Aufhören, gegen die Agenda 2030 zu kämpfen, und anfangen, sie zu nutzen

Nicht mehr gegen die Agenda 2030 ankämpfen, sondern sie ausreizen: Politisches Judo gewinnt unter denen an Boden, die am Sinn des Grabenkampfes zweifeln

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Aufhören, gegen die Agenda 2030 zu kämpfen, und anfangen, sie zu nutzen
Wie man die Agenda 2030 nutzt, statt gegen sie zu kämpfen

Kapitulieren ist nicht unterschreiben. Das Paradoxon zieht sich dieser Tage durch die Wirtschaftsdiskussion: Ein Teil der lautesten Skeptiker der Agenda 2030 beginnt einzusehen, dass der frontale Kampf gegen einen Rahmen, den Regierungen, internationale Organisationen und große Konzerne längst voraussetzen, mehr Kraft kostet, als er einbringt. Der Vorschlag lautet nicht: sich anschließen, sondern: den Spieß umdrehen. Sie studieren, das behalten, was die Freiheit erweitert, und das vermeiden, was Abhängigkeit schafft. Ein Judo, wie es derjenige nennt, der es vorschlägt.

Vom Schützengraben zur kalten Kalkulation

Das zentrale Argument ist unbequem: Sie kämpfen schon zu lange gegen eine Realität, die Sie nicht ändern werden. Niemand hat irgendetwas unterschrieben, und doch schreitet der Rahmen voran; ihn zu leugnen hält nichts auf, es zermürbt nur. Wer diesen Weg vertritt, betont, dass Freiheit ihren Preis hat, heute und immer, und dass das Problem nicht das System ist, sondern die Lähmung derer, die nur mit den Füßen scharren, ohne einen Stein zu bewegen.

Die Erwiderung kommt scharf aus dem anderen Lager. Anpassen nütze wenig, so das Argument, wenn das Ergebnis dasselbe ist: das Gefühl, dass man am Ende ohnehin die Zeche zahlt und weniger Spielraum hat. Kapitulation liest sich hier als Betrug mit guten Manieren.

Der Skeptiker, der kapiert, ohne zu unterschreiben

Es gibt eine zweite Ebene in der Debatte, älter als die Agenda selbst: Was man besitzt, besitzt am Ende einen selbst. Auf Nachhaltigkeit, Konsum und Wohnen angewandt, deutet die Warnung an, dass der eigentliche Kampf nicht gegen ein internationales Dokument geführt wird, sondern gegen die Abhängigkeiten, die man sich anhäuft. Wer das akzeptiert, wartet nicht mehr darauf, dass jemand anderes die Zukunft löst, sondern beginnt, die eigene zu kalkulieren.

Vom Festgehalt zum Creme-Video

Parallel dazu zeichnet sich die Aufmerksamkeitsökonomie ab, in der das Drehen von Rezensionen mehr einbringt als das Durchschnittsgehalt. Manche sehen darin den Beweis, dass das System das Oberflächliche belohnt; andere die Bestätigung, dass die Spielregeln nicht mehr die alten sind.

Wie nutzt man einen Rahmen, von dem viele glauben, er sei für das Gegenteil entworfen? Niemand hat bisher eine Antwort gefunden, die nicht nach Kapitulation oder reiner Selbsttäuschung klingt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (49 Antworten).

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