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Arbeiten lohnt sich in Spanien nicht mehr: Lohn, Miete und Leistungen
Von 1.200 € Gehalt bleiben nach 900 € Miete nur 300 €. Arbeitslosengeld zahlt 600 €. Deshalb arbeiten viele nicht.
1.200 Euro Gehalt, 900 Euro Miete: Arbeiten lohnt sich nicht
Ein Kellner in Vollzeit verdient 1.200 Euro. Eine durchschnittliche Wohnung kostet 900. Es bleiben 300. Wenn er statt zu arbeiten Arbeitslosengeld – 600 Euro – plus weitere Leistungen bezieht, muss er nicht früh aufstehen, muss keine Chefs ertragen, und die Rechnung geht trotzdem auf. Die Schlussfolgerung ist keine Meinung: Sie ist Arithmetik. Wenn die Mathematik sagt, dass Arbeiten ein schlechtes Geschäft ist, ist etwas faul im Arbeitsmarkt.
D dahinter steckt keine Armee von Faulen, sondern eine tödliche Kombination: Existenzminimum-Löhne gegen explodierende Mieten, Dreimonatsverträge, die weder Rentenansprüche noch Ersparnisse bringen, und ein Polster aus Leistungen, das zusammen mit Schwarzarbeit am Wochenende das Nichtarbeiten zu einer rationalen Kurzfrist-Strategie macht. Die spanische Familie – das Sicherheitsnetz, das Miete und Essen bis zum 50. Lebensjahr bezahlt – rundet das Bild ab. Manche kündigen sogar ihren Job, wenn zwei Leistungen sicher sind: Witwen- und Waisenrente wiegen mehr als ein Tarifgehalt.
Das Ergebnis ist eine stille Abwanderung: Wer kann, geht mit seiner Berufsausbildung oder seinem Studium ins Ausland, müde von einer Kette prekärer Verträge ohne jede Chance auf Unabhängigkeit. Wer bleibt, blickt in die Ferne und sieht: Arbeiten heißt, nicht in die Zukunft zu blicken. Wie stark müssten die Löhne steigen, damit sich das Rudern wieder lohnt? Solange die Rechnung weiterhin 300 Euro Differenz ergibt, wird die Antwort nicht schön sein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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