Aufruf an marokkanische Community in Spanien, für Pedro Sánchez' Partei zu stimmen

Eine in Foren und Gruppen der marokkanischen Diaspora in Spanien über 400 Mal geteilte Nachricht ruft dazu auf, für Pedro Sánchez' Partei zu stimmen. Wir erklären, was dahintersteckt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine Nachricht, die in Foren und Gruppen der marokkanischen Diaspora in Spanien kursiert, ruft dazu auf, für Pedro Sánchez' Partei zu stimmen. Der Beitrag, der sie verbreitet, behauptet, Marokko habe «bereits seinen Kandidaten» – eine Aussage ohne jeden Beleg.

Die spanische und die marokkanische Politik beobachten sich seit Jahren mit Misstrauen, und jedes Mal, wenn Wahlen anstehen, überschreiten Gerüchte über Einmischung in beide Richtungen die Straße von Gibraltar. In diesem Klima ist eine kurze Nachricht durch Foren und Gruppen der marokkanischen Diaspora in Spanien gelaufen: «Die marokkanische Community mit Wohnsitz in Spanien wird gebeten, für Pedro Sánchez' Partei zu stimmen». Der Beitrag, der sie verbreitet, behauptet, sie sei mehr als **400 Mal** geteilt worden, und schließt mit einer kühnen These: Marokko habe «bereits seinen Kandidaten».

## Was die Nachricht sagt und wer sie verbreitet

Der Text besteht aus einer einzigen Zeile, ohne Absender oder erkennbaren Urheber. Es ist nicht bekannt, wer ihn geschrieben hat, von welchem Konto aus oder mit welcher Unterstützung. Der Beitrag, der ihn in Umlauf brachte, schreibt ihn einer in verschiedenen Foren und Gruppen der marokkanischen Diaspora in Spanien weitergeleiteten Nachricht zu und fügt eigenmächtig die politische Deutung hinzu: **Marokko** habe in Spanien bereits seinen Kandidaten auserkoren. Diese Schlussfolgerung ist nicht belegt.

## Warum eine solche Nachricht Anklang findet

Die marokkanische Community in Spanien ist eine der größten des Landes, mit Hunderttausenden residenten, und ihre Stimmen verteilen sich auf Gemeinden, wo sie bei konkreten Kandidaturen ins Gewicht fallen kann. Jeder Aufruf zum Blockwählen weckt Misstrauen, zumal wenn er ohne bekannten Urheber über geschlossene Kanäle kommt. Die Nachricht erwähnt keine marokkanische Partei, keine Institution und keinen Vermittler: Sie fordert nur zur Wahl der Partei von **Pedro Sánchez** auf. Ohne Absender und ohne überprüfbare Herkunft ist einzig ihre Verbreitung nachweisbar.

## Was man sagen kann und was nicht

Dass eine Nachricht kursiert, bedeutet nicht, dass es eine organisierte Kampagne gibt. Die Behauptung, Marokko habe einen Kandidaten, ist die Meinung desjenigen, der den Beitrag verbreitet, kein belegtes Faktum. Man sollte sich daran erinnern, dass Entscheidungen in der Außenpolitik bei der Regierung liegen und keine ausländische Regierung etwas Derartiges für sich beansprucht hat. Bei Nachrichten dieser Art ist es klug, nichts als wahr hinzunehmen, was ohne Quelle kommt.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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