation Z mit dem Argument, «gegen die Kürzungen im Bildungsbereich» zu protestieren. Die Nachrichten sammelten in weniger als 24 Stunden Hunderte Mitglieder, und es kursierten Umfragen darüber, welche Geschäfte geplündert werden sollten, Tipps zum Tragen von Sturmhauben und Handschuhen und sogar Anleitungen zum Bau von Bomben. Parallel dazu schrieb eine weitere Nachricht die Organisation derselben Ausschreitungen rechtsensrecht Gruppen zu.
Von WhatsApp zu TikTok: Wie ein Krawall per Messenger organisiert wird
Das Muster, das die gesammelten Berichte zeichnen, ist das einer dezentralen Mobilisierung. Zwei Plattformen versammelten **mehr als 600 Mitglieder in weniger als 24 Stunden**, so die kursierenden Zahlen, und die Administratoren zeigen kein Gesicht: anonyme Profile, die die Parole früherer Krawalle in anderen europäischen Hauptstädten wiederbeleben. Die Mobilisierung in Madrid legte den Nachmittag des **Samstags, den 31. Oktober**, als Termin fest, um «die Straßen der Hauptstadt anzuzünden».
Das Repertoire ist bekannt: Straßen mit Containern und Motorrädern blockieren, Geschäfte plündern und das Gesicht bedeckt tragen. Auffällig ist die Verpackung: ein Protest gegen Bildungskürzungen, der in der Praxis in der Verbrennung von Stadtmöblierung und Überfällen auf Multinationale endet. Der Abstand zwischen dem erklärten Motiv und der Methode ist, vorsichtig gesagt, aufschlussreich.
Die doppelte Zuschreibung: Rechte gegen Radikale und Radikale gegen Rechte
Zu dem Aufruf gesellte sich eine Zwillingsgeschichte. Eine über WhatsApp weitergeleitete Nachricht warnte die Empfängerinnen, das Zentrum von Valencia wegen «möglicher Plünderungen» zu meiden und machte «rechtsensrecht und radikale Gruppen» für die Übergriffe verantwortlich. Dieselbe Szene, zwei verschiedene Schuldige, je nachdem, wer sie erzählt.
Manche behaupten, das eigentliche Ziel sei es, vor den Wahlen die Straße zu erhitzen und der Linken Stimmen zu kosten; andere vertreten genau das Gegenteil, dass Gewalt diejenigen schwächt, die sie ausüben, und dass Abwarten sich auszahlt. Und eine dritte, zynischere Strömung verweist darauf, dass sich die konfliktreichsten Gebiete der Comunidad de Madrid im Corredor del Henares konzentrieren, mit Torrejón und Alcalá als genannten Beispielen, und dass die Urheberschaft nur einer Seite zuzuschreiben zu kurz greift.
Die Brandmauer, die niemand errichtet
Die Frage, die über all dem schwebt, ist nicht, wer brennt, sondern warum der Aufruf ungehindert zirkuliert. Eine WhatsApp-Nachricht mit Anleitungen zum Plündern von Geschäften erreicht in Minuten Hunderte Menschen; die institutionelle Antwort, wenn sie kommt, ist eine Pressemitteilung. Die Asymmetrie ist brutal.
Unterdessen wiederholt sich die «Blocus»-Parole in Valencia und Madrid mit demselben Handbuch und derselben anonymen Ästhetik. Ob dahinter eine politische Organisation, eine Gruppe von Agitatoren oder einfach nur Nachahmer des in Frankreich und Barcelona Gesehenen steckt, ist inzwischen nebensächlich. Was es gibt, ist ein Format, das funktioniert und das niemand abschalten konnte.
Am Ende bleibt als einzige Gewissheit, dass am 31. Oktober jemand sein Motorrad auf der Straße abstellen wird. Und dass die Schuld, je nachdem, wen man fragt, immer beim anderen liegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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