Auch Woke haben Kinder: Der Mythos zerbricht auf dem Spielplatz

Spielplätze und Judo-Kurse sind voller linker Familien. Das Märchen, Woke hätten keine Kinder, kollidiert mit der niedrigen Geburtenrate, die alle betrifft.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Auch Proge haben Kinder: Der Mythos zerbricht auf dem Spielplatz

Die Szene beschreibt jemand, der sie angeblich selbst gesehen hat: Spielplätze, Judo-Kurse und Elternabende sind voller Familien, die links wählen und ihre Kinder ganz ohne Drama großziehen. Kein Gesetz verbietet Nachwuchs, weder in Spanien noch in dem Land, auf das sich die halbe Debatte bezieht. Nur ist die Erzählung von der niedrigen Geburtenrate zu einem ideologischen Schlachtfeld geworden, auf dem jede Seite der anderen vorwirft, sich nicht fortzupflanzen.

Wer bekommt Kinder und wer nicht: Was die Daten aus dem Umfeld zeigen

Das häufigste Muster ist nicht ideologisch, es hängt von Einkommen und Bildung ab. In einer Stichprobe von 20 bis 30 Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter haben diejenigen mit weniger qualifizierten Jobs —auf dem Dorf oder in der Stadt— ein bis zwei Kinder, vereinzelt auch drei. Die am besten qualifizierten Profile, beschäftigt in Museen, Stiftungen, Universitäten oder Medien, bleiben bei einem oder gar keinem Kind. Freizeit und Reisen spielen eine Rolle, aber auch der Zugang zu einer größeren Welt.

Manche behaupten, hinter dieser Korrelation verberge sich etwas Unangenehmeres: das Gefühl, dass die Zukunft nicht mitspielt. Der Vergleich, der kursiert, stammt aus dem Film Idiocracy, in dem ein gebildetes Paar wartet, während ein anderes ohne Bildung Kinder über Kinder bekommt. Die pessimistische Schlussfolgerung: Die demografische natürliche Selektion begünstigt diejenigen, die am wenigsten planen. Die optimistische: Bildung verzögert die Entscheidung nur, sie annulliert sie nicht.

Wurde Familiengründung verboten? Verboten wurde nur der Diskurs

Niemand hat die Familie illegalisiert. Verbreitet hat sich laut einem Teil der Analyse die Vorstellung, Kinder bekommen sei eine Form der Unterdrückung, vor allem im Diskurs, der sich an Frauen richtet. Diese Botschaft verhindert nichts, aber sie verzögert die Entscheidung, und die Verzögerung hat biologische Folgen: Je älter, desto schwieriger wird eine Schwangerschaft. Das Ergebnis ist verlorene Zeit in Beziehungen, die ohnehin nie funktionieren würden, weil das Thema beim ersten Date nicht angesprochen wird.

Das Argument wird komplizierter, wenn man es mit der Geografie kreuzt. In den USA ist die Geburtenrate in den konservativ geprägten Binnenstaaten höher als an den Küsten. Aber die Karte zeigt auch: Die Regionen mit den höchsten Geburtenraten sind die ärmsten, und die Länder mit weniger Freiheiten für Frauen verzeichnen die meisten Geburten. Die Korrelation existiert; die Kausalität ist eine andere Sache.

Der Faktor, den niemand bestreitet: der wirtschaftliche Zeitpunkt

Die Klage, die sich durch alles zieht, ist eine generationelle. Wer im Jahr 2000 dreißig wurde, kam mit abgeschlossenem Studium, abbezahlter Wohnung und laufender Familienplanung. Wer sie heute feiert, sieht sich mit einem anderen Arbeitsmarkt und Wohnraum konfrontiert, der nicht mitspielt. Es ist kein Verbot: Es ist eine Bilanz, die nicht aufgeht.

Die komplette Rechnung, mit den Kosten und Zeiträumen jedes Profils, führt zu einer unbequemen Schlussfolgerung für beide Lager. Weder haben die Proge auf die Familie verzichtet, noch hat die Rechte die Formel gefunden, wie sie gratis funktioniert. Die Geburtenrate sinkt auf beiden Seiten des Spektrums, und die gegenseitigen Vorwürfe heben sie nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (38 Antworten).

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