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Apple: Der Preis der nicht existierenden Kompatibilität
Ein Mac geht nicht kaputt, er wird per Dekret obsolet. PowerPC, AppleTalk, OpenGL und verschlissene SSDs in M1-Chips stehen zur Diskussion.
Apple: Die Kompatibilität, die man bezahlt und nicht bekommt
Ein Mac geht nicht kaputt. Er wird per Dekret obsolet. Diese Paradoxie zieht sich durch eine mehr als 160 Beiträge umfassende Diskussion über verantwortungsvollen Konsum: Das System, das mit dem Versprechen „Plug and Play“ wirbt, schleppt eine Historie von aufgegebenen Architekturen, eingestellten Protokollen und Anwendungen mit sich, die ohne Zutun des Nutzers nicht mehr starten. Ein Mac sei gratis, verteidigen sich die Nutzer im Austausch. Und genau hier beginnt alles.
Was diskutiert wird, wenn gesagt wird, dass Apple besser ist
Die Ausgangsthese ist einfach: Wer den Aufpreis zahlt, erhält ein überlegenes Nutzungserlebnis, frei von den Kopfschmerzen generischer Software. Das Gegenargument lässt nicht lange auf sich warten: Diese angebliche Überlegenheit stützt sich auf ein geschlossenes Ökosystem mit wenigen Variablen und wirkt deshalb stabiler. Ein Webserver unter Linux in der Cloud, so wird angemerkt, läuft wie ein Fels in der Brandung, ohne dass jemand ihn pflegen muss. Es geht nicht um Hardware, besteht die andere Seite darauf, sondern um Betriebssysteme.
Das Problem ist, dass Stabilität ein Verfallsdatum hat. Geräte mit PowerPC-Prozessoren starben aus, ohne ein natives 64-Bit-Betriebssystem zu haben: Nur der Kernel, weder Firmware noch Anwendungen konnten es nutzen. Viele 64-Bit-Macs benötigen alternative Firmware, um moderne Systemversionen auszuführen. Und seit Jahren starten 32-Bit-Anwendungen schlichtweg nicht mehr. Kompatibilität, sagen sie, nur das Nötigste.
Das verschwindende Protokoll und die verwaisten Drucker
Es gibt einen Fall, der die versteckte Rechnung des Ökosystems zusammenfasst: AppleTalk. Das proprietäre Netzwerkprotokoll wurde eingestellt, und damit blieben Drucker ohne Treiber in neuen Systemversionen zurück. Dasselbe geschah mit Firewire, ersetzt durch Thunderbolt. Und mit OpenGL, begraben zugunsten von Metal. Jeder Architekturwechsel – von PowerPC zu Intel und dann zu den Chips der M-Serie – erzwingt die Erneuerung von Maschinen, Systemen, Anschlüssen und Softwaresuiten. In einer Werbeagentur oder einem Verlag bedeutet das, dass das Programm auf der neuen Maschine langsam läuft, bis die native Version bezahlt ist. Die Kosten liegen nicht in der Verpackung, sondern im Kalender.
Der Verschleiß der SSD, den niemand unterschrieben hat
Der letzte Tritt kommt mit den M1-Chips. Mehrere Nutzer dokumentieren einen Speicheraustausch auf der Festplatte – Swapping – in einem Tempo, das die verlötete SSD degradiert. Ein zwei Monate altes Gerät mit 16 GB RAM hatte laut geteilten Logs 150 TB geschriebene Daten angesammelt. Der Speicher ist verlötet. Auch die Festplatte. Eine Erweiterung ist unmöglich. Wer behauptet, das Problem liege im Speichermanagement des Systems, zeigt auf den Garbage Collector oder die Fragmentierung; wer es dem Browser zuschreibt, weist auf intensive Nutzung hin. In jedem Fall wird der Fehler nicht repariert: Man wechselt das Gerät.
Der Nutzer, der kein technischer Support sein will
Angesichts des Lärms eine pragmatische Haltung: Zum Spielen Windows; für Server Linux oder BSD; für Büroarbeit und Surfen Mac, wenn es das Budget erlaubt. 90 % der häuslichen Nutzung deckt eines der drei Systeme ab. Die vernünftige Empfehlung, gibt ein Veteran zu, lautet, niemandem etwas zu raten: Wer nach einem Computer fragt, sucht oft einen lebenslangen kostenlosen Techniker. Das sind die wahren Betriebskosten.
Die funktionierende Erbschaft und das System, das sie tötet
Nicht alles ist Asche. Ein iMac von 2010, mit erweitertem RAM und einer handinstallierten SSD, funktioniert über ein Jahrzehnt später immer noch als Remote-Desktop. Sein Besitzer beschreibt ihn als schöne Maschine. Aber er fügt die Warnung hinzu: Apple stellt das Gerät ein, erklärt es für inkompatibel mit neuen Systemversionen und seinem App Store. Man kauft kein Gerät, man mietet es, fasst er zusammen. Die Obsoleszenz kommt nicht durch Defekt, sondern durch Update.
Vom Jobs-Apple zum Versionskatalog
Auch die Nostalgie spielt mit. Es gab eine Zeit, in der jede Präsentation ein Ereignis war und die Ausgabe ein Glaubensakt. Heute, beklagt man, ist der Katalog eine Aneinanderreihung von Versionen desselben Produkts, jedes Mal teurer. Und der Nutzer, der die Marke einst enthusiastisch verteidigte, ist für seine Kritiker zu einer Sekte geworden, die jeden Einschnitt rechtfertigt. Die Marke hat keinen neuen Eigentümer bekommen; sie hat ihre Erzählung geändert.
Lohnt es sich, den Aufpreis für ein System zu zahlen, das entscheidet, wann Sie nicht mehr kompatibel sind? Die Antwort hängt davon ab, wie lange Sie bleiben wollen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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